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Künstler/Innen des KLEINEN CICERONE
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>> lesen Sie hier mehr über den KLEINEN CICERONE
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... zu weiteren Künstlern des Kleinen Cicerone
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Susanne Kiesewetter Orte erleben – erfühlen – erinnern
Im Zentrum der Arbeiten von Susanne Kiesewetter, geboren 1978, steht die Auseinandersetzung mit dem subjektiven Raumerleben. Die Parklandschaften und Stadtszenen auf ihren Gemälden wirken zunächst vertraut; teils glaubt man, die Orte wiederzuerkennen, teils zitieren die Darstellungen klassische Bildformen. Doch die Künstlerin spielt mit unseren Sehgewohnheiten: Auf den zweiten Blick löst sich der Horizont auf, überlagern sich verschiedene Perspektiven und harmonische Panoramablicke offenbaren die Verlorenheit unbeachteter Peripherielandschaften. Susanne Kiesewetter absolvierte ihr Kunsthochschulstudium in Dresden, Venedig und Berlin (Weißensee) und ergänzte diese profunde künstlerische Ausbildung – ihre besondere Aufmerksamkeit gilt dem Thema „Raum“ – durch ein Architekturstudium. Seit 1999 stellt sie regelmäßig Gemälde und Grafiken in Berlin, Dresden und München aus. Die Ölmaltechnik gestattet ihr, Farbübergänge und Lichtstimmungen zu modellieren und pastos herauszuarbeiten. Dieses Interesse an Licht- und Schattenwirkungen tritt auch in ihren Zeichnungen und Radierungen zutage, gepaart mit einer feinen, elektrisierenden Strichführung. Susanne Kiesewetter lebt und arbeitet seit 2005 als freischaffende Künstlerin in München. Susanne Kiesewetter, Theresienstraße 148c, Maxvorstadt, Tel.: 089/54320708, Email s.kiesewetter@gmx.net.
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Künstlerin des KLEINEN CICERONE Luzia Schneider-Breitling VERBINDEN UND TRENNEN
Von Johanna Maria Pfeiffer Luzia Schneider-Breitling, Jahrgang 1946, Schülerin von Prof. H. Sturm und Prof. A. Hien an der Akademie der Bildenden Künste in München, erarbeitet sich in einem offenen Malprozess Farbkompositionen, die ihren schöpferischen Ausgangspunkt nicht selten in der realen Welt finden – Strukturen und Formen alltäglicher Dinge, mitunter auch Personen, fließen als Quellen der Inspiration in den Arbeitsprozess ein. Dominierendes Gestaltungselement ist die Materialität der Farbe. Transparent, deckend oder verwischt eingesetzt, löst sie die vertraute Semantik der Gegenstände auf und formiert sich zum alleinigen Motiv, das den Malprozess vorantreibt. Luzia Schneider-Breitling: „Mit Farbverdichtungen und Farbverlagerungen versuche ich, schwingende Flächen und Räumlichkeit zu erreichen. Es entstehen Farbfelder, geschlossene, sich verschränkende, offene, die sich über den Bildrand hinaus zu erstrecken scheinen. Linien verbinden, trenne, verflüchtigen sich in der Fläche oder schließen sich in Reihung zu Flächen zusammen.“ Weitere Infos unter www.luz-art.de.
