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BERG HEIL Foto-Ausstellung von Uli Wiesmeier im Alpinen Museum
Noch bis 24. Juni ist die kritische Bergschau „Berg heil“ von Uli Wiesmeier im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins auf der Praterinsel in München zu sehen. Fast 4000 Besucher sahen die Präsentation in nur zwei Monaten. Zum Abschluss findet eine Führung mit dem Filmemacher und Buchautor Stefan König durch die Ausstellung statt. Sie beginnt am Samstag, 23. Juni, um 14 Uhr. Uli Wiesmeier setzte sich in seinem neuesten Fotoprojekt mit Klischee und Realität der Alpenwelt auseinander. In werblicher, plakativer Bildsprache fertigte Wiesmeier eine Bestandsaufnahme von Mensch und Berg. Zu 16 Themen inszenierte Wiesmeier Szenen vor grandioser Bergkulisse, die in großformatigen Bildern wiedergegeben werden. Dabei entstand jedes Motiv real und nicht am Computer. Beispielhaft für Wiesmeiers Auseinandersetzung mit den „gebrauchten“ Bergen ist das Motiv „Letztes Edelweiß“. Wenigstens der Pistenraupenfahrer, kleinstes Rädchen im Getriebe der Skilobby, hat Mitleid mit dem Edelweiß, bevor er das Gebirge in eine Mondlandschaft verwandelt. Uli Wiesmeier machte sich mit Bergsportfotos, Werbekampagnen und Reportagen weltweit einen Namen. Seine Bücher „Rocks around the World“ und „Wing over“ sowie seine Filme „Escape“ und „The Race“ zeigen, dass sich Wiesmeier ständig neu mit veränderten Seh- und Darstellungsgewohnheiten auseinander setzt. Mit „Berg heil“ definiert Wiesmeier für sich die Bergfotografie neu. Entsprechend kommentiert Wiesmeier sein neues Projekt: „Die Veränderung der Gesellschaft ist ein Thema, das mich von Jahr zu Jahr immer mehr beschäftigt, um nicht zu sagen beängstigt. Eine Dokumentation erschien mir aber zu nahe liegend, nichts Neues. Vielmehr schwebte mir eine Bildsprache vor, der ich mich in erster Line in der Werbefotografie bediene. Ja, es sollte eine Werbekampagne für die Berge werden.“
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