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Glanz und Gloria in Berlin Bester Film Michael Haneke, Lola für Sibel Kekilli, Ehrenpreis für Eichinger
Für Glanz und Gloria bei der 60. Verleihung des Deutschen Filmpreises (Lola) im Friedrichstadtpalast in Berlin sorgte die Kanzlerin, die als Höhepunkt des Abends den Deutschen Filmpreis 2010 in der Kategorie "Bester Spielfilm" in Gold an „Das weiße Band“ von Michael Haneke überreicht hat. Als beste Schauspieler wurden Burghart Klaussner und Sibel Kekilli ausgezeichnet. Regisseur und Produzent Bernd Eichinger bekam den Ehrenpreis. Eichinger habe "den deutschen Film geprägt wie kaum ein anderer", so die Jury. Ohne ihn sei der deutsche Film "nicht mehr vorstellbar, und sein Einfluss reicht weit über die deutschen Grenzen hinaus". Die Moderation lag wieder in den Händen von Entertainerin Barbara Schöneberger, die zum dritten Mal in Folge mit Witz und Schwung, dabei charmant und unterhaltsam (und hochschwanger) durch den Gala-Abend aus dem traditionsreichen Berliner Friedrichstadtpalast führte. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat zusammen mit den beiden neuen Präsidenten der Deutschen Filmakademie, Iris Berben und Bruno Ganz, die Preise verliehen. In ihrer Rede vor 1800 prominenten Gästen aus dem Film- und Kulturbereich, aus Politik und Wirtschaft gratulierte Angela Merkel den Preisträgern und betonte: "Der heutige Tag ist nicht nur ein Feiertag für die Preisträger selbst, sondern für die gesamte Filmbranche. Heute - im Jahr der 60. Filmpreisverleihung - zeigt sich der deutsche Film ausgesprochen vielfältig und innovativ. Filmemacher erzählen ihre Geschichten authentisch, humorvoll und tiefsinnig. Der Erfolg deutscher Filme im In- und Ausland bestätigt diese Entwicklung. Ohne Frage ist Film ein Ausdruck unserer kulturellen Identität. Deshalb brauchen wir weiterhin eine lebendige deutsche Filmkultur. Um diese Kultur auch über wirtschaftliche Auf- und Abschwünge hinweg zu erhalten, bedarf es guter Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung hat diese in der vergangenen Legislatur mit dem Deutschen Filmförderfonds geschaffen. Großer Dank gebührt in diesem Zusammenhang Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der viel zum Erfolg des deutschen Films in den letzten Jahren beigetragen hat. Ich kann Ihnen versichern, wir setzen dieses Engagement fort. Dazu gehört auch, dass uns der Schutz des geistigen Eigentums im Filmbereich ein Anliegen bleibt."
Die Preisträger der 16 Preiskategorien sowie der Ehrenpreisträger sind: Bester Spielfilm in Gold Das weiße Band Stefan Arndt / X Filme Creative Pool, WEGA Film, Les Films du Losange, Lucky Red; Regie: Michael Haneke Bester Spielfilm in Silber Sturm Britta Knöller, Hans-Christian Schmid / 23/5 Filmproduktion; Regie: Hans-Christian Schmid Bester Spielfilm in Bronze Die Fremde Feo Aladag, Züli Aladag / Independent Artists Filmproduktion; Regie: Feo Aladag Bester Dokumentarfilm Das Herz von Jenin Ernst Ludwig Ganzert, Ulli Pfau / EIKON Südwest; Regie: Marcus Vetter, Leon Geller Bester Kinderfilm Vorstadtkrokodile Lena Olbrich, Christian Becker / Westside Filmproduktion mit Rat Pack Filmproduktion und Constantin Film Produktion; Regie: Christian Ditter Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle Sibel Kekilli - Die Fremde Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle Burghart Klaußner - Das weiße Band Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle Maria-Victoria Dragus - Das weiße Band Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle Justus von Dohnányi - Männerherzen Beste Regie Michael Haneke - Das weiße Band Beste Kamera / Bildgestaltung Christian Berger - Das weiße Band Bester Schnitt Hansjörg Weißbrich, BFS - Sturm Bestes Szenenbild Christoph Kanter - Das weiße Band Bestes Kostümbild Moidele Bickel - Das weiße Band Beste Filmmusik The Notwist - Sturm Beste Tongestaltung Guillaume Sciama, Jean-Pierre Laforce - Das weiße Band Bestes Drehbuch Michael Haneke - Das weiße Band Bestes Maskenbild Waldemar Pokromski, Anette Keiser - Das weiße Band Ehrenpreis Bernd Eichinger Der Deutsche Filmpreis, die LOLA, ist die renommierteste und höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Er ist mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 2,855 Millionen Euro des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert. Die Verleihung des Deutschen Filmpreises ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit dem BKM.
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