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peepart-Tagebuch Neonkünstlerin Chris Bleicher mit Kunst für die Umwelt
Die Neon- und Performancekünstlerin Chris Bleicher hat sich zusammen mit Melly Kieweg von der Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ (www.mehrplatzzumleben.de) Großes vorgenommen: München Müllfrei zu machen und den von den Münchnern aus diesem Grund gesammelten Müll für die Umweltinstallation „Christbaum Ade mit Isar-Graffel“ zu verwenden. Wieso „Christbaum ade“? Anstatt den Chris’baum von 2012 (Standort Kunstforum HMP, Hans-Mielich-Platz) zu entsorgen, verwendet ihn die Künstlerin als Basis für ihr Gesamtkunstwerk. Gehen Sie also ab sofort mit offenen Augen durch München, entsorgen Sie den gewöhnlichen Müll und sammel Sie die Kuriositäten, die Sie finden (bis 5 Kilo) für Chris Bleicher. Die erste Kuriositäten-Kunst-Lieferung können Sie schon bald loswerden – und dabei auch noch einen Nostalgie-Rundflug mit der Antonov 2 gewinnen: Beim Isarfest bzw. „Natür-lich Isar“ am 6. August von 14 bis 15 Uhr am Isarfest-Infostand auf der Frühlingswiese (Nähe Reichenbachbrücke). Wer mitmacht, bekommt von der Künstlerin Chris Bleicher eine Losnummer zur Verlosung des Rundfluges. Es werden max. 20 Kuriositäten bis 5 kg am Infostand angenommen, die Chris Bleicher (www.peepart.com) dann für die Umweltinstallation „Christbaum Ade mit Isar-Graffel“verwendet. Für die übrigen kuriosen Fundstücke steht ein Container in der Nähe bereit, auch für diese gibt es eine Losnummer. Die Verlosung ist um ca. 17 Uhr auf der Bühne der Frühlingswiese.
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Sommerfest Halle 2, Melly Kieweg und Chris Bleicher.
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peepart-Tagebuch - Vorgeschichte von Chris Bleicher zum etwas anderen Christbaum-Recycling als Basis für ein Kunstwerk
Melly Kieweg von der Bürgerinitiative Mehr Platz zum Leben lud mich schon mehrfach ein, am Kunstforum HMP, Hans-Mielich-Platz open air eine Skulptur von mir auszustellen. Bei einem Telefonat im Juni 2011 an, bot sie mir an, anstatt des Weihnachtsbaumes 2012 eine Bleicher-Skulptur zu installieren.
Da ich vermutete, dass die BürgerInnen in der Adventszeit anstatt einer Skulptur (egal welcher Art) lieber ihren geliebten Weihnachtsbaum dort vorfinden schlug ich Melly vor, den Weihnachtsbaum 2012 als Basis für ein Kunstwerk zu verwenden, d.h. zu recyceln.
Im Januar 2013 werden von dem "guten Stück" die Äste mit Tannennadeln einfach abgesägt, sodass man skurrile Fundstücke von Münchner Parks am Baum befestigen kann, um damit in der Bevölkerung das Bewusstsein für Müllvermeidung/Recycling zu wecken. Da der Hans- Mielich-Platz in Isarnähe ist, bot es sich von selbst an, für eine saubere Isar, Isarauen und Parkanlagen zu werben. So schrieb ich am 28. Juni 2011 meinen 1. Konzeptentwurf, in den generationenübergreifend der Kindergarten/Hort St. Franziskus und das Caritas Altenheim St. Franziskus (www.caritas-altenheim-st.-franziskus-muenchen.de) integriert sind.
Chris'baum Ade-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Mein 1. Konzeptentwurf kam so gut an, dass uns ein Infostand während des Münchner Isarfestes angeboten wurde. Klar, dass Melly und ich sofort JA sagten. Melly erhielt zwischenzeitlich von Classic Wings (www.classicwings-bavaria.de) einen Rundflug als "Zuckerl" angeboten, um die Bevölkerung zum Kuriositätensammeln zu motivieren. Die Abgabe ist sowohl in begrenzter Stückzahl bei unserem Infostand am Isarfest als auch am eigens vom Amt für Abfallwirtschaft (www.awm-muenchen.de) gesponserten und genehmigten Container in dessen Nähe möglich. Jeder Finder erhält ein Los für die Rundflugverlosung - infos: www.peepart.com/veranstaltungen.html. Zu unserer großen Freude erhielten wir kurzfristig als Schirmherren Joachim Lorenz, Gesundheits- und Umweltreferenten der LH München.
Bis wir alle Genehmigungen zusammen hatten, war es ein Puzzlespiel: Baureferat, Bezirksausschuss 18 Untergiesing/Harlaching, Gartenbauamt, Kulturreferat. Allein sieben Personen von den unterschiedlichsten Stellen waren erforderlich für die Ortsbegehung für den Standort unseres Infostandes (Nr. 18) auf der Frühlings- wiese (Nähe Reichenbachbrücke) sowie zur Aufstellung des Containers am Isarfest für unsere Fundstücke. Da es sich bei der Frühlingswiese um ein Naturschutzgebiet handelt, darf der Container nur im öffentlichen Raum stehen - glücklicherweise fanden wir gleich in der Nähe von unserem Infostand ein geeignetes Plätzchen.
Zwischendurch schnell den Flyer-Text zusammenstellen, den ich dann mit Margit vom Fotofachlabor Profex (www.fotofachlabor-profex.de) in ihrem neuen Geschäft in der Fürstenrieder Str. 81 in grafische Form bringe. Danke Margit für Deine große Geduld und Überstunden!
Super, dass Andrea und Peter Pollak von www.isarbote.de über das Kunstprojekt berichten! DANKE!
Chris'baum Ade- Infostand beim Isarfest Mein Biennale-Sponsor Robert Sölch (www.werbetechnik-soelch.de) sagte spontan zu, für unseren Infostand ein Banner zu sponsern und schickte uns seinen ersten Entwurf auf der Basis unseres Flyers. Dazu ging er eigens in die Münchner Isarauen, um von der Isar Fotos zu schießen, wie sie nicht allgemein üblich aus dem Internet herunterzuladen sind. Mit dem schönsten Ergebnis ist unsere Bannerschrift fotografisch hinterlegt.
Es läuft alles wie am "Schnürchen" - einem namhaften Zeltsponsor bekamen wir auch: Bavaria Zelte (www.bavaria-zelte.de). Von den anderen Sponsoren berichte ich später.
Chris'baum Ade-Werbung für saubere Natur und Rundflug-Verlosung Von den Damen des AMW erhielten Melly und ich eine Einladung zu ihrem Halle 2-Sommerfest, wo sie uns freundlicherweise den "Bio-Toni" borgten, wo wir bei unserer Fotoaktion viel Spaß damit an der Isar hatten - zu zweit war es für Melly und mich zwar eng in der Tonne - gut, dass wir schlanke Mädels sind...
Ohne Werbetrommel rühren geht bekannterweise ja gar nix: Also Hemdsärmel hochkrempeln und los gehts: Die Flyer kommen gerade noch rechtzeitig vom Druck, sodass wir diese beim Selbsthilfetag am Münchner Marienplatz verteilen und bereits erste Interessenten für unser Projekt gewinnen können.