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Künstler des Kleinen Cicerone Chris Bleichers LICHTBLICK: Erotische exotische Visionen - immer mit Neon
Chris Bleicher ist in München geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern förderten sie künstlerisch bereits als Kind. Neben seinem technischen Beruf malte ihr Vater, ihre Mutter verfasste Gedichte. Nach dem Besuch einer Klosterschule absolvierte die Künstlerin erfolgreich eine Banklehre. Danach war sie einige Jahre in der freien Wirtschaft tätig. Während dieser Zeit war sie immer künstlerisch aktiv, um sich im Anschluss komplett der Kunst zu widmen. Träume und Sehnsüchte weckt sie durch ihre Kunstwerke mit Motiven aus vielen Kontinenten. "Meine Kunst ist meine Obsession und wird inspiriert, u.a. von meinen zahlreichen exotischen Reisen: Afrika, Kanada, China, Karibik, Mittel- und Südamerika, Südsee, Thailand und die USA. Mit meinen Arbeiten möchte ich Lebensfreude ausdrücken, mit Farben und Formen positiv beeinflussen, die Phantasie beflügeln. Ich glaube an Exotik, Erotik, Ökologie und Humor; dies wiederum verbunden mit Experimenten. Ereignisse jeglicher Art inspirieren ihre Kunst, das Neonlicht wurde zu ihrem Markenzeichen. Seit knapp 20 Jahren setzt sich Chris Bleicher mit zahlreichen Aktionen und Happenings in den Medien für den Erhalt der Natur - in Verbindung mit Technik - ein. „Ich liebe die Menschen und die Tiere. Heute ist eine intakte Natur wichtiger denn je!“ Ein New Yorker Journalist schrieb in The Jewish Post (Okt. 1997) u.a.: „Die Medien lieben sie? In der Tat sie verdient es. Und wir lieben ihre Nachricht.“ Zahlreiche Veröffentlichungen über Chris Bleicher und ihre Kunst/-Aktionen erschienen in Presse, Rundfunk und über 60 mal in TV. Auch mit Urn Art - ihren künstlerisch gestalteten (Tier-)Urnen & (Tier-)Särgen.- ist sie seit Jahren erfolgreich. 1998 inszenierte sie ihre Ausstellung im Forum der Technik, Deutsches Museum in München mit Sonnenblumen-Happening und Sargperformance. Das Forum der Technik dekorierte sie dazu mit ca. 14.000 frischen Sonnenblumen. Ihre Neon Bild Objekte präsentierte Chris Bleicher in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in New York, USA. 1994 erfolgte ihre Aufnahme ins historische Archiv der Nationalgalerie für moderne und zeitgenössische Kunst, Rom (Italien). Open-end-Ausstellung LICHTBLICK (Neon Bild Objekte & Neon-Skulpturen), Nähe Sendlinger-Tor-Platz im Zentrum Münchens. Termin nach Vereinbarung mit Chris Bleicher: Tel. 089-264142, Fax 089-264114, Email: chris@peepart.com, Internet: www.peepart.com (Kunst) - www.bleicher.com (Urnen & Särge).
Übrigens: Chris Bleichers New York Tagebuch (siehe >> hier) – Fortsetzung demnächst in diesem Theater!
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Von Su da Costa Chaves Anita Hühn, Jahrgang 51, absolvierte nach einer Lehre zur Farblithographin ein vierjähriges Malereistudium an der Münchener Kunstakademie bei Mac Zimmermann und Robin Page. Aus dem kreativen Zusammenspiel von Beruf und Kunst gelingt der gebürtigen Hessin der sukzessive Aufbau einer persönlichen Formensprache mit Linien und Punkten, feiner Strichführung und räumlichen Perspektiven. Wichtig ist Anita Hühn der Blick auf die Welt der Dinge und deren Eigenart, sich in geheimnisvollen Räumen zu behaupten. Die Künstlerin nimmt uns auf ihre virtuellen Reisen mit, wir sitzen in der Raumkapsel oder auf einem schwebenden Keil und betrachten den Marsboden, sehen überdimensionierte Schnecken im unwirtlichen All; Icecream verformt sich in der galaktischen Landschaft zu einem schwappenden Geheimnisklumpen. Ist er heiß oder kalt? Irritation ist Programm bei dieser Künstlerin, die mit Papier und Aquarellfarben aus einer Schachtel ein flächiges Pandämonium macht und neu zusammengesetzt die Mystery Box gebiert. Fläche und Raumkörper entfalten so ihre eigenständige Existenz auf einer gemeinsamen Basis. Ihre meist seriellen Arbeiten hat Anita Hühn in vielen Einzelausstellungen in München und Umgebung gezeigt, zuletzt bei der OpenWestend in der IGFeuerwache. Email: a.huehn@alice-dsl.net.
