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ihre netzzeitung für münchen & bayern
ausgabe 26         sonntag, 24. juni 2007

Sara Gazarek macht für uns Zucchini Brot. Guten Appetit!
Spektakel und Colonial
Das Isarnixen-Logo von isarbote.de - gezeichnet vom Münchner Maler und Karikaturist Franz Eder. Dankeschön!
Komödie im Bayerischen Hof
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MAHAG und Audi - nichts liegt näher!
ROSENSPUR Qualitätsweine und Ars Vivendi Casino Royale Monaco www.spieltac.de

 Sara Gazarek:
 
isarbote.de? I don't speak
 German very well (although
 I took a German class in
 7th grade), but I'm sure
 it's great!              
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Sidewalk Songs & City Stories - New Urban FolkGenialer Sampler
Sidewalk Songs & City Stories - New Urban Folk

Das Trikont Label hat CDs auf Lager, von denen man nur träumen kann. Neuster Genie-Streich: Sidewalk Songs & City Stories - New Urban Folk. Vergesst alles, was ihr bisher an Folk gehört habt und erfahrt staunend, dass es auch noch Folk neben Bob Dylan und Joni Mitchell gibt. Und da sind auch noch ganz verrückte Ohrwürmer dabei. Dazu das ausführliche, informative und nie langweilige Booklet von Martin Büsser – Volxherz, was willst du mehr als dafür schlagen!
Songwriting feiert ein Comeback. Begriffe wie „Neofolk“, „Antifolk“ oder „Weird Folk“ machen die Runde, und längst hat eine Generation das Mikrofon übernommen, die mehr ist als ein Aufguss sind. Ihr Folk ist hybride und unorthodox, nutzt Elemente der freien Improvisation oder die Aggressivität von Punk, bedient sich bewusst dilettantischer Ausdrucksmittel und schafft Kontraste durch das Zusammenspiel von sanften Melodien und drastischen Texten. Der Sampler „Sidewalk Songs & City Stories“ versammelt Künstler, deren radikaler, subversiver Folk-Ansatz nicht nur Gegenposition zum US-Mainstream bezieht, sondern sich auch jeglicher Nostalgie entzieht. Neben Protagonisten der Szene wie Kimya Dawson (The Moldy Peaches), Jeffrey Lewis und Animal Collective präsentiert der Sampler auch einige ihrer Einflüsse wie etwa Jad Fair (Uncle Tupelo) und Daniel Johnston. Der Großteil des Samplers gehört allerdings den noch jungen und zum Teil unbekannten Stimmen. Herausgegeben wird „Sidewalk Songs & City Stories“ vom Autor Martin Büsser („Antifolk – von Beck bis Adam Green“). Und der hat seine Sache mehr als gut gemacht.

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City, YEAH! YEAH! YEAH! City, YEAH! YEAH! YEAH!

Da geht einem das Herz über! Fantastisch.
Das beste deutsche Album des noch jungen Jahres
City, YEAH! YEAH! YEAH!

Yeah, Yeah, Yeah – dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen – gänsehautmäßig. Diese Scheibe geht unter die Haut, die hört man zum fünften Mal und immer lustvoller hört man und fühlt man ... mit. Unbedingt kaufen!
Die Fünf von City sind unverbesserlich. Sie sind unverbesserliche Träumer, auch unverbesserliche Optimisten. Und sie sind unverbesserliche Rock’n’Roller – immer noch, nach 35 Jahren. Alles, was Rockfans von einem guten Album erwarten – knackige Riffs, treibende Grooves, betörende Melodien, Texte zum Nachdenken, zum Träumen und Schmunzeln – bieten City auf ihrem neuen Album „Yeah! Yeah! Yeah!“, das am 23. März veröffentlicht wird. Am 20. März 2007 wird City das neue Album im „ABC – ROCKS“ in Berlin-Köpenick erstmals live vorstellen – dort, wo die Band vor 35 Jahren ihren ersten Auftritt absolvierte.
Am 30. März gibt es das große Jubiläumskonzert im Berliner Tempodrom.

