|
Premiere für Beckstein, Routine für Ballhaus Viel Filmprominenz beim “Bayerischen Oscar“ bzw. Bayerischen Filmpreis 2007
Für den einen eine schon ein bisschen lampenfieberträchtige Premiere, für den anderen schon fast Routine: Ministerpräsident Günther Beckstein verleiht bei der glanzvollen Gala-Vorstellung im Münchner Prinzregententheater den Ehrenpreis an den renommierten Kameramann Michael Ballhaus. Und entdeckt Gemeinsamkeiten: Ballhaus sei schließlich in Franken aufgewachsen, „und das ist doch der Beweis: Wichtige Dinge nehmen in Franken ihren Ausgang!“ - "Das ist zuviel, das ist zuviel", versuchte Ballhaus dann den Beifall des Publikums zu stoppen, das im Stehen applaudierte. Der 72-Jährige drehte für Regisseure wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und Rainer Werner Fassbinder. Der „Bayerische Oscar“ ist eine der begehrtesten und renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Filmbranche. Gewürdigt werden herausragende Leistungen der Filmkunst vor und hinter der Kamera. Beckstein: „Ich freue mich, dass ich heute erstmals den Bayerischen Filmpreis vergebe. Als einer der begehrtesten Preise für die herausragenden Leistungen des deutschen Films steht der Bayerische Filmpreis dafür, dass wir in Bayern Kultur und Filmkunst groß schreiben. Das hat eine lange Tradition und wird auch in Zukunft so bleiben.“ Der Bayerische Filmpreis wurde jetzt zum 29. Mal für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen vergeben. Die Preisträger erhalten bei erstmaliger Auszeichnung als Preissymbol den „Pierrot“, bei weiteren Prämierungen eine andere Figur aus der „Italienischen Komödie“ nach Entwürfen von Franz-Anton Bustelli der Porzellanmanufaktur Nymphenburg sowie einen Geldbetrag. Mit einer Preissumme von insgesamt 300.000 Euro gehört der Bayerische Filmpreis zu den bedeutendsten Medienpreisen in Deutschland. Und hier die Preisträger, die von ihrem Kolleginnen und Kollegen im Publikum lauthals beklatscht wurden: Nach den enttäuschten Oscar-Hoffnungen war der Jubel vor allem bei Fatih Akin groß. Der Filmemacher bekam für seinen Streifen "Auf der anderen Seite" den mit 10'000 Euro dotierten Regiepreis. Martina Gedeck und Elmar Wepper wurden als beste Schauspieler geehrt. Doris Dörrie bekam den mit 200'000 Euro verbundenen Produzentenpreis. Ralf Westhoff bekam für sein Kinodebüt "Shoppen" einen Preis für Drehbuch und Nachwuchsregie, Pepe Danquart wurde für den dokumentarischen Film "Am Limit" geehrt. Beste Nachwuchsproduzenten wurden Hans-Christian Schmid und Britta Knöller für "Am Ende kommen Touristen". Auszeichnungen gingen an die Nachwuchsschauspielerinnen Petra Schmidt-Schaller ("Ein fliehendes Pferd") und Elinor Lüdde ("Meer is nich"), Detlev Buck ("Hände weg von Mississippi") und Veit Helmer ("Absurdistan"). "Liebesleben" wurde für Kamera und Filmmusik geehrt. Den Publikumspreis bekam Michael Bully Herbig für den Animationsfilm "Lissy und der wilde Kaiser".
|