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Im Rahmen des umjubelten Iwanson-Abschlussabends 2007 im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz wurde jetzt die neue Iwanson-Sixt-Stiftung Zeitgenössischer Tanz München vorgestellt. Und der Isadora-Preis verliehen. Hausherr Peter Grassinger überreichte die ersten drei Preise an Lil Rösch, Pia Fossdal und Stefanie Erb (s.u.). Stadträtin Frau Dr. Ingrid Anker überbrachte Grüße von Oberbürgermeister Ude und vom ganzen Stadtrat. In ihrer Rede bezeichnete sie die Schule als Kultstätte und erinnerte an die lange, gute, nur selten getrübte Beziehung der Stadt München zu dieser renommierten Schule. Jessica Iwanson war dafür mit der Medaille München leuchtet in Silber ausgezeichnet worden. Stadträtin Anker verriet, dass sie als Mädel aus Oberbayern damals einfach nicht die Wahlmöglichkeit gehabt hätte, sonst hätte sie vielleicht auch eine Tanzkarriere eingeschlagen. Launig zeigte sie sich aber mit ihrer eigenen Karriere auch durchaus zufrieden und wünschte der Schule, der neuen Stiftung und den Absolventinnen alles Gute für die Zukunft. Im Publikum befand sich auch die Gründerin der Bosl-Stiftung, Konstanze Vernon, die Jessica Iwanson herzlich zur neuen Stiftung gratulierte. Damit hat München die erste Stiftung für zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Die Skulptur, die die Iwanson-Sixt-Stiftung bei der Preisverleihung überreichte, wurde 'Isadora' getauft, ein Name, den man leicht mit der Tanzlegende Isadora Duncan aus der Gründerzeit des modernen Tanzes assoziiert. Eine naheliegende Assoziation, war doch Isadora Duncan wie Jessica Iwanson Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin in Personalunion – und beide gründeten in München eine Schule. Auch Jessica Iwanson findet wie einst Isadora Duncan ihre choreographische Inspiration in der Natur, und es verwundert nicht, dass ein dänischer Kritker zu Iwansons Choreographie 'Skagen' bemerkte, Jessica Iwanson sei die Isadora Duncan des Nordens. Bei der Auswahl der ersten Preisträger wollte die Stiftung die Fachbereiche Pädagogik, Choreographie und Tanz berücksichtigen. Lil Rösch machte schon vor Jahren mir ihrer Gruppe 'Nachtschwestern' auf sich aufmerksam. 2007 wurde sie von der Landeshauptstadt München als junge Choreographin mit der sog. 'Debütförderung' geehrt. Pia Fossdal ist die akribische Pädagogin, die die Studenten vom ersten Jahr bis zur Abschlussvorstellung begleitet, die Studenten immer aufs neue motiviert und klar macht, dass der Weg zur Perfektion lang und mühselig ist. Stephanie Erb ist eine herausragende Tänzerpersönlichkeit, die mit den bekanntesten zeitgenössischen Choreographen gearbeitet hat. Vor wenigen Wochen zog sie sich bei einer Probe an der bayerischen Staatsoper eine schwere Knieverletzung zu. Der Isadora-Preis würdigt die Künstlerin und hilft in einer schwierigen Situation.
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