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Chris'baum Ade - zwei Tage vor Isarfest Melly und ich führen 1 Trillion Telefonate und auch die Kommunikation zwischen uns klappt glänzend. Dank Wertstoffhof konnte ich bereits Tage zuvor gerecycelte Styroporplatten für die Infostand-Deko einsammeln - danke an die freundlichen Männer dort! Schnell mit dem Teppichmesser ein Christbaum im Stil meines flyer-Chris'baums ausgeschnitten (für eine Besorgung eines Styroporschneidegerätes reicht die Zeit nicht mehr): Ich und meine Umgebung sind schnell von kleinen Styroporkügelchen übersät - überall kleben sie statisch fest. Abhilfe schafft nur ein Staubsauger, der das Zeugs wegfluppt. Da nicht jeder Kleber styroportauglich ist, mache ich einen Schnelltest - naja, könnte gehen, er zieht das Styropor zwar etwas auf, aber die beiden Teilchen kleben - also rauf mit dem Kleber auf den ausgeschnittenen und bemalten Chris'baum und auf den grün/blauen Untergrund geklebt - die Zeit drängt! Das war der Satz mit X - da ich mehr Klebemasse verwendete als beim Test, fraß mir der Kleber nun doch die Löcher ins Styropor, die ich vermeiden wollte. Riecht alles sehr chemisch und ungesund, also raus vor meine Wohnungstüre, die zugleich Haustüre ist zum Auslüften auf der Wiese. Zu dumm, dass ich nun nochmal einen neuen Chris'baum ausschneiden muss mit der o.g. Styroporkügelchen-Arie. Zum Glück reicht die pink Farbe noch für's Bemalen. Geklebt wird nun mit doppelseitigem Klebeband, hätte ich gleich machen können, weshalb nicht, keine Ahnung ... Schnell noch ein paar Infos draufgezaubert und fertig ist die Infostand-Deko aus Recyclingmaterial. Ungeplant ist damit eine Nachtschicht draus geworden, aber ich freue mich trotzdem über meine Kunstwerke, die vorerst nur Dekozwecke erfüllen. Sollten Sie am Ende des Projektes noch heil sein, was ich hoffe, werde ich sie signieren und für einen guten Zweck spenden/versteigern oder was auch immer.
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Chris'baum Ade - letzter Tag vor dem Isarfest Erste Presseberichte sind bereits erschienen und weitere folgen. "Bayern 1 - Mittags in München" brachte heute ein Interview mit mir (Chris Bleicher) zum den Inhalt des Kunst- und Umweltprojektes, das morgen beim Isarfest startet und schickt uns am Samstag eine Dame zum Radiointerview an den Infostand.
Der Zeltsponsor kann nicht wie geplant ein 3 x 3 m Zelt morgen um 7 h aufstellen und anliefern, da er seine Mannschaft anderweitig benötigt. Als kleine Entschädigung stellt er dafür ein 4 x 4 m Zelt zur Verfügung, was uns sehr freut - wir müssen es jedoch selbst abholen.
Melly organisiert das kurzfristig mit Freunden und ich soll nun morgen mit einem jungen, hilfsbereiten Mann namens Anselm dem Zelt auf die Beine helfen, sprich: es aufstellen - keine Ahnung wie das geht - es soll es sehr einfach sein wird mir gesagt. Ich verabrede mich mit Anselm in Form eines "blind dates" morgen um 6.15 h vor Haus Nr. 35 in der Eduard-Schmid-Straße! Herr Geier vom Baureferat wird Anselm und mir dann mit einem Wägelchen bei der Anlieferung der Zeltteile behilflich sein, denn der Container steht nun woanders als ursprünglich bei der Ortsbegehung geplant! (Die Damen und Herren der diversen Referate sind sehr hilfsbereit und unterstützen uns, wo sie nur können - wir sind Ihnen dafür sehr dankbar!).
Um 13 h soll heute der Container angeliefert werden - irgendeine innere Stimme sagt mir, dass ich schon früher da sein soll; also bin ich bereits um 12.30 h vor Ort und sehe den riesigen LKW schon in Warteposition um den Container abzuladen. Melly kommt auch gerade dazu und wir klettern schnell den Fahrerbock hinauf für ein lustiges Foto.
Aber der Ernst des Lebens holt uns schnell ein: Trotz der aufgestellten Parkverbotsschilder die Melly über das KVR besorgte parkte ein unachtsamer Mitbürger sein Kfz auf dem reservierten Platz, sodass der Container nicht abgeladen werden kann. Die Zeit drängt, die Polizei wird gerufen, kann den Halter zwar ermitteln, jedoch nicht telefonisch erreichen. Die Polizei erklärt uns die Sachlage: Da Melly zwar Dokumentations-Fotos Tage vorher von den parkenden Autos machte, jedoch die Nummernschilder nicht in einer Liste zusammenfasste, würde ein Abschleppen des Kfz auf unsere Kosten gehen, die wir dann vom Halter einklagen müssten. Das Risiko ist uns zu groß, da ist guter Rat teuer. Die Mienen der Anwesenden verdüstern sich, jeder denkt nach, die Lage scheint aussichtslos. Da kommt mir die Idee, die Stadtgärtnerei um die Ecke in die neue Stellplatzsuche einzubeziehen. Glücklicherweise ist Herr Seemüller gerade da und wir finden DIE Lösung: Einen geeigneten Abstellplatz in dem Areal der Stadtgärtnerei, Eduard-Schmid-Str. 36. Glück gehabt - kleiner Nachteil: Für Personen, die skurrile Fundstücke abgeben möchten, ist der Weg dorthin länger und schwieriger zu finden - es müssen also noch Hinweisschilder geschrieben werden, was Melly übernimmt.
Dann noch der übliche organisatorische Kleinkram, bis ich dann um 19.30 h in der Müllerstraße 43 aus dem UG (wo sich meine open-end- Ausstellung "Lichtvolle Energie" befindet) den Lastenaufzug mit den Infostandutensilien belade. Drei hilfsbereite Männer und ein superheißer Harley Davidson Pickup - da geht das Einladen flott und alles passt. Fahrt zum Container, ausladen und zuhause Isar-Ade-Tagebuch für isarbote.de-Leser schreiben und die Fotos des Tages sichten - es wird eine kurze Nacht, denn der Wecker klingelt bereits um 4.45 h morgens ...
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Folge 3 von Chris Bleichers Tagebuch
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Zeltaufbau am Tag des Isarfestes Da ich mit Anselm als Helfer zu zweit frühmorgens ohne Erfahrung ein 4 x 4 m Zelt für den Infostand aufbauen sollte, verabredeten wir uns bereits um 6.15 h morgens: Plötzlich klingelt mein Handy und weckt mich - es ist Anselm, ich habe verschlafen! Da gilt es, Ruhe zu bewahren: Per Handy beschreibe ich ihm den Weg zum Container, wo das Zelt am Abend zuvor eingelagert wurde, werfe mich in Sportklamotten und radle mit Isarfest-Outfit-Tüte dorthin. Anselm wartet schon mit den Zeltteilen. Zum Glück kommen gerade zwei Herren vom Baureferat vorbei, die uns den Standplatz anweisen und sogar noch beim Aufbau mithelfen. Kaum, dass der Infostand fertig ist, kommen auch schon erste Besucher mit skurrilen Fundstücken. Schnell ziehe ich mich im Container in mein farbenfrohes Künstler-Outfit um. Barbara Liegl ist mir ihren Isarnixen in unseren Infostand integriert und wir beide freuen uns sehr, uns nach so langer Zeit wieder zu sehen: Die Isarnixen (www.isarnixen.de) performten 1999 bei meinem Millenniumprojekt "Lichtblick" mit Sonnentanz und Stehprobe vor der Kulisse des Münchner Westpark-Sees.
Wieso „Chris'baum Ade“? Anstatt den Christbaum 2012 nach Weihnachten zu entsorgen, verwende ich ihn als Basis für mein Gesamtkunstwerk mit Neoninstallation: Im Januar 2013 werden vom ca. 7-8 m ausgedienten Christbaum die nadeligen Äste abgeschnitten, damit am verbleibenden Stamm die bis dahin gesammelten Raritäten (bayrisch "Graffel"), die in der Münchner Natur gefunden wurden, befestigt werden können.
Um möglichst lange Spaß und Freude an der Sammelaktion zu vermitteln und mehr Umweltbewusstsein zu wecken, hatte ich die Idee zu diesem Kunst-/Umweltprojekt, das sofort großen Anklang fand und bereits maßgeblich u.a. vom Kulturreferat, Baureferat, Gartenbauamt sowie AWM Abfallwirtschaftsbetrieb München sowie namhaften Sponsoren unterstützt wurde. Mit verschiedenen, auch Aktionen, in die auch Kinder, Jugendliche und Senioren generationenübergreifend integriert sind (siehe www.peepart.com/Veranstaltungen.html) werden künftig Münchner BürgerInnen motiviert, mit offenen Augen durch die Isarauen und Parks zu spazieren und dort entsorgte skurrile Fundstücke bis max. 5 kg (keinen gewöhnlichen Müll) einzusammeln. Abgabemöglichkeit ist bei Chris Bleicher's Open-End-Ausstellung "Lichtvolle Energie" Nähe Sendlinger-Tor-Platz (nur nach telefonischer Terminvereinbarung 11-22 Uhr, 089-264142), sofern Chris das "gute Stück" für ihren "Chris'baum Ade...!" verwendbar erscheint.
