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Das Lied von der Erde Bayerisches Staatsballett präsentiert die Balletwoche 2007
Die traditionelle Festwoche des Bayerischen Staatsballetts wird am 28. April mit der zweiten Premiere der Spielzeit, dem "Lied von der Erde" von Kenneth McMillan und "Chamber Symphony" von Lucinda Childs eröffnet. Der Abend vereint damit eine Münchner Premiere mit der Neueinstudierung eines bereits 1994 für die hiesige Kompagnie kreierten Werkes: MacMillans Ballett „Das Lied von der Erde“, 1965 in Stuttgart uraufgeführt, erlebt beim Bayerischen Staatsballett seine Premiere - in der Stadt, in der die zugrunde liegende gleichnamige Komposition Gustav Mahlers im Jahre 1911 erstmalig aufgeführt wurde. Die Choreographie MacMillans, inspiriert durch die emotionale Tiefe der Musik Mahlers und den dramatischen Gestus der dem Werk zugrunde liegenden Gedichte, ist zu einem der maßstabsetzenden Ballette des 20. Jahrhunderts geworden und aus dem Spielplan der bedeutendsten Kompagnien der Welt nicht mehr wegzudenken. In München sind die zentralen Partien der „Frau“, des „Mannes“ und des „Ewigen“ mit Lucia Lacarra, Cyril Pierre und Tigran Mikayelyan prominent besetzt, die Texte werden von Daniela Sintram (Mezzosopran) und Kevin Conners (Tenor) gesungen. Lucinda Childs „Chamber Symphony“ mit der Musik von John Adams ist eine Neueinstudierung des Werkes, das die Protagonistin des Post-Modern-Dance 1994 für das Bayerische Staatsballett kreierte. Childs, die als Wegbereiterin des Minimal Dance auch mit Sol LeWitt („Dance“) zusammenarbeitete, spielt in ihrer Kreation mit den Strukturen des Raumes und schafft durch ihre meditativen und repetitiven Bewegungen fließende, geheimnisvolle Bilder. Zuzana Zahradnikova, Natalia Kalinitchenko, Roman Lazik und Norbert Graf gestalten die Solopartien bei der Wiederaufnahme. Die Ballettwoche steht ansonsten ganz im Zeichen Marius Petipas, dem die aktuelle Spielzeit gewidmet ist: Neben dem "Corsaire" präsentiert das Bayerische Staatsballett ein Gastspiel des Bolschoi-Balletts Moskau im Nationaltheater, das nach über 30 Jahren erstmalig wieder in München zu sehen ist und vom 3. bis 5. Mai drei Vorstellungen von „Don Quixote“ präsentieren wird, in drei verschiedenen Besetzungen mit den Spitzenkünstlern der Moskauer Kompagnie.
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