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Fine Art & Antiques München
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München
22. bis 26. Oktober 2008

Die Kunstmesse „Fine Art & Antiques München“ feiert vom 22. bis 26. Oktober 2008 mit 28 Ausstellern ihre Premiere. Gastgeber ist das Haus der Kunst im Zentrum von München, der traditionelle, von Händlern wie von Sammlern gleichermaßen favorisierte Veranstaltungsort für Kunstmessen in der Bayrischen Landeshauptstadt. Im Westflügel des Hauses stehen den Ausstellern rund 1.500 m2 für die Präsentation ihrer Schauen zur Verfügung. Messegründer und Veranstalter ist Rolf Krey von der Expo Management GmbH in Kiel. Die Offerte an Kunstwerken spannt den Bogen vom Altertum bis hin zur Klassischen Moderne und Kunst nach 1945 in allen Gattungen. Traditionelle TEFAF-Aussteller konnten für die neue Messe gewonnen werden, darunter Franz Bausback aus Mannheim, Albrecht Neuhaus aus Würzburg, die Galerie Neuse aus Bremen, Antiquitäten Michael Nolte aus Münster, Walter Senger aus Bamberg und Jan Roelofs aus Maastricht.

Abb.XIIPuhze_3Dionysos mit Pan, römisch, 2. Jahrhundert nach Christus, weißer Marmor mit Versinterungen und Resten von Bemalung. Bei Galerie Puhze GmbH, Freiburg.

Antike
Die Kunst der Antike wird durch Phoenix Ancient Art aus Genf und New York und die Galerie Günter Puhze aus Freiburg vertreten. Puhze wird seinen Stand mit circa 70 bis 80 Objekten bespielen. Zu den Glanzstücken zählt ein auf ca. 2500 vor Christus datiertes, in der Höhe 38,2 cm messendes Idol der Spedos-Art, frühkykladisch II, aus gelblichem Marmor mit Versinterungen, das sich ab 1976 in einer Bayrischen Privatsammlung befand und aus dieser übernommen werden konnte. Zu den Höhepunkten bei Phoenix Ancient Art gehören der Kopf eines Mannes mit konischem Helm, zypriotisch, datiert auf das Ende des 7. und Anfang des
6. Jahrhunderts vor Christus in Kalkstein, ein bronzener phrygischer bzw. thrakischer Helm aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und die leicht unterlebensgroße Bronzebüste eines jungen Mannes mit Schlange aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Diese Büste war ursprünglich als „imago clipeata“, einer die Vorfahren oder Helden verehrenden Plastik geschaffen, die üblicherweise in einen Rundrahmen gefasst wurde.

Gemälde
Das Angebot an Gemälden beginnt bei den Alten Meistern und endet in der abstrakten Nachkriegs-
moderne. Galerie Trost aus Gundelfingen/Donau und München kommt mit einem Cross-Over-Programm aus Alten Meistern und Klassischer Moderne, zu dem ein „Stillleben mit Blumenkranz und Tonvase“ von Jan Breughel d.Ä. aus der Zeit um 1618 gehört und die abstrakte „Composition monochrome rouge“ in Öl auf Holz von Serge Poliakoff aus dem Jahr 1961. Christian Eduard Franke stellt mit dem „Stillleben mit Früchten und Insekten“ von Justus Juncker, das 1763 in Frankfurt am Main entstand, deutsche Malerei des Barock in den Vordergrund. Neuse aus Bremen bietet ein neu entdecktes Gemälde von Martin Knoller mit dem Titel „Achilles erhält die Nachricht über den Tod des Patroklos“. Der Künstler, Schüler von Paul Troger, Rafael Mengs und Johann Winckelmann gehört zu den frühen klassizistischen Malern, die ab 1755 in Rom und später in Mailand tätig waren und im Spannungsfeld von Barock, Rokoko und Klassizismus stehen. Das Gemälde mit der Provenienz Joseph Vittorelli Innsbruck galt bislang als unbekannt verschollen. Durch einen Brief des Künstlers, den er am 28. Juli 1795 an seinen Freund Franz Karl Zoller schrieb, ist es auch dokumentarisch belegt. „Schon am Korpus domine habe ich den Herrn Vitoreli eine Bildt eingeschickt, verstölendt Achile wie er die Nachricht des Todts seines Freundes Patroclo erhalt“ ist dort zu lesen.