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Künstler des Kleinen Cicerone Christa Filser
Christa Filser, geboren 1960 in München, schloss ihr Studium 1982 an der Deutschen Meisterschule für Mode ab und führte ein eigenes Modeatelier. Seit 1995 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Fotografin in München. Christa Filser beschäftigt sich mit dem Essentiellen wie Leben, Tod, Krieg und Zerstörung, aber auch mit Themen wie Schutz, Harmonie und Wahrheit – Zustände, mit denen wir alle leben müssen. Auf der Leinwand, aufbewahrt und inszeniert in kleinen Kästen, bringt uns die Künstlerin teils mit einem Augenzwinkern ihre Message und Beobachtungen näher und regt uns zum Nachdenken an. Die Arbeiten wachsen aus dem Erlebten heraus, sind erinnerungsbeladen – im persönlichen wie auch im politisch-gesellschaftlichem Sinn. Christa Filsers Fotoarbeiten sind unter www.christa-filser.de zu sehen. Im Juni 2007 eröffnete Christa Filser mit ihrem Mann Cico Gräf im Münchner Lehel eine Galerie sowie Projekträume für junge Künstler.
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Künstler des KLEINEN CICERONE Su da Costa Chaves
1947 in München geboren, studierte Su da Costa Chaves an der dortigen Universität Kunst – Geschichte – Völkerkunde. Nach dem Abschluss zum Magister Artium arbeitete sie zunächst als Kostümbildnerin und Regieassistentin für Kino und Fernsehen. Später schrieb sie Drehbücher und Treatments für den WDR und das ZDF; für den Bayerischen und Hessischen Rundfunk verfasste sie Hörspiele und Features zu Themen der Zeitgeschichte und des Mittelalters. Eine Filmdokumentation in eigener Regie über Berliner Künstlerinnen im Zweiten Weltkrieg entstand 1989 für den RIAS Berlin. Seit 1990 arbeitet Su da Costa Chaves ausschließlich als Malerin und Objektkünstlerin. Ihre Bilder kennzeichnen kraftvolle Farben mit leuchtenden Neonpigmenten in Acryltechnik, aufgetragen auf Strukturpasten im Wechsel mit stumpfen und glänzenden Partien. Kompositorisches Merkmal ist die zeilenförmige Aufteilung, ähnlich einer PC-Matrix. Entweder ganze Figuren in stilisierten Bewegungsabläufen oder rudimentäre Segmente bewegen sich in breiten Feldstreifen quer über die Leinwand. Farbe, Segmente und Figuren geben den Takt zum rhythmischen Tanz auf der Leinwand. Der Faktor Zeit schwingt sichtbar in dieser Reihung mit, mag es der extrem verlangsamte Ablauf im Thai-Chi oder das zeremonielle Schreiten einer Geisha sein. Bei den Objekten baut Su da Costa Chaves kleine menschliche Torsi in Glasvitrinen ein, wickelt sie in Drahtgitter – doppelt gefangen in ihrem Sein. Die Materialien dazu sind Ton, Modellierpaste, Stein, Gold und manchmal getrocknete Früchte. Stilleben der besonderen Art. Seit 15 Jahren präsentiert Su da Costa Chaves ihre Werke in jährlichen Ausstellungen in München und Umgebung. Auch Art-Leasing ist von ihrem Atelier aus möglich. Das Atelier befindet sich in München-Haidhausen, Wörthstraße 17, und ist die Künstlerin unter Fax 089/2711956 oder Email alvasu@gmx.net.
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Künstler des KLEINEN CICERONE Wie versprochen ... Brian Bagnall
Brian Bagnall ist fasziniert von Menschen und Gesichtern, die er in ungewöhnlicher Art umsetzt. Berühmte und unterschiedliche Menschen wie Einstein oder Hitchcock, die ihn beeindruckt haben, zeigt er in ganz persönlicher Übersetzung. Nicht die Ähnlichkeit spielt ein Rolle, sondern die Bedeutung, die sie für ihn haben. Geboren 1943 in Wakefield, England, studierte Brian Bagnall am Art College in Kingston upon Hull Malerei und Radierung. Nach dem mit Auszeichnung bestandenen National Diploma begann er eine Lehrtätigkeit in London, danach in Amsterdam und war mehrere Jahre Gastdozent an der Fachhochschule in Darmstadt. Nebenbei arbeitete er für internationale Werbeagenturen und Verlage. 1970 machte er sich als Zeichner und Maler in München selbständig und gründete später mit seiner Frau die Bagnall Studios. Gemeinsam veröffentlichten sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Cartoons für Erwachsene, humorvolle Belletristik sowie verschiedenen Sachbücher zum Thema "Malen und Zeichnen". Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeigen seine tiefe Leidenschaft für Malerei, seine Freude am Experimentieren und sein großes zeichnerischen Können.