Die erste Kuriositäten-Kunst-Lieferungen gab es bereits beim Isarfest, wo als "Zuckerl" für Umweltbewusste ein Nostalgie-Rundflug mit der Antonov 2, der von einer Fundstücksammlerin gewonnen wurde, verlost wurde. Auch Kinder brachten mit leuchtenden Augen ihre "Schätze" vorbei wie beispielsweise ein kleiner Junge eine demolierte Gießkanne, die wohl schon lange im Freien lag, so wie sie aussah. Die von der Neonkünstlerin entgegengenommenen Skurrilitäten werden beim Gartenbauamt zwischengelagert. Für ein sporadisches Tagebuch fotografiere und dokumentiere ich alle Aktionen, während des gesamten Projektzeitraumes.
Rundflugverlosung Die Gewinnerin des Rundfluges ist Inge Schwarzenbach, die sich sofort mit Andreas Wild, dem Piloten von Classic Wings (www.classicwings-bavaria.de) glänzend versteht. Fast zu Tränen rührte mich eine Dame, die liebevoll einen Stein in Herzform brachte, der dem Kunstprojekt Glück und Positives bringen soll. Spontan kommt mir die Idee, dieses kleine Herz später als Christbaumspitze zu verwenden, denn die LIEBE soll über allem stehen!
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Politikerbesuch an unserem Infostand "Chris'baum Ade mit Isar-Graffel!" Personen von links nach rechts: Vorsitzender der CSU- Stadtratsfraktion Josef Schmidt, Melly Kieweg, Vorsitzende Bürgerinitiative "Mehr Platz zum Leben"), Staatsminister für Unterricht und Kultus Ludwig Spaenle, Chris Bleicher (Neon- und Performancekünstlerin), Umweltreferent Joachim Lorennz und Stadträtin Sabine Nallinger, Bündnis 90/Die Grünen.
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Anselm, Zeltteile und mein Radl: Und das soll ein Infostand werden?
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Chris Bleicher mit Rechtsanwalt Claus Leierseder.
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Chris Bleicher & Anselm - Das isarbote.de-Banner erhielt einen Ehrenplatz!
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Melly Kieweg und Chris Bleicher (rechts) beim Chris'baum Ade- Fundstücke-Abtransport.
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Folge 4 von Chris Bleichers Tagebuch
Die Freude ist groß über die ersten brauchbaren Raritäten für Chris'baum Ade. Der 20 Kubikmeter-Container samt Inhalt wurde wie geplant vom Abfallwirtschaftsbetrieb München (www.awm-muenchen.de) abgeholt. Die Kuriositäten, die direkt am Isarfest-Infostand abgegeben wurden, sollte ein freundlicher Helfer mit seinem schicken Harley Davidsen-Pickup in der Sachsenstraße im Areal neben Halle 2 abgeben. Als ich ein paar Tage später nach diesem Langzeitlagerplatz sehen möchte, weiß niemand Bescheid; auch in Halle 2 suche ich vergebens nach den Chris'baum Ade-Sachen! Kaum zu glauben aber sie sind nicht mehr auffindbar! Zum Glück habe ich den kleinen Herzstein und das erste abgegebene Fundstück - eine demolierte Gießkanne, die ihre bessere Zeiten hinter sich hatte - separat aufgehoben und das Projekt dauert ja noch länger ... Freuen Sie sich auf die nächste Folge in einer Woche bei isarbote.de!
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Chris Bleicher mit ersten Fundstücken für das neue Kunstprojekt.
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Chris'baum Ade mit Isar-Glump! Rundflug mit glücklicher Gewinnerin in der Antonov 2
(Anmerkung der Redaktion: Weshalb auf einmal Isar-Glump anstatt wie bisher Isar-Graffel? Nachdem Chris Bleicher das Kunstprojekt ab sofort alleine weiter führt, entschied sie sich zu einer kleinen Namensänderung, um den Unterschied zu verdeutlichen).
Wie die meisten isarbote.de-Leser bereits wissen (danke liebe Andrea und lieber Peter Pollak), war bereits der Start beim Münchner Isarfest super erfolgreich: Zahlreiche Münchner BürgerInnen brachten voller Freude ihre kuriosen Fundstücke zu meinem Infostand. Auch Inge Schwarzenbach, die in Kürze ihre vierjährige Ausbildung zur Yogalehrerin beendet, kam vorbei und brachte ein altes Bügeleisen, das die Münchner Natur „verschandelte“. Sie hatte damit Glück und wurde zur Gewinnerin! Jeder, der ein skurriles Fundstück bei mir abgab, erhielt ein Los für den begehrten Nostalgie-Rundflug von Classic Wings mit der Antonov 2. Andreas Wild, Pilot dieses größten Doppeldeckers der Welt, freute sich umso mehr über die sympathische Gewinnerin, da sie früher Privatpilotin war.
Umso größer war die Überraschung war für mich, als Inge Schwarzenbach mich als Begleitperson einlud und einen extra Sitzplatz buchte. Die gemeinsame Fahrt zum historischen Flugplatz Bad Wörishofen verging „wie im Flug“; von hier startete der russische Doppeldecker zum Rundflug über das oberbayerische Fünfseenland und Kloster Andechs. Das Wetter ist traumhaft, die Stimmung – auch der Mitflieger – großartig! Schnell noch vor dem Start ein antialkoholischer Drink für das Erinnerungsfoto und ab geht's in die Lüfte. Es ist ein herrliches Gefühl und die Aussicht zwischen den Tragflächen hindurch auf die Seenlandschaft ist grandios. Mit meiner Kunstaktion „Chris'baum Ade mit Isar-Glump!“ möchte nicht nur im Münchner Raum Umweltbewusstsein schaffen, sondern generell Menschen für den Erhalt der Natur sensibilisieren. Seit rund 20 Jahren setze ich mich mit meinen Aktionen (auch im außereuropäischen Ausland) immer wieder für den Erhalt der Natur in Verbindung mit Technik ein. Denn: „Ohne Technik geht es nicht, aber ohne intakte Natur geht auf Dauer gar nix!“
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Chris Bleicher, Dia de los muertos.
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Schon als 16-jährige besuchte ich gemeinsam mit meinem Vater Vorträge im Deutschen Museum über Aerodynamik. Vermutlich deshalb „flog“ mir meine Serie „Himmel, Wolken und metallische Körper“ wie von selbst zu, bei der ich in meine Neon Bild Objekte (Bilder, die Malerei, plastische Elemente und Neonlicht verbinden) Original-Flugzeugteile integriere. Zu sehen sind diese Werke u.a. in meiner Open-End-Ausstellung „Lichtvolle Energie“ Nähe Sendlinger-Tor-Platz nach vorheriger Anmeldung, Tel. 089-264142 oder www.peepart.com.
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Chris Bleicher, Heavy Metal in the Sky.
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Wichtig ist mir, dass diese Teile nicht von abgestürzten Flugzeugen stammen, sondern nur auf normalem Wartungsweg ausgetauscht wurden. Um sich an einer intakten Natur erfreuen zu können, ist dringend Umdenken notwendig; das fängt im Kleinen an wie beispielsweise Müllvermeidung & Recycling, auf die Sauberkeit der Natur achten, die Art der Herstellung von Produkten beim Einkauf (oder besser noch vorher) zu hinterfragen und vieles mehr, damit wir den nächsten Generationen und Tieren einen lebenswerten Planeten hinterlassen. |
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Großartige Stimmung: Inge Schwarzenbach (links) und Chris Bleicher während ihres Nostalgie-Rundflugs.
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Das Cockpit ist in blaues Licht getaucht.
