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Dr. Bernd Hochberger
(l.), Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München, und Polizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer laden zur gemeinsamen Informationsreihe gegen Internetkriminalität ein.

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Cyber-Crime: Schutz vor Gefahren im Internet
Aufklärungsreihe der Stadtsparkasse München und
des Polizeipräsidiums München


Die Stadtsparkasse München und das Polizeipräsidium München starten eine gemeinsame Informationsreihe gegen Internetkriminalität. Unterstützt werden sie dabei von Experten des Landeskriminalamtes Bayern und des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Die Vorträge richten sich an alle Internetnutzer, insbesondere auch an Senioren, Eltern und Pädagogen sowie an mittelständische Unternehmen.
"Das Internet bietet unglaublich viele Chancen, aber eben auch Risiken", erklärte Dr. Bernd Hochberger, für Online-Banking zuständiges Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München bei der Präsentation der Aufklärungsaktion mit Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums München. "Gemeinsam mit dem Münchner Polizeipräsidium hat die Stadtsparkasse München deshalb eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um Münchner Bürger zu informieren und aufzuklären. Wir möchten die Nutzer für die Gefahren sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie sich vor Kriminellen schützen können." Drei von vier Deutschen sind regelmäßig online. Dabei sind die über 50-Jährigen mit rund 15 Mio. die größte Altersgruppe der Internetnutzer, noch vor den Jugendlichen unter 20 Jahren. Gefährdet sind vor allem Nutzer, denen es noch am nötigen Basiswissen im richtigen Umgang mit dem Internet fehlt. Dazu gehören vor allem ältere Menschen oder auch junge Leute, die das Medium zwar technisch beherrschen, die Konsequenzen ihrer Handlungen aber noch nicht immer abschätzen können.
Wie zahlreich die Delikte sind, zeigt die Münchner Polizeistatistik. "Im Jahr 2011 wandten sich Bürgerinnen und Bürger in 4.174 Fällen von Internetkriminalität an die Münchner Polizei", berichtete Schmidbauer. "Die Mehrheit der Straftaten im Internet entfällt auf den Betrugsbereich mit 64,8 Prozent. Hierunter fallen beispielsweise Taten des Warenbetrugs über Verkaufs- oder Auktionsplattformen." Der tatsächliche Umfang dieses Deliktfeldes dürfte indes wesentlich höher liegen, so die Einschätzung der Polizei. Gerade Hackerangriffe mittels Schadsoftware würden nur in den wenigsten Fällen angezeigt. "Während Privatleute diese Störungen häufig als 'Launen der Technik' ohne strafbaren Hintergrund bewerten, fürchten Unternehmen nicht selten einen Imageverlust durch negative Berichterstattung." In Deutschland beläuft sich der Schaden im Zusammenhang mit Computerspionage auf mehrere Milliarden Euro im Jahr. Experten der Polizei und der Stadtsparkasse München geben in Vorträgen Tipps, wie Internetnutzer vermeintliche Gratisangebote und Abofallen erkennen, wie sie den Computer gegen schädliche Viren, Würmer und Trojaner abschirmen und sicher Online-Banking betreiben können.
Eltern und Pädagogen erhalten Hilfe in Zusammenhang mit speziellen Gefahren, denen Kinder und Jugendliche im Internet ausgesetzt sind. So können zum Beispiel Heranwachsende, die zu viele persönliche Informationen preisgeben, Opfer von Cybermobbing und Cyberstalking werden. Auch Urheberrechtsverletzungen beim Download von Musik, Fotos oder Filmen sind oft unterschätzte Risiken mit weitreichenden rechtlichen und finanziellen Konsequenzen. Weil nicht nur große Unternehmen, sondern immer häufiger auch mittelständische Betriebe Hackerangriffen oder Computerspionage ausgesetzt sind, widmet sich ein Vortrag ausschließlich der Sicherheit in Unternehmen. Ein Experte des Bereichs Spionageabwehr und Wirtschaftsschutz des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz klärt auf, wie sich Kriminelle über das Internet Zugang zu Unternehmensdaten verschaffen und wie sich Sicherheitslücken schließen lassen. Die Stadtsparkasse lädt alle interessierten Münchnerinnen und Münchner zu den Veranstaltungen in ihr Verwaltungszentrum in der Ungererstraße 75
(U6 Nordfriedhof) ein und bittet dazu um Anmeldung per Internet auf
www.sskm.de/goto/veranstaltungsreihe oder per E-Mail unter sicherheit-internet@sskm.de. Die Vorträge sind kostenlos.

Termine:
"Sind vernetzte Senioren leichte Beute?"
Dienstag, 15. Mai 2012, Beginn 17:30 Uhr,
Anmeldung bis Montag, 7. Mai 2012

"Hilfe, mein Kind ist online!"
Informationen zum sicheren Umgang im Internet für Eltern und Pädagogen
Dienstag, 22. Mai 2012, Beginn 17:30 Uhr,
Anmeldung bis Montag, 14. Mai 2012

"Tatmittel Internet" - Betrügereien im Internet und was ich dagegen tun kann
Dienstag, 3. Juli 2012, Beginn 17:30 Uhr,
Anmeldung bis Montag, 25. Juni 2012

Sicherheit im Internet für mittelständische Betriebe
Montag, 9. Juli 2012, Beginn 17:30 Uhr,
Anmeldung bis Freitag, 29. Juni 2012

Mit der Veranstaltungsreihe zum Thema Internetkriminalität kooperiert die Stadtsparkasse München nun in einem weiteren Bereich mit dem Polizeipräsidium München. Bereits seit 2005 unterstützt Bayerns größte Sparkasse die "Münchner Initiative gegen Trickdiebstahl" zur Vorbeugung von Trickbetrugsversuchen, hauptsächlich bei Senioren. Die Aufklärungsarbeit ist auch fester Bestandteil der Mitarbeiterschulungen. Kundenbetreuer und Servicemitarbeiter werden regelmäßig über die aktuellen Methoden der Trickbetrüger informiert und erhalten konkrete Hinweise, wie ein Betrugsversuch vereitelt werden kann.

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