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Lieder & Gesänge Vol. 1Neuste Lieder für und aus dem UNTERGRUND
Rocking Ape veröffentlicht Lieder & Gesänge Vol. 1

Deutschland ist mehr als Grönemeyer und No Angels. Gott sei Dank. Wieviel mehr, das zeigen die Bands auf Lieder und Gesänge eindrucksvoll – ein Hörabenteuer und ein Hörmuss!
Auf Lieder & Gesänge, dessen grafische Gestaltung einem Liederbüchlein aus dem 18. Jahrhundert folgt, zeigt der Untergrund, wie lebendig und kreativ es abseits des Mainstreams zugeht. Von Poprock bis Heavy Metal zeigen hier 46 Bands mit und ohne Plattendeal, was sie drauf haben. Ausgeliefert wird der Sampler in allerfeinster Kartonage als Doppel-CD-Digipack mit einem liebevoll gestalteten und gedruckten 20-Seiten-Booklet. Zu haben ist das gute Stück überall im gut sortierten Fachhandel. Und auch als Download ist der Sampler in allerbester Qualität zu haben. Auf rockingape.de stehen die 46 Tracks in hervorragender Güte als MP3-Files zum Herunterladen bereit. Selbstverständlich ohne störenden und einschränkenden Kopierschutz oder lästiges DRM. Die finale Tracklist der beiden CDs wurde aus hunderten von Bewerbungen zusammengestellt und kann sich durchaus sehen lassen. Die Zielsetzung von Lieder & Gesänge, ein breites Spektrum an musikalischem Output jenseits des Mainstreams abzubilden, wurde erreicht. Here we go:

CD1:
1. Die Logonauten - Gute Nächte, wenig Schlaf 03:19
2. Doggy Style - The Worst Thing I`ve Been Through 02:56
3. Saint Koppschuss - Seele 02:40
4. Das Bidi Bop Popensemble - 2 Dinge 02:44
5. ZSK - Gestorben wird später 02:58
6. Oma´s Zwerge - Zurück zu Dir 02:13
7. Not Available - Get out 04:09
8. The Bandgeek Mafia - Concequences 03:28
9. Loonataraxis - GlobaLies 04:13
10. The Skalls - Drain Away 04:06
11. Sandra Zynda Band - Nicht gut für dich 03:30
12. 3und20 - blablabla 02:53
13. The Popzillas - Timebomb 02:55
14. Scab - Me, myself and i 04:19
15. 14tägig anders - kilomeilenweit 03:48
16. Kind im Magen? - Alles in meinem Herz 03:01
17. Poroes - Nie mehr allein 02:26
18. Tumblin Dice - I.O.U. 03:27
19. Karma Connect - Tonight 03:41
20. Ortsgespräch - Murmeltier 03:28
21. The Dirty Strings - Too Hot 03:22
22. Psychopunch - On the Stereo 03:21
23. StaatsPunkrott - Anfang vom Ende 05:41

Rocking Ape veröffentlicht Lieder & Gesänge Vol. 1CD2:
1. Prisma - Paragon 05:36
2. End of Green - Dead End Hero 03:28
3. Bionic Angel - Pink 03:21
4. Cheeno - The Ruler 03:43
5. May 52 - One sip for a Taste 03:06
6. Bloodflowerz - Damaged Promises 03:46
7. rd19 - The borrowed crown 02:34
8. Grey Room - Come And See Me Fail 03:54
9. Turbo AC´s - Free Ride 03:09
10. Velvet June - Farewell 03:05
11. Ahead To The Sea - Life 02:34
12. Gods on Vacation - Smoke a Lie 04:04
13. Joe Leila - Bob Track 04:06
14. Speedrecorder - Actor without a scene 02:50
15. The Exit Wounds - Creepfreak 02:44
16. Boozed - Fire and Gasoline 02:33
17. Capsized - Would come between us 02:45
18. Stimpack - Wargasm 02:46
19. Holo Tropic Tranz Punx - Asylum 03:07
20. Pete at the Starclub - Clubbing 03:50
21. Last Warning - Save me 03:35
22. The Wicked Chambers - Black Dreams 03:55
23. Pain Management - Remembrance 05:04

Über 150 Minuten Rock’n’Roll aus jedem Genre von Poprock bis Metal, 11,99 Euro Digipack, 8,99 Euro MP3-Download!