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Chris Bleicher (Neon- und Performancekünstlerin mit eigener Hut-Kreation mit Ali Khan, backstage im "Bachbett" anlässlich seiner KhanCouture Modenschau.
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Isarfischer-Rama Dama und KhanCouture an der Isar und im Bachbett
Frühmorgens um 8 Uhr trafen sich die Münchner Isarfischer (www.isarfischer.de), der BdP (Bund der Pfadfinder und Pfadfinderinnen, www.albatrossolln.de) und umweltbewusste Freunde auf dem Parkplatz der Floßlände in Thalkirchen. Das für mich neue Prozedere verlief so, dass die "Rama Dama"-Leute mit Handschuhen und Müllsäcken "bewaffnet" ausschwärmten, und sich dabei fleißig bückten, um Liegengebliebenes einzusammeln. Danke an Willi Ruff, 1. Vorsitzender des Isarfischer-Vereins, dass er mir den Tipp gab, direkt vor dem Container auf die Raritäten zu warten, denn hier sind - wenn die vollen Mülltüten abgegeben werden - die größten Chancen, etwas Brauchbares für meinen "Chris'baum Ade..." zu ergattern. Ein besonderes Schmuckstück meiner Chris'baum-Raritäten-Sammlung ist schon jetzt ein riesiges Hufeisen, das - der "Schuhgröße" nach - einem Brauereipferd gehörte. Ein Pfadfinder brachte mir einen grossen Fischkopf mit Geruchsentwicklung... für meine Sammlung zwar ungeeignet, aber dennoch bemerkenswert! Für unbrauchbaren Müll beim "Rama Dama" stellte das AWM einen Großcontainer zur Verfügung. Wer beim "Rama Dama" verhindert war, seine Kuriosität abzugeben, kann gerne mit mir per email: chris@peepart.com einen anderen Termin vereinbaren. Zum Ausklang des "Rama Dama" besuchte ich mit meinem selbst kreierten Fisch-Hut - passend zum Tagesthema dekoriert - Ali Khan's ROYAL EVENT (www.kingdomofkhan.de) im "Bachbett" (einem in-Lokal, das nach seinem Ursprung, einem richtigen Bachbett, benannt wurde), wo Rudolf Berger mit einer Modenschau schicke KhanCouture präsentierte und Ali Khan mit seinem berühmten Sound das Publikum rockte.
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Oliver Leffler, Leiter des BdP (Bund der Pfadfinder und Pfadfinderinnen) und Chris Bleicher (im Vordergrund) mit eigener Hut-Kreation mit Isarfischen.
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Chris Bleichers Arzt und wehende Röcke auf dem Weg nach Bella Italia!
Nach der erfolgreichen Fundstückesammelaktion bei "Rama Dama", Khan-Couture an der Isar und im Bachbett trat etwas nicht Vorhersehbares, Unberechenbares ein, sodass ich mich frage: "Hat mir der Arzt das verordnet?" Da ich mit einem klaren NEIN antworte, klappe ich vor meiner Ausstellung auf der BIENNALE Florenz mein Kunstprojekt-Tagebuch "Chris'baum Ade mit Isar-Glump!" zu und mache mich mit wehenden Röcken auf nach Bella Italia! Die Vorbereitungen laufen weiter auf Hochtouren und die isarbote.de-Leser dürfen schon jetzt auf neue Tagebuchseiten gespannt sein! Meine großzügigen Kunstprojekt-Sponsoren bitte ich inzwischen bis zu meiner Rückkehr um Geduld!
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29. November 2011 - Letzter Tag vor Abreise mit "wehenden Röcken" Heute darf ich den geschätzten isarbote.de-Lesern mein neues peepart-Tagebuch vorstellen: peepart - Was ist das? Es handelt sich um meine markenrechtlich geschützte Wortschöpfung im Rahmen meines LiveCam-Kunstprojektes "peepart", das ich als erste Künstlerin in Deutschland im Jahr 2000 führte. Mehr dazu hier. Das Wörtchen "peep" heißt im Englischen "beobachten" und hat nichts mit peepshow zu tun, was anfangs viele meinten: peepart = Kunst beobachten, so einfach ist das! Nachdem meine Tagebuchleser (dank Andrea & Peter Pollak, die Herausgeber von isarbote.de) aktiv an meiner Kunst und -events teilnehmen, denke ich, dass peepart als Tagebuchtitel bestens passt.
9.oo Uhr: Noch beginne ich den Tag relaxt, aber das ändert sich schnell, als ich mittags feststelle, dass ich mit meinem neuen UMTS-Stick von Vodafone diesen irgendwie nicht ans Netz bekomme; Telefonate hin und her mit irgendwelchen Vodafone-Hotlines, -Helplines und was auch immer: Die Antworten auf dieselben Fragen widersprechen sich.
Nachdem ich meinen langjährigen und treuen PC-Mann Christian, der mich all die Jahre PC-technisch pimpte (danke lieber Christian!) nicht erreichte, sind meine Nerven aufgrund zahlreicher Telefonate mit Vodafone-Hotlines, -Helplines & Co. bereits arg strapaziert. Schließlich rufe ich Cuius Blochin, den Händler von www.saveonroaming.net, an, den mir Christian für eine günstige italientaugliche SIM-Karte empfahl. Von Herrn Blochin erhielt ich dann den entscheidenden Tipp, ich solle klären, ob mein Stick SIM-Lock-frei ist oder nicht! Nachdem die Telefonorgie mit Vodafone wieder nur Widersprüchliches ohne definitive Antwort zutage förderte, fahre ich mit dem Corpus Delicti - vor meiner Abreise habe ich ja nichts Besseres zu tun - in die Münchner City zum Vodafone-Laden, wo ich das gute Stück erwarb. Dort behaupten zwei Herren mit Dackelblick: Der gekaufte Stick ist SIM-Lock-frei! Wo das steht, frage ich - denn es steht nirgendwo etwas diesbezüglich - meinen die beiden wieder unisono: Das wüssten sie! Wie im Micky Maus-Film!
Endlich zuhause nochmal Rundruf bei Vodafone & Co., bis sich herausstellt, dass grundsätzlich ein Vodafone-Stick 2 Jahre gesperrt ist für andere SIM-Karten. Und das nicht ohne Grund: Vodafone verlangt in Italien für 24 Std. Netzzugang mit nur 50 MB 14,95 € täglich, reichen die MBs nicht, erhöht sich der Betrag um weitere 14,95 oder entsprechend mehr, wohlgemerkt pro Tag! Das ist modernes Raubrittertum. Bei rd. 14 Tage Italienaufenthalt mit Tagebuch-Schreiben wäre es dann wohl kostengünstiger, sich mit einem schicken Drink in eine Hotel-Lobby mit W-LAN-Anschluss zu setzen ...
Als ich mich bereits mit meinem Schicksal, d.h. teurem Vodafone-Tarif und/oder einer Hotel-Bar angefreundet habe, erhalte ich von Cuius Blochin per email noch einen "heißen Tipp": Ich soll mir den Fonic-Stick bei Aldi besorgen, mit dem funktioniert es immer, meint er - ob ich mir das morgen noch antue, weiß ich heute nicht. Jedenfalls ging mit obigem mein PR-Tagesprogramm für Florenz gründlich baden. Trotzdem erhielt ich bereits zwei Zusagen für Veröffentlichungen - und wie immer kommt das Beste zum Schluss:
Ein langjähriger lieber Freund und großer Sammler meiner Kunstwerke, Dr. med. Harald Kuschnir, kauft am Abend vor meiner Abreise für seine edle Schönheitschirurgiepraxis in München-Grünwald mein neuestes Kunstwerk "Träumen vom Himmel auf Erden". Da es für die BIENNALE Florenz vorgesehen ist, kann ich es trotzdem mit seiner freundlichen Genehmigung dem Publikum dort präsentieren. Da Harald meine Kunst liebt und schätzt, freue ich mich sehr, dass das Meisterwerk in seine guten Hände kommt. Ein Zuckerl für ihn ist, dass es durch die Ausstellung auf der BIENNALE Florenz - mit rotem Punkt - noch eine weitere Wertsteigerung erfährt.