Abb.IIIErfurt_1Johann Wilhelm Schirmer, „Der Morgen“, um 1855, Öl auf Leinwand, ehemals Sammlung AXA- Versicherungskonzern, vormals Colonia. Bei Hubertus Erfurt Kunsthandel, Köln.

Malerei des 19. Jahrhunderts bietet das Schweizer Haus Antiquités Ségal aus Basel mit einem auf 1840 bzw. 1846 datierten Landschaftsgemälde von Johann-Rudolph Bühlmann mit einem „Blick auf die Bucht von Neapel und den Vesuv“. Münchener Malerschule, Malerei der „Scholle“ und des „Blauen Reiter“ bietet Kunsthandel Dr. Nöth aus Ansbach. Von dem Malerpoeten Carl Spitzweg werden „Zwei Kinder in einer Waldschlucht“ gezeigt, von Leo Putz der „Weibliche Akt mit Bäumen“ um 1910 in Pleinairmalerei, von Gabriele Münter die „Dänische Landschaft“ von 1916, ein Ölgemälde, das in vielen bedeutenden internationalen Museums-
Ausstellungen zu sehen war.
Zu den herausragenden Kunstwerken bei Michael Nolte aus Münster gehört ein Gemälde aus der École de Paris von der russischen Künstlerin Alexandra Exter aus dem Jahr 1913 mit dem Titel „Paris am 14. Juli“. Exter setzte die lebendige Stimmung am Nationalfeiertag der Grande Nation in eine dynamisch-kubistische Komposition um.
Malerei des 19. Jahrhunderts und des Impressionismus setzt ferner bei Kunstsalon Franke aus München Schwerpunkte. Max Liebermann ist mit der „Großen Seeterrasse in Wannsee mit Spaziergängern“ aus der Zeit um 1924 in der Offerte, sein französischer Mitstreiter Pierre Auguste Renoir mit einem auf um 1914 datierten „Rosenstillleben“, das in dem u.a. vom Wildenstein-Institut vorbereitetem Werkkatalog des Künstlers aufgenommen wird. Es stammt aus einer südfranzösischen Privatsammlung.
Maier & Co. Fine Arts aus Stuttgart legt den Fokus nach seinem Galerieprogramm auf die Meister der Schule von Barbizon, den Impressionismus und endet auch mit Werken aus der École de Paris mit Schwerpunkt auf französische Vertreter. Gezeigt werden Gemälde von Thèodore Rousseau, Charles-
Francois Daubigny, Maximilien Luce und ein zentrales Werk von André Lanskoy, dem russisch-
französischen Vertreter der lyrischen Abstraktion innerhalb der École de Paris. Lanskoy malte es im Jahr 1943, seiner besten Schaffenszeit, und nannte es in Gedenken an eines seiner wichtigsten künstlerischen Vorbilder und um seiner eigenen Wertschätzung für dieses Gemälde Ausdruck zu verleihen „Hommage à van Gogh“ (Provenienz: Galerie Romanet Paris und Maître Blache, Versailles, 1973, Bestätigung von André Schoeller betreffend die Authentizität des Gemäldes). Aus der Sammlung Mme la baronne Nadine de Rotschild stammt das Gemäldepaar „Bouquets des Fleurs“ von Narcisse Diaz de la Pena. Die auf um 1860 zu datierenden Blumenstillleben sind kaum noch der Gegenständlichkeit verpflichtet, die Farbe tritt, wegweisend in die Malerei der Moderne, als Bild gestaltendes Element in den Vordergrund.
Galerie Rudolf legt als Aussteller von Sylt aus innerhalb von Deutschland den weitesten Weg zurück. Hier setzen die Klassische Moderne und Neue Sachlichkeit den Schwerpunkt. Von Otto Dix gibt es den „Blick auf Hemmenhofen im Vorfrühling“ aus dem Jahr 1937 (WVZ Löffler 193/5), von Erich Heckel ein Aquarell der „Uferlandschaft an der Flensburger Förde“ von 1922. Aus der Epoche der Nachkriegsmoderne stammt das „Orakel“ von Max Ackermann in Öl und Tempera auf Malpappe mit der Provenienz Sammlung Egon Günther in Mannheim.