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Bar Lounge Classics – Mediterranean EditionRhythmisch relaxen vom Feinsten!
Bar Lounge Classics – Mediterranean Edition

Wer diese Cd auch hört, ist begeistert. Doch braucht’s keinen intellektuellen Überbau, da braucht’s nur ganz unangestrengt Zuhören, easy listening in Reinkultur, aber auf höchsten Niveau!
Seit 2001 hat sich die BAR LOUNGE CLASSICS–Reihe mit den bisherigen 12 Ausgaben einen hervorragenden Namen gemacht! Nun hat Sony BMG die BAR LOUNGE CLASSICS – MEDITERRANEAN EDITION veröffentlicht. Musikalisch bietet BAR LOUNGE CLASSICS – MEDITERRANEAN EDITION einen Querschnitt aus aktuellen und trendigen Nummern im klassisch coolen Chill-Ibiza-Style auf CD1 bis hin zu den feinsten Latin-Lounge-Perlen auf CD2. Auf der im Softmix zusammengestellten Doppel-CD finden sich die neuesten Titel von THE SURA QUINTETT, LEMONGRASS, LYAMBIKO, der bisher unveröffentlichte Titel „WATERDROPS“ von RIVERA ROTATION und viele weitere Lounge/Jazz-Perlen von MOODORAMA, BOBBY BRAZIL, NAOKI KENJI und THE DINING ROOMS im BOOZOO BAJOU REMIX. Durch die Genre-Unterteilung der 2 CD´s (CD1: Cool Chill Grooves; CD2: Finest Latin Lounge) entsteht eine ansprechende relaxte Stimmung für facettenreiche Höhrgewohnheiten!
BAR LOUNGE CLASSICS auf dem COMFORT SOUNDS-Label ist eine der erfolgreichsten Lounge-Marken im deutschsprachigen Raum, die über die Grenzen hinaus für große Aufmerksamkeit sorgt. Das hochwertige, stimmungsvolle Cover lässt auch diesmal wieder keine Wünsche offen, natürlich kommt auch die MEDITERRANEAN EDITION wieder im ansprechenden Digipack auf den Markt!

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Black Cab, Jesus EastPsychedelische Zeitreise
Black Cab, Jesus East

Da schlackern einem die Ohren. Wenn man glaubt, alles schon mal gehört zu haben, muss man spätestens drei Takte später erkennen, so jedenfalls nicht. Was Black Cab auf ihrem zweiten Album abziehen, hat Wiedererkennungswert mit hohen Zukunftspotential.
m das neue Album seiner Band zu beschreiben, meinte Black-Cab-Sänger Andrew Coates: „Wir dachten daran, wie es gewesen wäre, hätte George Harrison seinen Trip nach Indien vorzeitig abgebrochen, um in Berlin mal ordentlich zu rocken.“ Tatsächlich knüpft „Jesus East“ an die Atmosphäre des Debütalbums „Altamont Diary“ an, jener Reminiszenz an die Vorkommnisse des legendären Rolling-Stones-Konzertes von 1969. Vom amerikanischen Geiste der 60er/70er-Jahre inspiriert, bestimmen immer noch raue Gitarren und das charakteristische Elektro- und Industrial-Programming den Sound des australischen Duos. Mit unterlegter Perkussion, subtilen Elektrospielereien und einem Gitarrensound, der an frühe deutsche Psychedelic-Bands erinnert, ist „Jesus East“ mindestens genauso gut wie der Vorgänger, für den die Band international zahlreiche Lobeshymnen erntete. Manche Songs fangen den Geist des Ex-Beatles ein, während Stücke wie „Underground Star“ an den Post-Punk Gary Newmans und „Simple Plans“ eher an die Stone Roses erinnern. Label: Stickman Records.