Die Nacht ist kurz, gehe um 2 h morgens ins Bett - habe ich alles und nix vergessen? Ohne geschlafen zu haben stehe ich um 5.30 h wieder auf, um diesen Tagebuch-Text zu schreiben.
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29. November 2011 - Abfahrtstag: Sammlerglück und wehende Röcke Nach max. 2 Std. Schlaf bin ich schon wieder auf den Beinen. Schnell erledige ich einiges, bevor ich zu Harald in seine noble Praxis http://www.aesthetic-profile.de/ fahre, damit ich mich noch persönlich von ihm verabschieden kann, bevor ich mit seinem Bild heute Abend nach Trento düse, wo ich im Aerhotel www.aerhotel.it übernachte - danke meine liebe Freundin und Sponsorin Prinzessin Maria Fede Caproni!
Schnell noch beim pc-Großmarkt vorbei - da dieser keinen fonic-Stick hat, erwerbe ich sicherheitshalber zusätzlich zu meinem vodafone-Stick noch einen Stick von mobilcom. Wenn es so weiter geht, mache ich demnächst eine Stick-Großhandlung auf ... Glücklicherweise ruft mich genau zum richtigen Zeitpunkt Cuius Blochin an, um zu fragen, auf welchem technischen Stand ich bin und hilft mir bei der Konfiguration. Dass es heutzutage noch solche liebevolle und qualifizierte Kundenbetreuung gibt, ist einfach wunderschön, vor allen Dingen, wenn sie so unerwartet kommt! Mein lieber PC-Mann meldete sich inzwischen auch, aber da war ich dank Herrn Blochin schon technisch aufgerüstet, sodass das Tagebuch nun täglich online gehen kann - im Gegensatz zum teuren Vodafone-Tarif bei saveonroaming.net für schlappe 25 € gebucht für ein Monat: Absolut empfehlenswert! Ein großes Dankeschön an beide "PC-Männer"!
Nach letzten Telefonaten ist es mittlerweile schon 16.30 h und die Zeit läuft; um 18 h bin ich endlich beim Autovermieter und stelle fest, dass der reservierte Transporter eine viel zu kleine Ladefläche hat. Ein freundlicher Mitarbeiter von www.buchbinder.de macht nach längerem hin- und her telefonieren doch noch das Wunder wahr und händigt mir einen passendes Fahrzeug aus. Super! Nach den stressigen Tagen packe ich nun in Ruhe meine "sieben Sachen" und auf geht's Richtung nächtlichem Süden!
30. November 2011 Nachdem ich nachts zuvor nur eine Mütze Schlaf abbekam, schien die 3,5 stündige Fahrt nach Trento endlos. Das Leih-Navi ist "tot", sodass ich mich auf ein Notizen und mein "Gefühl" bzgl. Anfahrt zum Museum Caproni mit Aerhotel www.aerhotel.it verlassen muss. Glück gehabt, dass ich die richtige Abfahrt auf Anhieb finde. Neon Bild Objekte & Co. noch auf's Zimmer bringen: Um 1 h morgens liege ich endlich im Bett - ausschlafen ist angesagt!
Bis ich mich auf die Piste Richtung Forcoli mache, ist es bereits 1 Uhr. Die Regieanweisung von Cesarina ,wie ich zur Piazza Brunner in Forcoli komme, ist hilfreich, jedoch nicht perfekt, sodass ich manchmal etwas unsicher bin, ob ich "noch richtig" fahre. Dass sich diese Strecke 5,5 Std. in die Länge zieht mit Baustellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und LKWs in Linie hintereinander hätte ich nicht gedacht. Auf einmal, nach ein bisschen herum fragen, stehe ich unverhofft auf der Piazza Brunner, wo mich Cesarina abholt und mir voraus fährt: Mit dem Transporter durch wirklich engste Sträßchen bergrauf und -runter ist gewöhnungsbedürftig und ohne ihre Hilfe hätte ich alt ausgesehen.
Das Hausmädchen hilft mir ausladen; schnell noch ein paar Fotos von meinem Zimmer im 2. OG, bevor ich es mit meinen Siebensachen aus Koffer & Reisetaschen dekoriere. Meine Freundin Cesarina lud mich jahrelang ein, sie in Forcoli oder in ihrer Villa in Spanien zu besuchen und die Wiedersehensfreude ist nach langer Zeit riesig, alte Erinnerungen werden wach! Kurz zur Historie: Das Schloss war im Krieg abgebrannt, die Villa il Torrino wurde auf den Fundamenten eines der Schlösser der Familie Agnelli aufgebaut. Herr Agnelli war ein Doge, frei übersetzt sowas wie ein König. Von der Villa il Torrino führt heute noch ein unterirdischer Gang zu einem anderen Schloss. Cesarina und auch ihre Katzen - wie sie meint - gruseln sich, da rein zu gehen. Cesarina Campinotti ist Erbin in direkter Linie und vermietet auch Zimmer an Gäste. Letztes Jahr sprach ich ihr eine Empfehlung aus und von diesen Personen sollte ich ihr beste Grüße ausrichten wurde mir ans Herz gelegt, was ich gerne tat.
Vor dem Abendessen im Speisesalon führt mich Cesarina durch die Villa, die eigentlich ein Schloss ist. Alles ist mir sehr vertraut und doch wieder anders, wohl auch da Cesarina wieder alles neu dekorierte. Hurtig Tagebuch geschrieben und es ist schon wieder 1 h morgens! Liebe Grüsse aus Bella Italia an die isarbote.de-Leser
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1. Dezember 2011 - Kunst vergessen, welch ein Glück, Dinner for three
Nach 4 Std. Schlaf (Tagebuchschreiben mit Fotos an die Redaktion schicken dauert) mache ich mich um 7.30 Uhr morgens auf den Weg nach Forcoli. Cesarina und ihr Sohn Filippo, der spät nachts ankam, schlafen noch. Aus dem Gedächtnis fahre ich den Transporter das abenteuerlich-kurvige und steile Weglein von Cesarinas Haus runter nach Forcoli und gleich in Richtung Pontedera - super, alles bestens! Aber da war doch noch etwas: UPS! Meine Neon Bild Objekte, die ich heute auf der BIENNALE installieren möchte, hatte ich vor der Abfahrt vergessen ins Kfz zu packen. (Damit sie Raumklima haben und nicht nächtlicher Feuchtigkeit im Laderaum ausgesetzt sind, stellte ich sie in Cesarinas Haus ein). Da habe ich aber mal wieder Glück gehabt, dass ich das gleich bemerkte und nicht erst in Florenz! Also Fahrt das steile Weglein wieder zurück, was eine gute Übung ist, damit ich heute Abend, wenn es schon dunkel ist, zu Cesarinas Haus finde. Denn es ist so eng und steil, dass ich den Transporter, sollte ich mich verfahren, nicht wenden kann. Gut, dass Cesarina auf ihrem Grundstück entsprechenden Platz hat. Kunst einladen und alles nochmal von vorn!
Die Regieanweisungen von Cesarina funktionieren und so komme ich glücklich beim Fortezza da Basso auf Anhieb an. Da ich trotz obigem noch früh dran bin - viele Künstler lieben eher die Nacht- als die Morgenstunden, kann ich schnell ausladen und bekomme - oh Wunder - sogar noch innerhalb der großen Festungsanlage einen kostenlosen Parkplatz mit kurzem Weg zur Halle! Die BIENNALE Florenz ist bestens organisiert und so bin ich mit meiner Arbeit gegen 17.30 h fertig. Schnell noch zum Postamt am Bahnhof um die Ecke und Blumen für Cesarina besorgt. Die Nachtfahrt zurück zu ihrem Haus zieht sich für mein Gefühl dann wieder endlos, da mir die Augen fast zufallen. Trotzdem gelingt es mir - dank der morgendlichen, unfreiwilligen "Probefahrt" auf Anhieb, den Weg zu ihrem Haus zu finden. Nach vielen Jahren begrüße ich endlich wieder ihren Sohn Filippo, der in San Diego lebt und seinen Besuch bei seiner Mutter so einrichtete, dass wir uns wenn auch nur kurz einmal wiedersehen. Abendessen zu dritt. Es ist schon wieder 1 h morgens!
