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SOS_Samira

Seit zwölf Jahren lebt Samira bei ihrer SOS-Kinderdorfmutter Cornelia Horn. Nun beginnt sie eine Ausbildung in der Geschäftsstelle von
SOS-Kinderdorf in München.
Foto: Daniela Hollrotter

Jugendliche aus dem Kinderdorf in Ausbildung
bei SOS-Kinderdorf
Samira wird Kauffrau für Büromanagement in München

Samira ist zuverlässig, ordentlich, genau – und hat damit ideale Voraussetzungen für ihren Traumberuf „Kauffrau für Büromanagement“. Weil auch ihre Noten an der Realschule stimmen, hält die 16-Jährige bereits einen Ausbildungsvertrag in den Händen. Ab September arbeitet sie in der Münchner Geschäftsstelle des Vereins, der in den vergangenen zwölf Jahren für ihre Betreuung gesorgt hat: SOS-Kinderdorf e.V.
„Samira war immer schon sehr exakt“, erzählt SOS-Kinderdorfmutter Cornelia Horn, die das damals vierjährige Mädchen bei sich aufnahm. Samiras Zimmer war stets ordentlich aufgeräumt und auch ihre Zimmergenossinnen hielt sie zur Ordnung an, schmunzelt Cornelia Horn. Trägt man der Jugendlichen eine Aufgabe an, erledigt sie diese konzentriert und zuverlässig und fragt lieber nach, bevor sie einen Fehler macht. Nach einem Schulpraktikum im sozialen Bereich war klar, dass dies nicht der richtige Weg für die eher ruhige Jugendliche ist. Dafür hatte Samira schon über ihr Wahlfach „Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen“ festgestellt, dass sie ein Faible für Zahlen und die Arbeit am PC hat. Als Berufswunsch kristallisierte sich das Büromanagement heraus. Samira schickte selbst erstellte Bewerbungen an Firmen in der weiteren Umgebung und auf Anraten ihrer SOS-Kinderdorfmutter auch an die Geschäftsstelle des SOS-Kinderdorfvereins. In den Herbstferien arbeitete sie dort zwei Tage lang auf Probe – und war begeistert. „Ich durfte gleich selbst Schreiben verfassen“, sagt die begeisterte Fußballerin. Außerdem habe man ihr genau erklärt, welche Aufgaben im Sekretariat auf sie zukommen.
In der Geschäftsstelle freut man sich schon auf Samira. Denn sie habe beim Praktikum und im Bewerbungsgespräch bereits „ihr Potential als aussichtsreiche Nachwuchsmitarbeiterin unter Beweis gestellt“, so Mareike Wassermann vom Ressort Personal. Die Ausbildung beginnt im September, wenn die Jugendliche ihre Mittlere Reife erworben hat. Samira findet es interessant zu sehen, wie SOS-Kinderdorf von München aus geleitet wird. Außerdem möchte sie ihre Erfahrungen als SOS-Kinderdorfkind teilen und dem Verein „etwas zurückgeben“. Denn sie hat im SOS-Kinderdorf Dießen eine „schöne Kindheit und Jugend“ erlebt. Und vielleicht ergibt sich irgendwann einmal auch die Möglichkeit zu einem Auslandspraktikum in Indien, dem Land, aus dem Samiras Vater stammt. Schließlich kümmert sich SOS-Kinderdorf um Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt.


Auf Anregung von Adrian Schmidt (links) haben die jungen Künstler (von links) Celina, Ali und Elisa mit ihren Bildern den Pausenraum im SOS-Kinderdorf verschönert. Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer (rechts) zeigt das Werk von Patricia (nicht im Bild). Foto: Daniela Hollrotter

Auf Anregung von Adrian Schmidt (links) haben die jungen Künstler (von links) Celina, Ali und Elisa mit ihren Bildern den Pausenraum im SOS-
Kinderdorf verschönert. Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer (rechts) zeigt das Werk von Patricia (nicht im Bild). Foto: Daniela Hollrotter

Farbe und Philosophie für den Pausenraum
Junge Künstler gestalten Pausenraum im SOS-Kinderdorf

Ein ganz besonderes Geschenk haben vier Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf den Mitarbeitern der Einrichtung gemacht: Sie griffen zu Acrylfarbe und Leinwand und schufen komplett selbstständig vier farbenprächtige Bilder für die bislang noch kahlen weißen Wände des Pausenraums. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Gemälde in verschiedenen Stilen, über die sich die Mitarbeiter „jeden Tag freuen“, wie Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer betont.
„Jedes Bild hat etwas Besonderes“, sagt Adrian Schmidt vom Fachdienst, der die Verschönerung des vergangenen Jahr renovierten Pausenraums organisiert hat. Er war auf die jungen Künstler zugegangen und hatte sie um Hilfe gebeten. Celina (15), Ali, Elisa und Patricia (alle 17) machten sich daraufhin teils alleine, teils gemeinsam in ihrer Freizeit ans Werk. Elisa lässt mit ihrem sehr plastischen Bild die Mitarbeiter vom Sonnenuntergang am Meer träumen. Sie malt „gerne Landschaften“ und kam darüber auf die Idee zu ihrem Bild. Danach unterstützte sie ihre SOS-Kinderdorfschwester Patricia, die sich für einen „Blick aus dem Fenster“ entschieden hatte und eine bunte kleine Stadt samt Straße, Wiese und Himmel
schuf. Celina wollte nach einem Blick auf die künftige Heimat ihres Bildes den Pausenraum mit den grünen Stühlen, einem Wasserglas und dem passenden kaffeebraunen Tisch wiedergeben. Dafür wählte sie eine spannende, ungewöhnliche Perspektive. Ali schließlich hat gleich ein Stück Philosophie in sein Werk verpackt: Die bunten Farben, erzählt er, sind die Menschen, die denken. Die schwarze Farbe oben dagegen steht für diejenigen, die traurig sind und „nicht denken“. Für sie wächst aus der Erdkugel ein Weisheitsbaum, „damit auch sie verstehen und glücklich sind“, sagt er. Die Mitarbeiter wissen alle vier Bilder zu schätzen: Sie setzen sich inzwischen „jeden Tag anders, damit sie ein anderes Werk betrachten können“,
freut sich Susanne Dillitzer.