Abb.VIFranke_Ch_2Höfische Louis-XV-Kommode, gestempelt von Pierre Garnier
(1720 – 1797), Paris, um 1760. Bei Christian Eduard Franke, Bamberg.


Möbel und Skulpturen - Einrichtung und Varia
Aus Bamberg sind die vier wichtigsten Kunsthändler der Stadt unter den Ausstellern der ersten Ausgabe der „Fine Art & Antiques München“. Dies sind Christian Eduard Franke, Ulf D Härtl, Walter Senger und Matthias Wenzel. Ihr Engagement hat maßgeblich zur Gründung der Messe „Fine Art & Antiques München“ im Haus der Kunst beigetragen.
Bei Walter Senger erwartet den Besucher der Fine Art & Antiques München neben einem breit gefächerten Sortiment an Möbeln des 18. und 19. Jahrhunderts, Gemälden von Johann Amandus Winck bis Alfons Walde und Kunsthandwerk vor allem eine erlesene Auswahl an gotischen Skulpturen. Figurengruppen, wie der in Lindenholz geschnitzte „Jesus mit den zwölf Aposteln“ von Hans Harder, Tirol/Sterzing, aus der Schaffensperiode von
1465 – 1485 gehören dazu, das im Eisacktal oder in Brixen um 1510 entstandene Relief „Tod Mariä“ in Zirbenholz und die „Reliquienbüste der H. Barbara“ in Lindenholz von Michael Erhart, der von 1469 bis 1522 in Ulm tätig war.
Matthias Wenzel aus Bamberg bringt ein hochwertiges Angebot an Möbeln, Plastiken und Gemälden. Zum Angebot an Möbeln zählt hier ein Tabernakelaufsatzsekretär „à trois corps“ mit allseits bombiertem Weichholzkorpus aus Baden, datiert um 1760. Sein Korpus ist mit Nussbaum furniert und feinsten floralen Schnitzereien dekoriert, die Marketterien in Nussbaumwurzel, Zwetschge, Ahorn und Mooreiche ausgeführt. Die Eisenschlösser und feuervergoldeten Messingbeschläge sind in originalem Erhaltungszustand, der Aufsatz hat eine Zentralverriegelung. Im Bereich Bildhauerarbeiten liegt bei Wenzel der Akzent auf der Gotik. Ein in Lindenholz geschnitzter, auf die Zeit um 1485/90 datierter und mit originaler Fassung erhaltener „Heiliger Sebastian“ aus der Werkstatt von Erasmus Grasser, des wichtigsten Bildhauers der Spätgotik in München, zählt zu den Glanzstücken, wie auch die aus der Epoche der Spätgotik stammende in Lindenholz geschnitzte, knieende „Maria Magdalena“ aus dem Umkreis von Tilman Riemenschneiders.