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Fortezza da Basso.
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2. Dezember 2011 - Pampa-Tag Fühle mich fit und ausgeschlafen; Filippo fliegt heute vormittag zurück nach San Diego. Schicke die Fotos von gestern abend "zu dritt" an isarbote und fahre relativ spät, d.h. ca. 13.30 h nach Florenz und lande - nachdem ich bei einem Rondell wohl die falsche Ausfahrt erwischte - in der Pampa. Auch gut! So fahre ich durch eine wundervolle herbstliche Landschaft, eingehüllt in Sonnenlicht mit fantastischen Wolkenformationen. Schade, dass ich nicht überall für's Fotografieren mit meinem Transporter anhalten kann.
Endlich in Florenz schalte ich das Neonlicht meiner Kunstwerke ein (jedes Bild hat auf der Rückseite einen Schalter wie eine Lampe). und spaziere vor Einbruch der Dämmerung ein paar schicke Einkaufstrassen entlang auf der Suche nach einer passenden Handtasche. Die Zeit drängt und es fehlt mir die Muße, um das Thema zu vertiefen. Erstaunlich ist, dass die Geschäfte sehr sparsam mit Weihnachtsdeko umgehen im Vergleich zu NYC! Als ich einen leuchtenden Christbaum vor der Basilika entdecke, ist der plötzlich ausgeschaltet! Das macht mich neugierig und ich sehe zwei Männer am Baum arbeiten: Ich bat sie, mir den Christbaum doch für's isarbote.de-Leser-Foto wieder einzuschalten. Sie meinten, dass sie das nicht dürften, aber sie taten es doch: Der eine Mann fotografierte mich und der andere schaltete schnell den Christbaum ein und aus!! Wann selbiger nun dauerhaft leuchten wird, danach fragte ich nicht mehr.
Auf dem Rückweg zu Cesarina's Villa (Villa ist stark untertrieben, es ist eher ein kleines Schloss!) verpasse ich wieder eine Ausfahrt und lande nochmal in der Pampa beim Kuhdorf 3, Baum 4. Ein paarmal den Transporter gedreht und gewendet und die Richtung stimmt wieder. Den engen und steilen Rückweg "nach hause" finde ich dagegen schon super leicht. Aus Cesarina's Küche duftet es bereits verführerisch - ich bin wieder zum Abendessen im Salon eingeladen. Tagebuch schreiben und ab ins Bett.
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3. Dezember - Eröffnung BIENNALE Florenz Meine liebe Freundin und Kunstsammlerin, Contessa Cesarina Campinotti dell'Agnello, fährt mich zum Fortezza da Basso. Es ist eine wirklich gelungene Präsentation der 1.800 Kunstwerke von 60 Künstlern aus 60 Ländern. Mit meinem farbenprächtigen Outfit und "wehendem Rock" und dank "Don Pedro-Federn" auf meiner Hut-Kreation errege ich viel Aufsehen, sodass sich unzählige KünstlerInnen mit mir fotografieren lassen. Selbst der Bürgermeister und der Presidente Provincia di Firenze stellen sich für ein Foto mit mir zur Verfügung. Fahrt zurück in Cesarinas kleinem Schloss, Tagebuch schreiben. Einladung von Cesarinas Freund Eduardo zum Abendessen bei Freundin Ida.
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Roter Punkt (= verkauft) mit Lippenstift gemalt!
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4. Dezember - Die BIENNALE lässt grüssen! Frühstück con meiner lieben Freundin und Sponsorin, Contessa Cesarina Campinotti. Bevor sie mich zur BIENNALE begleitet, mache ich ein paar Fotos von der schönen Aussicht ihrer Schloss-Terrasse. Ins Auge fallen mir die alten, ins herbstliche Grau getauchte Bäume, insbesondere ein Khaki-Baum, der voller orangefarbener, reifer Früchte hängt – deren Geschmack super süss ist! Bis mich Cesarina in Florenz wieder abholt, vergeht der Tag wie im Flug: Gespräch mit Journalisten und Künstlern, Tagebuch schreiben. Abendessen im kleinen Kreis zuhause.
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Stuhlperformance mit Chris Bleicher und Barbara Teorema Fornasari (Künstlerin mit der grünen Maske) - und weitere Stühle.
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5. Dezember Frühstück mit Khaki aus Cesarinas Garten. Besonders angetan haben es mir heute die fantasievollen Künstlerstühle, von denen ich den isarbote.de-Lesern einige vorstellen möchte. Bevor mich meine liebe Freundin von der BIENNALE abholt, kleines window-shopping zur Orientierung.
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6. Dezember - Agatha Ruiz de La Prada und andere Künstler Frühstücke spät und ausgiebig mit meiner lieben Freundin Cesarina im Schloss. Fahre heute alleine mit meinem Transporter bis Pontedera und finde dank Cesarinas Regieanweisungen auf Anhieb einen Parkplatz in der Nähe vom Bahnhof. Mit dem Zug geht es dann zum Bahnhof "Santa Maria Novella" in Florenz, von da sind es nur rd. 5 Min. zu Fuß zur BIENNALE. Als ich gegen 15.30 Uhr dort eintreffe, laufen sich bereits die TV-Kameras heiß: Die Preisverleihung an Signora Agatha Ruiz de La Prada, spanische Styliste (www.agatharuizdelaprada.com) ist bereits voll zugange. Als sie mich mit meinem rot-weiss-gestreiften Hut erblickt, kommt sie auf mich zu und schüttelt mir die Hand - dies, obwohl wir uns nicht kennen. Der Andrang um sie herum ist groß. Ihr zu Ehren performt Maggio Danza modernes Ballett. Zu meiner großen Freude lässt sich Agatha Ruiz de La Prada - sie lebt in Madrid – auch vor meinen Neon Bild Objekten fotografieren. Künstler Engels lädt mich mit zwei Künstlerinnen der BIENNALE in seine Location in der Nähe ein, wo ich nach dem Abendessen aufbreche, da ich noch ein gutes Stück Fahrt nach Hause habe.
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Gut behütet: Engels & Chris Bleicher.
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7. Dezember - Drehtermin für Dokumentarfilm im Schloss von Contessa Cesarina Campinotti Die Morgenstimmung ist wieder einmal grandios. Für den Dokumentarfilm "Someway, Somehow" von Rebecca Foster gewährte meine liebe Freundin Cesarina ausnahmsweise dem ganzen Team Einblick in ihre antiken Gemächer: Filmsession mit New Yorker Künstler Engels (www.wooloo.org/Engels), seinem Kamerateam Guglielmo Trudia & Masiar Pascuali sowie ihrer engen Freundin Magalie. Fahrt nach Volterra - die Wolken hängen grau und tief vom Himmel, starker, kalter Wind weht uns um die Ohren. Mittagessen in kleiner und typischer Osteria.Volterra ist wundervoll: Antik ( Etruska, Romana, Medievale, Rinascimentale) und trotzdem zeitnah. Besonders prächtig sind die "Piazza dei Priori", La Porta Etruska, der Dom und das Battistero etc. Volterra liegt auf einem Berg und dominiert das Land Toskana. Das Panorama ist atemberaubend!
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8. Dezember - BIENNALE und Geheimtipp Ausgiebiges Frühstück im Speisesaal. Meine liebe Freundin Contessa Cesarina Campinotti begleitet mich nachmittags zur BIENNALE. Viele Künstler sind persönlich anwesend, es ist eine lockere und entspannte Atmosphäre. Treffpunkt ist die BIENNALE-Cafeteria, wo ich an meinen peepart-Tagebuch weiterschreibe, da ich mittlerweile zwei Tage im Rückstand bin. Endlich gelingt es mir, Cesarina zum Abendessen einzuladen, denn bis dato war ich immer ihr Gast. Das Restaurant Le Tinaie (www.letinaie.it) - in der Nähe ihres Schlosses - ist ein absoluter Geheimtipp! Cesarina ist dort Stammgast und der Besitzer, Giovanni, empfiehlt uns Spezialitäten des Hauses. Als Vorspeise entscheiden wir uns für handgemachte Pasta mit weißen Trüffeln - sie sind sensationell im Geschmack! Und dies, obwohl wegen des trockenen Sommers die Ernte sehr schwierig gewesen sein soll, wie uns Giovanni berichtet. Ich bin sehr glücklich, mit Cesarina so schöne Tage zu erleben.