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Two Friends Keep on swinginTwo Friends
Keep on swingin
Charly Antolini und
Scat Max Neissendorfer -
zwei Ausnahmemusiker
haben sich wiedergefunden

Am Freitag, 11. Mai, 20 Uhr, gastieren Charly Antolini und Max Neissendorfer im Zelt „Das Schloss“ und stellen ihre neue CD "Two Friends keep on Swingin´" vor!
Keep on swingin – Musik machen mit Drive, Spass, Spielfreude und jeder Menge Engagement, das ist die Qualität dieser beiden Musiker-Freunde. Jeder für sich ist ein Meister seines Faches, zusammen zaubern sie Gute-Laune-Swing. Früher schon sind sie gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben zusammen Musik gemacht und Spaß gehabt, als Freunde so manchen Knoten gelöst und nicht nur musikalisch improvisiert. Jetzt sind sie wieder zusammen auf der Bühne und der alte heiße Draht zwischen den Beiden glüht wieder. „Two Friends Keep on swingin'“ – man spürt es, man sieht es ihnen an, und es ist deutlich hörbar: Diese Freunde sind begeistert, dass sie ihre Leidenschaft – den Jazz – wieder zusammen ausleben können. Mit dem neuen Projekt "Two Friends" gehen sie gemeinsam neue Wege auf der Basis der altbewährten musikalischen Qualität. Diese ihre gemeinsame musikalische Leidenschaft hat die neue CD „Two Friends Keep on swingin'“ hervorgebracht. Sie hält, was ihr Titel verspricht: Es swingt, ob es Standards wie „I got rhythm“ von George Gershwin oder „I got a kick out of you“ von Cole Porter sind, oder ob es eine Bearbeitung von Franz Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“ ist. Es swingt, es grooved, es steckt an in seiner Frische, automatisch wippt der Hörerfuß mit, ist in den Bann dieser Gute-Laune-Musik gezogen. Das ist wohltuend melodische Musik, modern, jung, auf handwerklich und künstlerisch höchster Ebene angesiedelt.
Der Bogen der CD-Stücke spannt sich von neuen Arrangements zu altbekannten Standards bis zu neuen, modernen und populären Kompositionen. Es gibt bei den beiden Freunden keine Berührungsängste musikalischer Art, sie sind immer auch offen für Neues. So kann es nicht verwundern, dass sie ihr eigentliches Trio (Charly Antolini an den Drums, Scat Max Neissendorfer am Piano mit Gesang und Andreas Kurz am Bass) in unterschiedlicher Weise erweitern: Einige Stücke ergänzt das Alt-Saxophon von Cora Brunner oder der Backgroundgesang von Birgit Schachtner (Lady Che) und Katrin Neoral (Miss Nightingale). Fast beiläufig wird der Gesang zum Bindeglied zwischen Jazz und Pop. Die beiden Altmeister suchen den Kontakt zu jungen Musikern, binden sie ein und so befruchten sich die Generationen gegenseitig. Das ist Nachwuchspflege in originärster Form, ohne Attitüden. Die Mischung der Stücke ist im besten Sinne eigenwillig wie die Künstler selbst, so dass die CD als ganzes eine sehr eigene Spannung hat. So ist denn auch das letzte Stück darauf mehr als nur ein Song, es ist programmatisch, eine Eigenkomposition von Charly Antolini und Scat Max Neissendorfer „Keep on swingin'“ - wie könnte es auch anders sein!

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XXX - Fett! live - produced by Ali Khan & Nepo FitzSuper!
Sie ist endlich da: XXX - Fett! live - produced by
Ali Khan & Nepo Fitz
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Der Fluch – The Grudge 2Auf DVD: Der Fluch –
The Grudge 2
isarbote.de verlost 3 Exemplare
des Gruselthrillers

Der Fluch wütet noch immer in Tokio! Nachdem schon Teil 1 „Der Fluch – The Grudge“ so erfolgreich war und 188 Mio. Dollar in die Kassen spielte, gibt es jetzt auch den zweiten Teil des Gruselfilms von Japans Kultregisseur Takashi Shimizu und Starregisseur Sam Raimi (Spider-Man) als DVD zu kaufen.
Die Story: Nachdem Karen Davis (Sarah Michelle Gellar) im ersten Teil bereits Todesängste ausstehen musste und die geisterhafte Frauengestalt auch im Krankenhaus weiterhin ihr Unwesen treibt, schickt ihre Mutter Karens jüngste Schwester Aubrey (Amber Tamblyn) nach Tokio, um ihr in der schweren Situation beizustehen. Aubrey möchte die schrecklichen Vorkommnisse aufklären und gerät dabei selbst immer mehr in den Bann des Fluches, der mittlerweile drei weitere Schulmädchen in Tokio heimsucht. Mehr wird nicht verraten, nur soviel: Spannung pur! Wer mehr wissen will, kaufen! Oder mit isarbote.de gewinnen! Schreiben Sie eine Email an
gewinnen@isarbote.de, Stichwort: DER FLUCH. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viele Glück und eine beharrliche Gänsehaut!