Ulf D Härtl aus Bamberg zeigt ein Salontischchen mit Chinalackdekoration und Goldbemalung, Ansbach, um 1750, und einen in Rosenholz und Palisander furnierten transitorischen „Table en chiffonnière“ mit Eichenholzkorpus. Das Möbel mit floraler Marketterie aus kolorierten Obsthölzern trägt den Stempel seines Schöpfers „P LACROIX JME“ für Pierre Roger Vandercruse (gen. Lacroix).
Französische Möbel des 18. Jahrhunderts hat auch Christian Eduard Franke für die „Fine Art & Antiques München“ ausgesucht. Eine von Pierre Garnier gestempelte höfische Louis-XV-Kommode, Paris um 1760, hat sich mit den originalen feuervergoldeten Bronzebeschlägen und der ursprünglichen Marmorplatte erhalten. Etwas früher, um 1745, entstand, ebenfalls in Paris, der kleine elegante Sekretär bei Mathieu Criaerd. Auch er trägt den Stempel seines Schöpfers.
Möbel und Skulpturen zeigt außerdem Jan Roelofs aus Maastricht, darunter den „Heiligen Jacob im Eichenwald“, Nordfrankreich, Rouen, 16. Jahrhundert, und einen Walnusstisch auf Balusterfüßen aus Nordspanien, der im 16. Jahrhundert gefertigt wurde.
Albrecht Neuhaus aus Würzburg führt seine Offerte mit einem gestempelten „Bonheur du Jour“ der Transition von Charles Topino an, der ab 1773 als Meister in Paris tätig war, ferner mit zwei bronzenen, feuervergoldeten Feuerblöcken mit Pferden in Levade aus dem Umkreis von Jacques Caffieri, Paris, aus der Zeit um 1730 bis 1740.
Bei Viebahn-Kunsthandel aus Worpswede lockt ein bedeutendes St. Petersburger Möbel aus der Werkstatt des Roentgen-Schülers und in St. Peterburg aktiven Heinrich Gambs, der 1805 entstand.
Der Akzent bei Dr. Schmitz-Avila aus Bad Breisig liegt auf Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Zu diesen gehören ein Paar identische klassizistische Kommoden aus der Mannheimer Werkstatt Peter Schmuckert, um 1820, und ein Paar Bibliotheksschränke, Süddeutschland, um 1820. Lüster und Tafeldekorationen der gleichen Epoche runden hier das Angebot ab.
Antiquitäten Pöll aus Kufstein bietet ein Hinterglasbild mit der „Rast der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten“ von Abraham Sedlmayer (1850 Augsburg – 1685 ebenda) und das Embriachi-Kästchen, Italien, 15. Jahrhundert, dessen Korpus aus Fichte mit figürlichen und ornamentalen Elfenbeinschnitzereien verziert ist.