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Giovanni, Chris Bleicher mit ihrer lieben Freundin Contessa Cesarina Campinotti.
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Mexikanischer Meister José Luis Cuevas am Stand von Chris Bleicher.
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9. Dezember - BIENNALE total + kaputtes Blech Heute fahre ich gegen 13 Uhr - ohne meine liebe Freundin Cesarina - mit dem Transporter nach Pontedera, wo ich in den Zug nach Florenz umsteige. Um den geschätzten isarbote.de- Lesern einen kleinen Eindruck von der BIENNALE vermitteln zu können, fotografiere ich heute einige meiner persönlichen Lieblingskunstwerke mit deren Künstlern. Absolut begeistert mich die ästhetische Frau mit Katze "Le fusa e il pensiero" aus Aluminium und Messing mit Colliers mit echten Steinen von Marlo Marco Lanfredi (www.myspace.com/mariocrea). Es ist das erste Kunstwerk dieser Art, das er eigens für die BIENNALE Florenz schuf. Er erzählt mir, dass er damit eine Hommage an die Frau schaffen wollte, was ihm absolut gelang. Die Alu- und Messingstangen sind stark und wirken trotzdem sehr filigran; sie wurden von ihm teilweise von Hand ohne Hilfsmittel in Form gebracht. Beeindruckend ganz anderer Art ist der kreisende Stern vom Kinetik-Künstler Alexandros Lindsay (www.adlindsay.com) in Kombination mit einem Videofilm, der Flugzeuge am Himmel zeigt. Künstler Chris Kienke (www.kienke.com) dagegen arbeitet mit "gefrorenen TV-Bildern", um dem Betrachter ein intensiveres Erkennen einer TV-Szene zu vermitteln: Das fotografierte Standbild übermalt und lackiert er immer wieder, bis es schwer zu erfassen ist, was Fotografie und Malerei ist. Haptisch (d.h. man möchte sie am liebsten anfassen, betasten) wirken die Alabaster- Skulpturen von Gary Barnhart (www.garybarnhartsculptor.com). Bevor er sich an die Arbeit mit dem Stein macht, sucht er dessen inneres Selbst da jeder Stein sein Eigenleben hat; er kommuniziert sozusagen mit ihm und entdeckt ihn während des kreativen Prozesses. Zum Versteckspiel eignet sich die monumentale Stahl-Skulptur "Revelation" der holländischen Künstlerin Annemiek Collin (www.annemiekcollin.nl). Als ich meinen Rundgang beendete, kommt als "Highlight des Tages" unverhofft eine Delegation der BIENNALE-Organisation mit dem mexikanischen Meister José Luis Cuevas an meinen Stand und stellt mich ihm vor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1981 den mexikanischen Nationalpreis für Wissenschaften und Künste. Auf der BIENNALE Florenz präsentiert er als Ehrengast eine Retrospektive seiner Arbeiten. Er ist sehr erfreut als ich ihn auf spanisch anspreche und unterhält sich mit mir. Rückfahrt mit Zug nach Pontedera; es ist bereits nachts, als ich meinen Transporter vom Parkplatz abhole. Als ich eine Unterführung einfahre, kommt Gegenverkehr: Nachdem die "gesengten Esel" teilweise auch auf meine Fahrbahn kommen, schlage ich die extrem enge Rechtskurve enger ein und höre ein ungutes Geräusch: Autsch! Zum Glück ist es nur kaputtes Blech ...
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10. Dezember - Das BIENNALE Gala Dinner lässt zu wünschen übrig! Jeden Tag freue ich mich auf das gemeinsame Frühstück mit Cesarina und süßesten Früchten, frisch von ihrem Khaki-Baum. Da meine liebe Freundin einiges zu erledigen hat, fahre ich nachmittags mit dem Transporter nach Pontedera, wo ich ihn wieder auf dem Cesarina-Geheimtipp-Parkplatz abstelle. Die Bahnfahrt nach Florenz vergeht wieder schnell und mein Outfit - heute ein Mantel im Patchwork-Stil - erregt Aufsehen, aber das bin ich schon gewöhnt. Um 17 Uhr bin ich mit dem Journalisten Daniel Meyer von 055news, einer italienischen Zeitung verabredet; er veröffentlichte bereits einen super positiven Artikel über meine Neon Art und möchte mich persönlich kennenlernen. Danach treffe ich Cesarina, die ich zum BIENNALE-Gala-Dinner einlud. Da dieses heute stattfindet, sind bereits viele KünstlerInnen und deren Begleitpersonen anwesend. Es findet in einer großen Halle neben dem Ausstellungsgebäude statt. Bereits Tage zuvor erkundigte ich mich bzgl. des Menüs - es hieß salopp, dass es auch Vegetarier berücksichtige; eine Menüliste vorab gibt es nicht. Ich war deshalb sehr gespannt, was mich erwarten würde. Schätzungsweise 600 Gäste strömen ein und suchen sich einen Platz. Es gibt keine Tischkarten. Cesarina und ich finden uns am Tisch des New Yorker Künstlers Engels ein. Auf einen Aperitif warten wir vergeblich; glücklicherweise stehen Mineralwasserflaschen und Rotwein am Tisch mit trocken Brot. Wir warten und warten, schließlich frage ich einen Ober nach dem Aperitif - es heißt, dieser sei nicht vorgesehen. Ein amuse gueule gab es auch nicht. Aber, oh Wunder: Wir erhalten dann als einziger Tisch Sekt "spendiert", allerdings viel zu süßen. Es ist bereits 21 Uhr, wir sind hungrig - endlich kommt der 1. Gang für die "Fleischesser": 1 Häufchen Risotto und 1 Häufchen Spaghetti. Ich sitze vor trocken Brot. Auf meine Nachfrage nach vegetarischem Essen ist man bemüht, mir "etwas" zu servieren; die anderen Tischgäste sind bereits mit dem 1. Gang fertig. Endlich erhalte ich Pasta mit Tomatensoße aus der Dose: Alles KALT! Das heißt: "Kommando zurück" und wieder warten, bis es in der Mikrowelle aufgewärmt ist. Da ich hungrig bin, esse ich die Hälfte. Der Hauptgang ist für alle Beteiligten - auch die Fleischesser - ebenso armselig, sowohl in der Quantität, als auch in der Qualität. Ich esse nur etwas vom Spinat. Die Krönung ist das Dessert: Es ähnelt einer Biskuitroulade, ist aufgetaut - jedoch nicht komplett – und mit einer dunkelbraunen Soße übergossen, in der ein paar Johannisbeeren das Schwimmen lernen. Am Tisch sind wir uns einig, dass das pro Person 100 €-BIENNALE- Menü dem Veranstalter max. 12 € gekostet haben dürfte. Sehr verwunderlich, nachdem der Mexikanische Botschafter und andere noble Gäste anwesend sind. Wir tragen es mit Humor und verleben trotzdem einen schönen und angeregten Abend in unserer bunten Runde. Fahre mit Cesarina "nach Hause", den Transporter lasse ich in Pontedera geparkt.
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BIENNALE Menü-Dokumentation: Chris Bleicher's "Vege Artist Menu"
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1. Gang abserviert für die Mikrowelle.
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Antonio Ehrenzwei Ortega (Mexiko) und Chris Bleicher mit "Voodoo against Violence"; das Stein-Relief beinhaltet Voodoo- Nadeln, gegen Krieg, um für Frieden zu werben.