SOS_Uruguay

Besuch aus Uruguay im Landratsamt Landsberg (von links): Javier Martinez, Leiter eines der drei dortigen SOS-
Kinderdörfer, Pablo Perlaza, Psychologe in der SOS-Einrichtung in Canelones, Maria Muñoz vom Kinderdorf Montevideo und Patricia d´Halewyn, ebenfalls aus Montevideo, zusammen mit Landrat Thomas Eichinger, Jugendamtsleiter Peter Rasch, Dolmetscherin Matilde Sedlmair, SOS-Einrichtungsleiterin
Dr. Susanne Dillitzer und Jugendamtsmitarbeiter Thomas Kolland. Foto: Daniela Hollrotter

Mehr präventive Jugendhilfe und gute Weißwürste
Abordnung von SOS Uruguay informiert sich im Landkreis

Die Kinder kommen mit drei Jahren in die Schule, die Jugendhilfe endet mit 18 Jahren und es gibt weniger präventive Angebote für Familien. In Uruguay lebt es sich in vieler Hinsicht anders als in Deutschland. Allerdings gibt es auch viele Gemeinsamkeiten und vor allem verstehen sich die Menschen aus beiden Ländern gut. Das zeigte der sechstägige Besuch einer vierköpfigen Abordnung von Aldeas Infantiles SOS Uruguay im SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech.
Bereits seit drei Jahren stehen die vier SOS-Einrichtungen in Uruguay mit Deutschland in engem Kontakt. Sie besuchen sich gegenseitig, tauschen sich aus und profitieren vom Wissen und Können des anderen. Die zwei Damen und zwei Herren aus dem südamerikanischen Land interessierten sich vor allem für die Zusammenarbeit der SOS-Kinderdorffamilien mit der Herkunftsfamilie der betreuten Kinder und Jugendlichen. Außerdem informierten sie sich im
SOS-Familien- und Beratungszentrum Landsberg über die vielen präventiven Angebote für Familien. Einige davon, zum Beispiel die Beratung für Paare in Trennung und Scheidung gibt es in Uruguay nicht. Sehr beeindruckt waren die Uruguayer von der umfangreichen Arbeit des SOS-Kinderdorfs Ammersee-Lech mit den unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern, die sie beim Besuch in den Wohngruppen erlebten. Insgesamt sei die Jugendhilfe in Deutschland mehr auf Nachhaltigkeit angelegt, meinten sie.
Bei einem Besuch im Landratsamt brachten ihnen Jugendamtsleiter Peter Rasch und sein Mitarbeiter Thomas Kolland die deutsche Jugendhilfe näher, die finanziell deutlich besser ausgestattet ist als in Uruguay. Auf der anderen Seite sind die SOS-Kinderdorfmütter – allesamt qualifizierte Erzieherinnen – höher qualifiziert als die Kolleginnen in Uruguay, die lediglich eine „Miniausbildung“ erhalten. Neben den offiziellen Besuchen, bei denen auch Landrat Thomas Eichinger die Abordnung begrüßte, kam die Geselligkeit nicht zu kurz. So feierten die Uruguayer einen Abend lang mit Kindern und Erwachsenen aus dem SOS-
Kinderdorf und brachten diesen ihre Heimat nicht nur mit einem Vortrag, sondern auch mit
Live-Musik näher: Javier Martinez, Leiter des SOS-Kinderdorfs in Florida, hatte seine Gitarre mitgebracht und gab zum Teil selbst komponierte uruguayische „Canciones“ zum Besten. Immerhin ist der Tango nicht in Argentinien, sondern in Montevideo erfunden worden,
so die Besucher.
Sie sind stolz darauf, dass Uruguay die erste Fußball-WM ausgetragen hat und gleich im eigenen Land Weltmeister wurde. Ihren deutschen Kollegen brachten sie zudem den traditionellen Mate-Tee näher, für den sie ihre eigenen Teegefäße nebst Thermoskannen dabei hatten. Auf der anderen Seite waren sie nicht nur in fachlicher Hinsicht sehr wissbegierig, sondern wollten auch vieles über Bräuche, Alltag, und die Küche in Deutschland wissen. Sie probierten Obazda, Sauerkraut, Spätzle, Schweinsbraten mit Knödl und natürlich auch die Weißwürste mit Brezen und süßem Senf. Ihr Urteil: „Muy muy rico“, also „ sehr, sehr gut“ …

Bei der Feier im SOS-Kinderdorf gab Javier Martinez, Leiter des SOS-Kinderdorfs in Florida/Uruguay, einige „Canciones“ zum Besten.
Foto: Dr. Susanne Dillitzer

SOS_Uruguay feier

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