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Björk, VoltaZauberklänge von weiß Gott woher
Björk, Volta

Björk wird wohl nie ganz zum Mainstream gehören. Ihre Devise war, ein "vollmundiges" Album zu machen. Das ist ihr gelungen - es macht Spaß, ihr zuzuhören. Tanzbar, durchweg vorwärts gerichtet und absolut optimistisch, mit Einschüben, in denen man Schiffen beim Anlegen und Segelsetzen zuhören kann bzw. dem Klang eines Nebelhorns, dem Geräusch von Meeresvögeln, Regengüssen oder dem Sound eines vorbeirauschenden Zugs begegnet, ist „Volta“, das neuste Kapitel in Björks sich stets wandelndem Karrierefluss, wiederum ein Sprung auf absolutes Neuland. Auf Marschland.
„Die ganze Herangehensweise war dieses Mal anders“, berichtet Björk eingangs über ihr eigenhändig produziertes sechstes Soloalbum. „Im Fall von `Homogenic´, `Vespertine´ und `Medúlla´ gab’s jedes Mal einen klaren Ausgangspunkt, und zwar die Rhythmen... nicht so beim neuen Album. Es war anders, weil ich dieses Mal eher gefühlsmäßig wusste, wo ich mich klanglich hinbewegen wollte. Sonst gab es keine konkreten Anhaltspunkte. Und vielleicht lag es auch daran, dass ich zuvor zwei, drei mehr oder weniger ernsthafte Projekte gemacht hatte, dass ich mich mit den neuen Aufnahmen einfach aus diesen starren Systemen raus bewegen wollte. Letztlich wollte ich mit dem neuen Album nämlich einfach nur Spaß haben –, ich wollte alles geben und etwas Neues probieren.“ So verwundert es kaum, dass ihr neustes Werk gänzlich anders als „Medúlla“ klingt, ihr Vorgängeralbum aus dem Jahr 2004, das komplett aus menschlichen Stimmen gestrickt war. „Ich wollte wieder rhythmischer werden“, berichtet Björk. „Mit `Medúlla´ hatte ich davon Abstand genommen, weil ich nicht zusammen mit der Frage, `Oh, welchen Rhythmus wird sie wohl als nächstes aus dem Hut zaubern?´ in eine Schublade gesteckt und ad acta gelegt werden wollte.“
Interessanterweise nahm Björk die Beats von „Volta“ jedoch erst ganz zum Schluss in Angriff: „Ich hatte eigentlich schon das gesamte Album fertig; und erst zwei oder drei Monate vor der absoluten Fertigstellung konzentrierte ich mich auf ein Puzzleteil, das ich bis dahin noch nicht angefasst hatte: Die Rhythmusfrage musste noch gelöst werden“, so Björk. „Wir hatten ausgiebig mit allen möglichen Arten von Rhythmen herumexperimentiert, aber ich warf die Ideen letztlich immer wieder über den Haufen, weil irgendwie jeder einzelne Beat, den wir programmierten, dann doch zu prätentiös für das Album klang. Es waren gute Beats, keine Frage, aber sie passten nicht zu den Songideen, passten nicht zum Grundgerüst. Und für mich kam auch eine Rückkehr zu den Beats der frühen neunziger Jahre nicht wirklich in Frage – da wäre zu viel Nostalgie im Spiel gewesen, wenn wir mit ganz simplen 808- oder 909-Drummachines gearbeitet hätten. Auch die Idee war eigentlich gut, etwas ganz Klassisches zu machen, einfach und elementar, nicht zu dick aufgetragen... na ja, ich hatte schon alle Bläser-Parts aufgenommen, und auch alles andere war bereits im Kasten – und es fügte sich alles nach und nach zusammen..., und dann sagte ich: Was ich brauche, ist ein Live-Schlagzeuger, am besten einer, der richtig abgeht, der so wild und grobschlächtig an die Sache geht, dass es schon etwas von einem heidnischen Rundumschlag hat und der Sound dadurch eine Art Trancezustand verpasst bekommt.“