Abb.XNolte_1Pendule mit Elefanten, Louis XV., um 1750, Joachim Bailly, Meister 1749, feuervergoldete und patinierte Bronze, Zifferblatt und Werksplatine bezeichnet „Bailly Laine à Paris“. Bei Michael Nolte Kunsthandel, Münster.

Uhren
Neuse aus Bremen bereichert das Angebot um eine Tischuhr von Franz Xaver Liebherr I aus der Zeit um 1770 bis 1775, gefertigt in Immenstadt. Das vergoldete Messinggehäuse ist mit silbernen Beschlägen und Gravuren dekoriert. Das weiße Emailziffernblatt hat römische Stunden und arabische
Minuten, Stunden- und Minutenzeiger. Das Werk ist mit
„Xav. Liebherr/Imenstadt“ signiert.
Michael Nolte aus Münster bietet eine auf der Ziffernplatte und der Werksplatine mit „Bailly Laine à Paris“ bezeichnete Louis-XV-Pendule mit einem das Uhrwerk tragenden
Elefanten, ein Werk von Joachim Bailly, nachgewiesen als Meister in Paris seit 1749.

Kunstgewerbe
Fayencen des 18. Jahrhunderts und frühes deutsches Porzellan mit Schwerpunkt Meissen sind die Kernthemen von Langeloh Porzellan aus Weinheim. Für die „Fine Art & Antiques München“ hat Inhaberin Friedel Kirsch ein Kaffee- und Teeservice für sechs Personen aus Böttger-Porzellan von 1723 mit jagdlichen und höfischen Szenen aus der frühen Höroldt-Periode ausgesucht, das das einzige nachweislich erhaltene Service dieser Art ist. In der Manufaktur Meissen entstanden außerdem der oktogonale Teller und die große Schüssel aus dem so genannten Christie-Miller-Service zwischen 1738 und 1741. Das Christie-Miller-Service gehört zu den besonders aufwendig bemalten Meissen-Porzellanen des 18. Jahrhunderts und ist nur äußerst selten auf dem Markt zu finden. Die prachtvolle Dekoration des Services wurde von den besten Malern der Manufaktur geschaffen: Johann George Heintze, Christian Friedrich Herold und Buonaventura Gottlieb Häuer. Auch kleine Manufakturen wie Frankenthal sind bei Langeloh im Programm, diese mit der Gruppe „Okeanos und Thetis“ von 1770. Diese beiden Theaterfiguren von Franz Conrad Linck, dem Hofbildhauer des Kurfürsten Carl Theodor, gelten als Höhepunkte seines Schaffens.
Augsburger Silberschmiedekunst des 18. Jahrhunderts ist mit der Kanne und dem Becken von Johann Conrad Lotter (Meister 1738 – 1766) bei Neuse aus Bremen geboten. Die in Silber getriebenen, gravierten und ziselierten Gefäße tragen beide das Allianzwappen der Familie von Cronstetten und die Bezeichnung „JUSTINA CATHARINE STEFFAN VON CRONSTETT“, darunter die Datierung „1767“. Die in der Bezeichnung benannte Justina von Cronstetten (1677-1766) gründete nach dem Verlust ihrer Eltern das von Cronstetten- und von Hynspergische adelige evangelische Damenstift, das noch heute zu den geachteten selbständigen Stiftungen Frankfurts zählt.

Abb.XIIIRoelofs_1Goldschimmernde Schüssel mit drei blauen Blumen, Spanien, Manisses,
17. Jahrhundert. Bei Jan Roelofs Antiquairs, Maastricht (NL).


Das auf 1743 bis 1745 datierte Augsburger Reisemundzeug von Johann Georg Wohlhaupter, das Antiquités Segal aus Basel mitbringt, ist in seiner originalen lederbezogenen Schatulle erhalten und gehörte nach der Quellenlage dem 1767 in Basel geborenen „General Commissarius in königlich Grossbritanischen Diensten“ in Portugal. Für die glanzvollen Zeiten der süddeutschen Gold- und Silberschmiedekunst steht außerdem der silberne, teilvergoldete Nürnberger Deckelhumpen bei Ségal von Michael Mader, Meister ab 1598. Im Deckel trägt er das Wappen des Johann Faber, der Verwalter im bayrischen Puelach (heute: Pullach) in der Zeit um 1620 war.
Fayencen, Steingut und Silber setzen auch Akzente bei Kunsthandel Esch aus Düsseldorf. Als Tafelzier wird hier eine silberne, innenvergoldete Ausgburger Barock-Deckelterrine mit aufwendigem Rocaille-Dekor des Meister Gottfried Bartermann geboten, ferner Trompe-l´oeil-Objekte aus Steingut und Fayence. Um ein sehr seltenes Formstück handelt es sich bei der Deckelterrine in Gestalt eines Truthahns in Steingut von Le Nove di Bassano (Italien), um 1780, aus der Periode G.M. Baccin. Eine Trompe-l´oeil-Fayence, Niederweiler, zeigt ein Schaugericht mit vierzehn Rettichen und aufgemalten Insekten auf dem Teller und ist auf 1760 datiert. Ein identisches Stück gehört zur Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris.
Ulf D Härtl aus Bamberg bringt einen Harlekinkandelaber mit. Das Modell des sitzenden Harlekin mit Dudelsack stammt von J.J. Kaendler und wurde zwischen 1743 und 1745 in Meissen ausgeführt und als besonderes Luxusobjekt mit einer Bronzemontierung aus Paris um 1750 kombiniert.