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11. Dezember - Fotosession im Schloss und letzter BIENNALE-Tag Die Sonne strahlt vom herbstlichen Himmel - ideales Licht, um mit Einverständnis meiner lieben Freundin, Contessa Cesarina Campinotti, ausnahmsweise einen Teil der Privaträume ihres Schlosses, bescheiden "Villa il Torrino" genannt, für die isarbote.de-Leser zu fotografieren. Ein Museum im Vergleich dazu ist langweilig, denn durch die Erzählungen von Cesarina kann ich mir die in diesen Räumen gelebte Historie der adeligen italienischen Familie Dell'Agnello lebendig in der Jetztzeit vorstellen! Ihre Familie zählt zu ihren Vorfahren Giovanni, den einzigen Dogen der Republica Marinara di Pisa. Alle Gebrauchsgegenstände - von meiner Freundin liebevoll arrangiert und dekoriert - beinhalten eine Geschichte und werden - obwohl antik und wertvoll - aktuell noch benutzt! (Jedem Museumsdirektor würde bei diesem Gedanken die Haare zu Berge stehen ...). Die vielen kleinen, malerischen Details fotografisch zu erfassen, ist schlicht unmöglich, deshalb beschränke ich mich auf einen Gesamteindruck einzelner Raumzonen, die ineinander übergehen. Besonders beeindrucken mich Cesarinas Erinnerungsstücke von ihren Pferden (sie gewann früher Pokale im Springreiten). Dazu eine Vielfalt von echten Blumen und Pflanzen, Sammlerstücke aus der Etruskerzeit, ein echtes Botticelli-Gemälde mit Madonna-Motiv auf einer Staffelei, sozusagen zum "Anfassen" für den Betrachter und vieles mehr ... In einem anderen Schlossteil befinden sich vier Gästezimmer, jedes einzig in seiner Art ausgestattet mit antiken Möbeln, mit modernen Komfort, Blick auf den schönen Garten - ein grünes Amphitheater - der auf einer Seite zu den Terrassen und zum Schwimmbad führt und sich auf der anderen Seite zu den Hügeln öffnet. Die Renovierung und Innendekoration sind das Ergebnis minutiöser Nachforschungen von Cesarina, die damit eine authentische toskanische Atmosphäre geschaffen hat und somit einen gastfreundlichen und raffinierten Lebensstil anbietet: www.villailtorrino.com. Nach der Fotosession fahren wir beide ein letztes Mal zusammen nach Florenz zur BIENNALE und treffen dort "alte Bekannte". Die Zeit läuft wie immer und ich muss heute Abend noch Koffer packen, denn morgen früh ist Abreise.
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12. Dezember - Abschied Grau in Grau Die schöne Zeit zusammen mit meiner lieben Freundin Contessa Cesarina Campinotti verging wie im Flug und heute morgen heißt es von ihr und ihren Samtpfötchen (Katerchen "Garfield" und Katzendame "Artemisia") Abschied nehmen! Zur Situation passt das Wetter "Grau in Grau" hervorragend, denn es gießt wie ausgeschüttete Badewannen. Als ich den Transporter in Cesarina's Park mit meinen eintausend Sachen einlade, ist der Wettergott gnädig und schickt mir eine Regenlücke. Den Weg zum Fortezza da Basso kenne ich mittlerweile wie meine Handtaschen und auch in Florenz regnet es Badewasser. Zum Glück finde ich einen Parkplatz direkt neben der Laderampe des Ausstellungsgebäudes. Trotzdem fühle ich mich "terrorisiert" bei dem Gedanken, dass wir Künstler mit diesem Starkregen ohne Überdachung unsere wertvollen Kunstwerke in unsere Transporter einladen sollen, denn auch eingepackt wird alles minutenschnell durchnässt! Da hilft nur "Positiv denken!": So stelle ich mir meine Regenlücke mit ein paar Sonnenstrahlen dekoriert vor und hänge erst mal die Neon Bild Objekte ab und packe sie ein. Viele Wände sind schon leer und einige Frühaufsteher - auch solche gibt es offensichtlich unter Künstlern - sind schon abgereist. Unglaublich: Just in dem Moment als ich anfangen möchte einzuladen, entsteht eine Lücke in den Wolken und ein paar Sonnenstrahlen blitzen hindurch! Schleunigst trage ich meine kostbaren Neon Bild Objekte die Laderampe hoch und packe sie und anderes trocken in den Transporter. Schnell zurück zu den Ausstellungsräumlichkeiten, um Fotos eines weiteren BIENNALE- Lieblingskunstwerkes zusammen mit Künstler Fadzir Suhaimi aus Malaysia zu schießen: Sein "doppeltes Kunstwerk" "Kansas City Kualalumpur" (Life Cycle II) benannte er nach der Hauptstadt von Malaysia und der größten Stadt im US-Staat Missouri, da er beide Städte frequentiert. Es besteht aus einer dreidimensionalen Wandcollage mit Schubkarre sowie einem alten Fahrrad, zu dem eine kleine Flasche (separat am Boden stehend) gehören. Nach max. 10 Minuten verabschiede ich mich: Der Himmel ist wieder grauschwarz und die ersten Regentropfen fallen; sodass ich es gerade noch schaffe, mich trocken auf den Fahrersitz meines Transporters zu schwingen. Puh, geschafft! Die Fahrt von Florenz nach Trento ist anstrengend, d.h. durchgängig Regen wie aus Badewannen gekippt, schwarze Nebelwolken hängen bis zum Boden, miserable Sicht! Obwohl mir meine liebe Contessa MariaFede Caproni (sie lebt in Rom) im Aerhotel in Trento (www.aerhotel.it), das neben ihrem schönen Flugzeugmuseum Museo dell'Aeronautica Gianni Caproni liegt (www.museocaproni.it) eine weitere Übernachtung sponserte, entscheide ich mich wegen des Starkregens (der ein Ausladen meiner Kunstwerke unmöglich macht) zur Weiterfahrt direkt nach München und sage die Zimmerreservierung ab. Meine im Museum ausgestellten Neon Bild Objekte der Serie "Himmel, Wolken und metallische Körper" besuche ich das nächste Mal ... In München regnet es nicht und so steht einem Verteilen von Kunstwerken und Arbeitsmaterial etc. zwischen meiner Wohnung und meinem Ausstellungsraum im Münchner Zentrum nichts im Wege. So gegen 2 Uhr morgens bin ich müde, aber glücklich zu Hause.
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Sammlerglück zum Jahreswechsel 2011/2012 & Termin zum Vormerken
Nachdem mein langjähriger lieber Freund und großer Sammler meiner Kunstwerke, Dr. med. Harald Kuschnir, am Abend vor meiner Abreise zur BIENNALE Florenz mein neuestes Neon Bild Objekt "Träumen vom Himmel auf Erden" erwarb, freut es mich umso mehr, dass es auch von Kamerateams für das italienische TV gefilmt wurde. Videomitschnitte gab es leider nicht und selbst die Sendungen aufnehmen war unmöglich: Deshalb "Mut zur Lücke!"
Bei den Presseveröffentlichungen ging es mir ähnlich; allerdings fand ich einen (klasse geschriebenen) Artikel über meine Neon Kunst auf 055news, der von Daniel Meyer stammt, der mich mit Begleitung auch auf der BIENNALE besuchte. Rein zufällig entdeckte ich - schon wieder in München - noch im "Firenze Spettacolo", dass ich als einzige von 600 Künstlern aus 60 Nationen in der BIENNALE-Ankündigung genannt wurde: "nell'ambito della Biennale anche Chris Bleicher Energia - Arte per il Futuro - quadri, pittura, collage, ogetti tridimensionali e luce neon." Im Vergleich zum Veröffentlichungen einsammeln war das Aufhängen des "Traumbildes" (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Praxisräumen von Harald ein Kinderspiel: Der Ehrenplatz wartete bereits, damit dekoriert zu werden. Die Freude über das neue Kunstwerk ist groß, sowohl bei Harald als auch bei mir, da es in so edlem Ambiente (www.aesthetic-profile.de) im Wartebereich seiner Patienten und Patientinnen seine Wirkung voll entfalten kann. Zu meiner großen Überraschung eröffnete mir mein lieber Freund Harald, dass das BIENNALE-Bild auch den Ehrenplatz im Rahmen vom "Tag der offenen Tür" in seinen Räumen in München-Grünwald anlässlich eines Charity Events zugunsten der Stiftung "Kinderherz" einnimmt mit Präsentation der Werke von Chris Bleicher. Deshalb bitte schon heute Termini rot in Kalender eintragen: Samstag, 10. März 2012!
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