Den gewünschten Grad an musikalischer Verwilderung fand sie schließlich auch, und zwar in zwei der heftigsten Underground-Noise- bzw. Jazz-Perkussionisten: dem Sonic-Youth-Gastmusiker Chris Corsano (Cold Bleak Heat, Sunburned Hand of the Man und inzwischen Teil von Björks Live-Band) und Brian Chippendale, der sonst bei Lightning Bolt seine Energie ablässt. Allerdings hat Björk im Verlauf ihrer Karriere immer wieder mit unerwarteten Kollaborationspartnern gearbeitet – man denke an Tricky oder Graham Massey von 808 State, die auf „Post“ (1994) dabei waren, oder an die aus San Francisco stammenden Musique-concrète-Spezialisten Matmos oder den Kult-Filmemacher/Autor Harmony Korine („Kids“, „Gummo“, „Julian Donkey Boy“), die an ihrem „Vespertine“-Album aus dem Jahr 2001 mitwirkten. „Hätte ich 500 Jahre Zeit, würde ich wahrscheinlich mit allen möglichen Leuten kollaborieren“, setzt Björk an. „Andererseits weiß ich auch, dass ein Teil von mir absolut loyal ist was künstlerische Zusammenarbeit angeht. So eine Kollaboration ist etwas viel zu kostbares – daher sollte man es auch nicht übertreiben. Ich denke sogar, dass man sich nur dann darauf einlassen sollte, wenn man auch wirklich absolut davon überzeugt ist, und wenn auch wirklich beide Parteien etwas davon haben. Es muss so eine Art kreatives Gesetz gelten, wenn man kollaboriert: eine Art Naturgesetz, dass keiner den anderen ausnutzt, und dass in jedem Fall etwas Freundschaftliches bei der Arbeit mitschwingt. Ich mache rund 90% meiner Musik im Alleingang, daher ist jede Zusammenarbeit, die ja nicht gerade oft stattfindet, eine sehr besondere Angelegenheit, eine einmalige und absolut wertvolle Sache. Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, muss man sich von den Synergien treiben lassen und alle kreativen Türen offen halten.“
An den Aufnahmen zu ihrem „Volta“-Album waren allerdings noch mehr Gäste als Corsano und Chippendale beteiligt: Auf der internationalen Besetzungsliste tauchen auch das afrikanische Kollektiv Konono N°1 (die im Jahr 2006 den „BBC World Music Award“ bekamen) und der malische Kora-Spieler Toumani Diabaté auf, sowie die chinesische Pipa-Spielerin Min Xiao-Fen und eine zehnköpfige Bläserinnentruppe aus Island. Dazu half auch Mark Bell von LFO, der schon zuvor wiederholt mit Björk gearbeitet hatte, wiederum mit diversen Instrumentalparts und einer Produktion aus –, und obendrein wären da natürlich noch die Stimmen, wobei neben Björk größtenteils Antony (von Antony and The Johnsons) auf dem Album zu hören ist. Auch ist Björks Zusammenarbeit mit dem HipHop-Überproduzenten Timbaland (Jay-Z, Missy Elliott, Gwen Stefani), der zwei Tracks beisteuerte, letztlich gar nicht die große Überraschung, für die man sie halten könnte: „[Timbaland] hat meinen Song `Joga´ schon vor ca. 11 Jahren als Sample verarbeitet, und er hat im Laufe der Jahre immer wieder betont, wie sehr ihm mein Song `Venus As A Boy´ gefällt, den ich schon Anfang der Neunziger aufgenommen habe“, berichtet Björk. „Wir hatten uns wiederholt auf Partys getroffen, und es war klar, dass wir eines Tages zusammenarbeiten würden – die gegenseitige Bewunderung war schon immer da. Na ja, letztlich haben wir viel über eine Zusammenarbeit geredet, allerdings kam es dann doch nie dazu. Nachdem ich nun aber – wie schon erwähnt – zwei, drei sehr ernsthafte Projekte gemacht hatte, fragte ich mich, `OK, wo ist der Spaßfaktor?´ Und dann rief ich ihn an und sagte, `Lass uns mit der Arbeit anfangen.´“