Abb.IEitzenberger_1Yatak, Anatolien, Mitte 18. Jahrhundert. Bei Hans Eitzenberger, erlesene und antike Teppiche, Hamburg.

Teppiche
Für die Teppichknüpfkunst stehen auf der „Fine Art & Antiques München“ die Namen Franz Bausback aus Mannheim und Hans Eitzenberger aus Hamburg. Zwei Khotan, Ostturkestan, Zentralasien, aus dem 18. Jahrhundert hat Bausback im Gepäck, ferner einen nordpersischen Seiden-Heris aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und einen Seraphi aus Nordwestpersien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die selten auf dem Markt gebotene chinesische Teppichknüpfkunst ist mit einem auf ca. 1800 datierten Turfan aus Westchina in der Offerte, der in der bedeutenden Ausstellung „Glanz der Himmelssöhne – Kaiserliche Teppiche aus China 1400 – 1750“ im Jahr 2005 im Museum für ostasiatische Kunst in Köln zu sehen war.
Hans Eitzenberger aus Hamburg bietet erlesene antike Teppiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus Anatolien, Trazien und dem Westkaukasus. Zu den Höhepunkten bei Eitzenberger gehört ein Teppich der Moderne. Dies ist ein äußerst selten auf dem Markt zu findender Bauhaus-Teppich aus den Werkstätten des Dessauer Bauhaus, der zwischen 1923 und 1933 nach einem Entwurf von Gunta Stölzl und Benita Koch-Otte unter der Leitung von Paul Klee ausgeführt wurde. Außerhalb bedeutender europäischer Museen sind solche Exemplare kaum mehr zu finden.

Schmuck und außereuropäische Kunst
Die Bereiche Schmuck und außereuropäische Kunst werden von führenden internationalen Händlern wie Seaman Schepps aus New York und den auf Asiatika spezialisierten Kollegen Georg L. Hartl aus München und Hardt & Sons USA, Santa Ynez, Kalifornien und Radevormwald vertreten. Unter den Stücken von Hardt & Sons sind eine bemalte Papageien-Maske in Holz aus Bhutan, datiert auf das 18./19. Jahrhundert, zudem ein Paar ebenfalls farbig gefasste Tanz-Masken aus Westnepal und ein Buddha-Kopf in bemaltem Holz aus Birma, beide aus dem 18. Jahrhundert.

Abb.XVIISeaman_2Armbänder „Rio“ und Ohrringe „Pompadour“ aus Lavastein. Bei Seaman Shepps, New York.

Miniaturen
Das Thema Miniaturen mit Schwerpunkt 18. Jahrhundert vertritt Tom Tavcar aus Pforzheim.
„En miniature“ auf Elfenbein gibt es hier ein „Blumenstillleben“ von Gerard van Spaendonck, ferner ein Porträt Louis XVI, König von Frankreich, von Sainte-Foy aus der Zeit um 1790 zu erwerben. Dazu lockt ein erlesenes Angebot an Tabatieren.


 

 

 

 

Termine und Laufzeit: 22.-26. Oktober 2008
Vernissage:  Mittwoch, 22. Oktober, 17 bis 22 Uhr 
Öffnungszeiten: Donnerstag, 23. Oktober, 11 bis 20 Uhr
  Freitag, 24. Oktober, 11 bis 20 Uhr
  Samstag, 25. Oktober, 11 bis 22 Uhr
  Sonntag, 26. Oktober, 11 bis 18 Uhr

Ort: Haus der Kunst, Westflügel
  Prinzregentenstraße 1
  D-80538 München
  U-Bahn U3 und U6 Station Odeonsplatz

Messebüro:  Expo Management GmbH
  Rosenweg 4
  D-24113 Molfsee
  T. 0049-431-680 380
  expo-kiel@t-online.de

Homepage:  www.fineartandantiques-muenchen.de

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