|
Roy Etzel und der Fön Zwei Naturgewalten blasen der Welt den Marsch Gewinnen Sie die Biographie des Ausnahme-Trompeters!
Von Andrea und Peter Pollak Während der Fön nicht alle Münchner zu Begeisterungsstürmen hinreißt, tut Roy Etzel eben dies – und auch weltweit: Mister Trumpet hat sich mit seinen unvergesslichen Melodien und seiner goldenen Trompete in die Herzen eines internationalen Millionenpublikums geschrieben! Jetzt hat diese musikalische Naturgewalt, die am 6. März ihren 80. Geburtstag feierte, seine Biographie „Das ist mein Leben“ veröffentlicht. Gewinnen Sie mit isarbote.de fünf Exemplare dieses lebendigen Werks – 341 packende Seiten. Jedes Wort entstammt seiner Feder. Eine Biographie, mit Herzblut geschrieben. Apropos den Marsch blasen – das erinnert Roy Etzel zu sehr an den zweiten Weltkrieg. Da hätte er an der Ostfront beinahe seine Beine wegen schwerer Erfrierungen verloren. Etzel: „Als sie mir die Filzstiefel auszogen, rissen sie meine Haut von den Sohlen. Gott sei Dank war da ein Arzt, der meinte, Junge, du bist noch so jung, ich kann dir die Füße doch nicht abnehmen. Und dann stellten sie zwei Schüsseln auf, in der einen war kaltes, in der anderen heißes Wasser. Sie legten meine Füße abwechselnd hinein, damit der Blutkreislauf wieder in Schwung kommen sollte.“ Schon damals gab sein eiserner Wille die Richtung vor: „Irgendwann wirst du wieder auf eigenen Füßen stehen!“ Und so geschah es. Keine Märsche, sondern legendäre Evergreens wie „Il Silenzio“, „Laras Lied“ aus „Doktor Schiwago“, „Goldfinger“ oder „Jenny“ hat Mister Trumpet uns geschenkt. Aus dem Krieg heimgekehrt, zahlte sich die harte Lehre, durch die er während seiner Jugend gegangen war und die ihn auf die angesehene Heeresmusikschule gebracht hatte, schließlich aus. Jetzt begann seine Erfolgsgeschichte, gegründet auf eben dieser harten Lehre, sowie auf Fleiß, Disziplin und Talent. Er spielte in US-Clubs, blies die Trompete in den Big Bands von Kurt Edelhagen, Max Greger und Hugo Strasser. Seine Augen glänzen, als er für uns in der gemütlichen Aubinger Einkehr (Etzel: „Feines Essen und wunderschöne Atmosphäre“), zehn Minuten von seinem Haus entfernt, in seinen Erinnerungen kramt. Er blickt verliebt zu seiner Frau und sagt: „Ohne Sonni hätte ich das alles nie geschafft. Seit 46 Jahren sind wir verheiratet. Für meine Frau gibt es keinen Ersatz!“ Auch für seine vielen Freunde nicht. Von Hugo Strasser bekam er den Titel „Mister Trumpet“, von Ralph Maria Siegel, dem Vater von Schlagerproduzent Ralph Siegel, den Künstlernamen Roy. Denn eigentlich heißt der 1925 in Breslau geborene Künstler ja Hans. Mit Hans konnten die Amerikaner nichts anfangen. Seine Musik fanden sie großartig, doch Hans? Kurzentschlossen machte Ralph Siegel aus Hans Roy und der internationalen Karriere stand nicht mehr im Weg. Der nationalen sowieso nichts. Er kannte und kennt sie alle, die Größen des deutschen Showgeschäfts, von denen er einer der Größten ist: Robert Lembke, Peter Kreuder, Hans Rosenthal, Lou von Burg, Peter Frankenfeld, Fred Bertelmann, Wim Thoelke, Harald Juhnke, die „Jacob Sisters“. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude anlässlich seines 80. Geburtstags: “Seit Ihrem Studium an der Heeresmusikschule in Frankfurt, Ihrem Aufstieg in den Orchestern von Kurt Edelhagen, Max Greger und Hugo Strasser haben Sie als Solist mit Ihren Auftritten Ihr Publikum über Jahrzehnte hinweg begeistert. Dafür wurde Ihnen stets Bewunderung zuteil und Sie haben sich mit Ihrer goldenen Trompete einen Ehrenplatz im Gedächtnis einer ganzen Generation erspielt. Zu Ihrem Geburtstag veröffentlichten Sie ein Buch über Ihr Leben, in dem Sie mit vielen Anekdoten Ihre Laufbahn als international gefeierter Trompeter nachzeichneten. Ihren vielen Bewunderern haben Sie damit erneut ein besonderes Geschenk gemacht. Ich wünsche Ihnen für die kommenden Jahre Glück und Gesundheit sowie weiterhin viel Energie und den Schwung, der Sie schon so lange auszeichnet, damit Sie auch weiterhin bei vielen Auftritten Ihr treues Publikum mit einem ‚Silenzio‘ begeistern können.”’ Doch das letzte Wort gehört dem Meister selber, der Swing-Legende, dem Schöpfer von Melodien für die Ewigkeit – im Nachwort seiner Biographie „Das ist mein Leben“, Westkreuz Verlag, 341 Seiten, 19,80 Euro, ISBN 3-929592-72-X, schreibt er: „Seid nicht zu kritisch, schrieb ich einleitend, ich gebe nicht vor, ein geübter Poet zu sein, ich wollte nur meine Erinnerungen aufschreiben. Jetzt sind es ein paar Zeilen mehr geworden. Für mich war es spannend und aufregend genug. Wenn mein Leben weiter so verläuft, bin ich glücklich und zufrieden. Drei Wünsche habe ich aber noch: so alt wie Methusalem zu werden, meinen Humor nicht zu verlieren und, wenn möglich, nie leiden zu müssen. Ich weiß, das ist ein bisschen viel verlangt, aber hoffen darf man doch, oder?“ Lesen Sie doch einfach weiter in diesem fesselnden Werk, und erfahren Sie unter anderem, was er seiner Oma und ihrem Tagebuch zu verdanken hat. Oder wie er seine erste Trompete bekam. Oder was Roy Etzel in Spanien passiert ist – Geschichten eben, die man gelesen haben muss, Geschichten aus dem bewegten Leben einer Legende bzw. eines Mannes, der mit Disziplin, Können und Talent alles erreicht hat, was er sich vorgenommen hat. Und so ist es mehr als wahrscheinlich, das wir auch seinen hundersten Geburtstag (mindestens!) wieder gemeinsam feiern werden – Roy Etzel in voller Blüte, wir in fassungslosem Staunen, während der begnadete Musiker uns sein „Silenzio“ vorbläst. Und selbst der Fön ehrfurchtsvoll einen Augenblick innehält. |