Neben Timbalands Einfluss und einer dezenten Rückkehr zu dem Spirit ihrer Anfangstage, war eine Reise nach Indonesien, die Björk im Januar 2005, also direkt nach dem Tsunami, im Namen der UNICEF absolvierte, ebenfalls indirekt für das durchweg hohe Tempo des neuen Albums verantwortlich. „Es ist kaum in Worte zu fassen – ich kam in einen Ort, in dem zuvor 300.000 Menschen gelebt hatten, wovon nun aber 180.000 tot waren. Die Leute waren immer noch dabei, die Leichen zu bergen, und der Geruch von Leichen und Knochen lag über der gesamten Stadt“, setzt sie an. „Der Tsunami hatte etliche Häuser einfach so weggewischt, man konnte das Fundament sogar noch sehen, und die Einheimischen, mit denen ich unterwegs war, entdeckten schließlich sogar das einstige Lieblingskleid ihrer Mutter im Schlamm... es war schrecklich. `Earth Intruders´ war der erste Beat, den er [Timbaland] mir vorgespielt hat, und schon in dem Moment kamen all die Eindrücke aus Indonesien wieder hoch. Mir kam diese seltsame Idee, dass vielleicht eine Welle aus Menschen, ein menschlicher Tsunami entstehen könnte, der das Weiße Haus einfach so vom Erdboden wegwischt – einfach nur, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Und diese Welle von Menschen blieb dann irgendwie in meinem Kopf hängen, denn letztlich sind wir Menschen nichts anderes als ein einziger Stamm, wenn wir ehrlich sind, und man braucht da auch gar nicht mit dem ganzen religiösen Schwachsinn anfangen! Ich habe das Gefühl, dass alle – oder zumindest etliche meiner Freunde – von dieser religiösen Überheblichkeit echt die Schnauze voll haben. Es reicht. Schluss damit. Wir sind alle verdammt noch mal Tiere, darum lasst uns doch einfach einen universellen Stammesbeat machen. Wir sind Heiden, lasst uns einfach losmarschieren.“
Auf einer Reihe von Songs (u.a. „Pneumonia“, „Hope“) setzt sich Björk konkret mit Fragen der Weiblichkeit bzw. mit dem Feminismus auseinander, wobei sie oftmals sehr persönlich wird. „Sie handeln allerdings gar nicht mal so sehr von mir als Frau, sondern vielmehr von allen Frauen“, kommentiert sie. „Es geht um eine Art Zeitreise, einen Sprung 10.000 Jahre zurück, in eine Zeit, als sie [die Frauen] noch im Einklang mit der Natur lebten – was man schon an kleinen Dingen erkennen kann: Es gibt 13 Vollmonde im Jahr, und den meisten Frauen passiert 13 mal pro Jahr etwas..., doch das Christentum wollte unbedingt 12 Monate einführen, nur um das alles aus dem Rhythmus zu bringen. Darum habe ich mit meinen neuen Songs versucht, gute Vibes für die kleinen Prinzessinnen da draußen zu kreieren. Schließlich gibt es dramatischere Dinge, als einen Glasschuh zu verlieren.“ Mit dem Song „Declare Independence“ knüpft Björk dann sogar explizit an ihre Phase als Teenage-Punk an, wenn sie ihre Zuhörer/innen dazu auffordert, „start your own currency/make your own stamp/protect your language“, um dann die individuelle Unabhängigkeitserklärung einzufordern: „declare independence… raise your flag.