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Warm, einfühlsam und komplex Nicole Taubingers pointierte und farbenfrohe Bilder bei isarboteART
Wieder eine Höhepunkt in der Plinganserstraße 32 bei isarboteART: Nicole Taubinger zeigt ihre einfühlsamen, pointiert farbigen Bilder bei den Pollaks. Die geladenen Gäste, Freunde und Nachbarn zeigten sich auch diesmal wieder begeistert von den Bildern im passenden Rahmen und – nicht weniger wichtig – in einer Atmosphäre, die Kunst zu schätzen weiß. Und die Gefühle, die damit einhergehen und besonders delikat in Nicole Taubingers Bildern zum Ausdruck kommen. Auf diesen Mut zum Gefühl wies auch Kunstmaler Iwan Seiko hin, der uns die Freude machte, ein paar erläuternde Worte zu Nicole Taubinger und ihren Werken zu sprechen. Auf weißen, unberührten Flächen breite sie graphische Strukturen aus, in allen Richtungen wüchsen sie ohne Rücksicht auf jegliche gestalterische Regeln, Vorbilder oder Rücksichten – und doch könne man sich in ihre Bilder einfühlen, zeigten sich Gefühle, die man so nicht erwartet hätte. Nicole Taubinger ist eben immer für eine Überraschung gut. Und dafür, eine Erwartungshaltung liebevoll zu zerstören und sie zu etwas ganz Neuem werden zu lassen. Die Gäste, Freunde, Nachbarn und Bewunderer ihrer Werke (übrigens alle) jedenfalls ließen sich gerne in und von Taubingers Werken einhüllen und verzaubern, unter ihnen der Schauspieler, Autor und Sänger Michael Schernthaner (lesen Sie hier >> mehr), sowie die Maler-Kolleginnen Chris Bleicher und Renée Rauchalles. Bei interessanten Gesprächen, Speise von unserem Kultbäcker Martin Schönleben und Trank aus verschiedenen Quellen entfaltete sich ein wunderbarer Abend in familiärer Atmosphäre, der nur noch durch eins übertroffen wurde: den wundervollen Werken von Nicole Taubinger, die man übrigens jederzeit anschauen kann, Tel. 089-7212100 oder Email pollak@isarbote.de. Herzlich willkommen!
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Gerdi Lanz und Maler Reiner Bollmann. Foto: Andrea Pollak
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Barbara und Werner Graus, unsere kompetenten Sportredakteure. Foto: Andrea Pollak
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Loida Leon, Isarnixe 2007, und Christoph von Philipp. Foto: Andrea Pollak
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Loida Leon, Michael Schernthaner, Melly Gerl und Martin Schönleben. Foto: Andrea Pollak
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Michael Schernthaner und Renee Rauchalles. Foto: Andrea Pollak
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Nicole Taubinger, Astrophysiker Paulo Afonso und Journalistin Tina Haase. Foto: Andrea Pollak
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Pat Haug, Manuela Sedlmeir, Jürgen Hahn. Foto: Andrea Pollak
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Malerinnen unter sich: Renee Rauchalles, Nicole Taubinger und Chris Bleicher. Foto: Andrea Pollak
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Wolfgang Egger, Loida Leon, Bernd Söhler und Iwan Seiko. Foto: Andrea Pollak
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Werke von Nicole Taubinger.
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Kunstmaler Iwan Seiko über Nicole Taubinger und ihr Werk
Der Mensch ist sich selten seiner Eigenartigkeit und Rätselhaftigkeit bewusst. Jeder von uns, der in sich eine Seele birgt, staunt, wenn er wach ist und träumt in der Nacht. Am Tag sind dem Menschen so viele Grenzen gesetzt, die er alle in der Nacht zu übertreten trachtet. Kunst ähnelt unseren Träumen. Sie will Schranken zertreten, will Freiheit um jeden Preis.
Der Mensch vermag sich das vorzustellen, was Ihm ewig und göttlich erscheint und strebt danach. Aber am Ende muss er sich damit begnügen, nur Mensch zu sein und zu bleiben. Am helllichten Tag erscheint Ihm alles klar und in Ordnung, doch dann verhüllt die Nacht alles wieder in Rätsel und Geheimnis. Die Kunst gehört zu jenen Nachtschattengewächsen, dessen Früchte die Geheimnisse bergen, die wir so bitter brauchen. Diese machen uns menschlicher.
Keines der hier zu sehenden Bilder ist vor der Natur entstanden, dennoch scheint jedes dieser Bilder Natur sein zu wollen. Die Künstlerin befindet sich mitten drin in Ihrer Zellenstruktur. Zelle für Zelle entsteht eine neue Welt, wächst, breitet sich aus, wie ein Bienenvolk webt und webt und seine Waben statt aus Honig mit Farben füllt. Hier lagert Nicole Ihre Schätze und liefert gleich dazu die Pläne, nämlich Ihre Bilder, wie man diese Schätze bergen kann. Ihr kostbares Wabengebilde besteht aus Freiheit und Grenze, Liebe und Hass, Genuss und Ekel. Nichts hier ist gerade und klar und die Ordnung ist, Gesetz zu brechen. Alles ohne Perspektive, Sie hält sich an nichts und ist unfassbar. Vorsicht, Sie betreten die Welt der Gefühle.
Diese werden in einem unterirdischen Gang begraben wie in einem alchemistischen Labor, aus Hass wird Liebe und aus Ekel wird Lust, das Geheimnis, neu geboren zu werden. Der Stil ist die Methode, welche Sie in Amerika während Ihres Studiums der Angewandten Kunst erlernte, von dort mitbrachte und an dem Sie heute weiterarbeitet. Dieser keimt, quillt und verspricht.
Sie ist ständig unterwegs, wie mental so auch tatsächlich. Sie bereist die ganze Welt und scheint auf dem richtigen Weg zu sein.
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