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Johannissaal im Schloss Nymphenburg eröffnet Frenetischer Beifall für den jungen Bariton Uwe Schenker-Primus
Von Elisabeth Schmucker Licht durchflutet, hell und heiter: dies ist der erste Eindruck, den die Gäste beim Betreten des Johannissaals gewinnen und der bleibende. Diese Atmosphäre der Leichtigkeit wird noch verstärkt durch den betörenden Ausblick aus den meterhohen Fenstern auf eines der Münchner Kleinode: das Schloss Nymphenburg, das in seiner pittoresken Schönheit wie ein Gemälde wirkt. Hier fehlt zur Verzückung nur noch Musik - und diese wird an diesem Eröffnungsabend meisterlich dargeboten von dem Orchester der Kammeroper München unter der Leitung von Olivier Tardy. Nach Mozartklängen begrüßt der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung Egfried Hanfstaengl den Kreis der Gäste. Professor Siegfried Mauser, Rektor der Hochschule für Musik und Theater, spricht die Grußworte und wünscht dem Johannissaal als Veranstaltungslokalität ein eigenes Profil, eine eigene Programmatik - auch für Nachwuchskünstler. Die Festrede hält launig und humorvoll der bayerische Staatsminister der Finanzen, Professor Kurt Faltlhauser. Sein Ministerium gab die Gelder für die Umgestaltung des Raumes in einen Veranstaltungssaal. Die Idee dazu wurde an einem runden Geburtstag geboren, den Prof. Eckhard Heintz, verantwortlich für alle „Kulturevents“ des Schlosses, im ursprünglichen Johannissaal mit dem Staatsminister als einen seiner Gäste feierte. Professor Faltlhauser wird den Saal der gezielten Nutzung für junge Musiker zuführen, die dort sowohl proben als auch Konzerte geben können. Und dies kostenfrei!! Einem herausragenden Künstler wurde gleich an Ort und Stelle ein Podium geboten. Der junge Bariton Uwe Schenker-Primus sang die berühmte „Figaro hier, Figaro da“-Arie aus dem Barbier von Sevilla, schwungvoll orchestral begleitet vom Orchester der Kammeroper. Der frenetische Beifall, mit dem er verabschiedet wurde, brachte perfekt zum Ausdruck, dass man Schenker-Primus, momentan engagiert am Main-Franken-Theater in Würzburg, äußerst gerne hier am Gärtnerplatztheater, wenn nicht sogar gleich im Nationaltheater, als Ensemblemitglied sehen und hören möchte. Der Nordflügel des Nymphenburger Schlosses, in dem sich der Johannissaal neben dem Hubertussaal befindet, hat durch ihn eine weitere Attraktion gewonnen. Die jungen Musiker, die sich hier zukünftig verwirklichen können, sind zu beneiden!
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