“ Gelegentlich kombiniert sie die Themen Revolution, Krieg und Feminismus miteinander, wie z.B. im Song „Hope“: „Der Song ist als Reaktion auf eine Schlagzeile über eine Palästinenserin entstanden, die in ein Krankenhaus gegangen ist, weil sie schwanger war, und dann ging eine Bombe hoch, wobei nur sie selbst ums Leben kam. Die ersten Nachrichten hatten diesen fassungslos-wütenden Unterton: Wie kann man so etwas tun? Eine Schwangerschaft fingieren, eine Bombe als vermeintliches Baby vor sich hertragen? Wie konnte sie so etwas Heiliges wie eine Schwangerschaft für solche Zwecke ausnutzen, um Leute zu töten, wie kann das sein? Zwei Tage später fand man jedoch heraus, dass sie tatsächlich schwanger gewesen war, und dann hat man ihr sofort vergeben, weil sie ihr Kind geopfert hat – allerdings war immer noch offen, wie es sein kann, dass sie keinen Menschen außer sich selbst mit ihrem Attentat umgebracht hat? Eine Reihe von weiteren moralischen Fragen folgte: Hätte es den Tod ihres ungeborenen Kindes gerechtfertigt, wenn sie mit ihrem Attentat erfolgreicher gewesen wäre?“
„Manchmal ist es am besten, wenn man völlig impulsiv handelt“, fügt sie ihrem Kommentar zu „Hope“ hinzu. „Ich schrieb einen ganzen Haufen Texte, und ich wusste nicht einmal, welchen ich davon letztlich benutzen würde, doch schließlich kam `Hope´ dabei heraus. Ich flog dann nach Mali, um Toumani Diabaté zu treffen, und ich hatte drei unterschiedliche Texte im Gepäck, die für den Song funktioniert hätten. Ich wollte es erst vor Ort entscheiden, während der Aufnahmen, weil es etwas gänzlich anderes ist, wenn man sie dann gemeinsam mit anderen Musikern im Studio singt; und letztendlich entschied ich mich für diesen Text, weil die Struktur der Sätze am besten passte. Der Entschluss fiel in letzter Minute, in meinem Hotelzimmer... im absoluten Jetlag-Zustand –, und ich wählte den einen Text tatsächlich nur, weil die Silbenfolge die bessere war.“ Derartige Überschneidungen findet man überall auf „Volta“: „Dull Flame Of Desire“, eine Ballade im Duett mit Antony, wird von Brian Chippendales chaotischem Schlagzeugspiel untermauert; in „I See Who You Are“, einem Song, in dem Björk scheinbar ihre Tochter beschreibt, verschmelzen die zerbrechlichen Sounds von Min Xiao-Fens Pipa-Spiel mit einem Beat von Chris Corsano und einem Bläser-Arrangement aus insgesamt 14 Versatzstücken. Den Text, den Björk dazu singt, kommentiert sie folgendermaßen: „Es geht um das Gefühl, dass die Kinder im einen Moment noch wahnsinnig klein sind, gerade erst geboren, und drei Monate später sind sie schon riesig... es geht alles so unglaublich schnell. Und einem wird dann auch immer wieder klar, wie wenig Zeit einem doch bleibt... Stell dir das Jahr 2099 vor, wenn wir beide schon längst im Grab liegen – das reicht, um zu wissen, dass wir unser Leben besser schon heute genießen sollten.“
Und letztlich verknüpft Björk mit dem eher traurigen letzten Song „My Juvenile“ all diejenigen Fäden, die sie vorher ausgebreitet hat, um zugleich ihre letzten Anmerkungen zu präsentieren; doch was soll „Volta“ den Zuhörern eigentlich sagen? „Es handelt insgesamt davon, dass die Anmaßung der Religionen ein Ende haben muss – ich kann das alles nicht mehr hören. Dazu taucht immer wieder folgender Gedanke auf: Okay, vielleicht sind wir alle ein und derselbe Stamm, und wir alle sind Teil der Natur, aber warum dann mit derartigen Patentlösungen ankommen? Schließlich schreiben wir bereits das Jahr 2007, der ganze Hippie-Dreck hat hier und heute nichts mehr verloren – also kann es nicht um eine wie auch immer geartete Rückkehr zu den Wurzeln gehen, sondern nur noch um einen Marsch in die Zukunft.“

Björk, Volta

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