Auszeichnungen 1969 1. Preis für das Plakat der World Wild Life Fonds 1972 1. Preis "Der werbende Umschlag" für Covergestaltung 1995 Silberner Gothaer, Karikatur Auszeichnung 2001 Goldener Gothaer, Karikatur Auszeichnung
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Künstler des KLEINEN CICERONE: BRIAN UND URSULA BAGNALL Heute: Ursula Bagnall
Das Künstler-Ehepaar arbeitet seit 1972 in München zusammen. Überwogen anfangs Werbung und Illustration, verlegte sich später der Schwerpunkt ganz auf den Buchbereich. Neben Illustrationen und Titelgestaltungen entstanden gemeinsam entwickelte Bücher, bei denen Brian Bagnall den künstlerischen Teil, Ursula Bagnall Text und Layout übernahm. Wobei sich das natürlich so genau nie trennen ließ, denn die Konzepte wurden gemeinsam erarbeitet, freie Arbeiten von Ursula Bagnall integriert und streng angelegte Layouts durch Brian Bagnalls unkonventionellen Ideen durchbrochen. So gerne die Beiden nach wie vor zusammen arbeiten, bestehen sie jedoch auch darauf, als einzelne Künstler, unabhängig voneinander, wahrgenommen zu werden. Mehr darüber unter www.bagnall.de.
URSULA BAGNALL entdeckt in Holzmaserungen, Strandgut und anderen Überbleibseln aus dem täglichen Leben eigenartige Wesen, die Geschichten erzählen. Ursula Bagnall wurde 1945 in Oberaudorf am Inn geboren, lebt aber eigentlich schon immer in München. Nach der Ausbildung als Schaufenstergestalterin studierte sie an der Akademie für Grafisches Gewerbe Grafik Design, arbeitete bei Otl Aicher für die Olympiade in München und freiberuflich über 30 Jahre lang für das Bayerische Fernsehen. Nach einer künstlerischen Lehrtätigkeit in Amsterdam machte sie sich 1972 mit ihrem Mann, dem Zeichner Brian Bagnall, selbständig. Gemeinsam veröffentlichten sie zahlreicher Kinder- und Jugendbücher sowie Sachbücher zum Thema "Malen und Zeichnen". Soeben im Belser Verlag erschienen: "Malen in Acryl – von Künstlern inspiriert". In ihren freien Arbeiten, die sie bei zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Italien gezeigt hat, verbindet sie Malerei mit Text, Materialien mit Gemaltem und Heiteres mit Ernstem.
In der nächsten Ausgabe dürfen Sie sich auf BRIAN BAGNALL freuen.
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Max-Wolfgang Weber, "Olivenhain" 110x200 cm, Öl/Lwd.
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Künstler des Kleinen Cicerone Max-Wolfgang Weber
Von Johanna Maria Pfeiffer Max-Wolfgang Weber, Jahrgang 1939, ist in allen Techniken der Malerei zuhause. Seine profunden Kenntnisse erwarb sich der gebürtige Dresdner an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig sowie an den Akademien der Bildenden Künste München und Wien. Seit 1960 als freischaffender Künstler in der Isar-Metropole ansässig, ist er vielen Münchnern durch zahlreiche Ausstellungen und durch seine langjährige Galeristentätigkeit bekannt. Weber verweigert sich allen Moden und Trends, lässt sich auf keinen stil festlegen, fordert sich immer wieder neu heraus. Jeder Malvorgang ist ein offener Prozess mit ungewissem Ausgang, ohne Rückgriff auf Bewährtes, Gesichertes. Keine Effekte, keine Routine, keine Wiederholungen wird der Betrachter im Werk Webers – geschaffen in nunmehr mehr als vier Jahrzehnten – finden, vielmehr: immer neue Bildschöpfungen, authentisch im Stil, Technik und Motiv, geboren aus der Haltung echten Künstlertums: der Freiheit. Öffentliche Ankäufe: Bayerische Staatsgemäldesammlung, Deutsche Bundesbahn. Weitere Infos unter www.weber-art.de.
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Moritz Michels Malerei als Ausweg aus der Ausweglosigkeit
Von Simone Schirmer Moritz Michels, geboren 1973 in München, schloss 2002 sein Grafikstudium an der FREIEN KUNSTWERKSTATT MÜNCHEN mit Diplom ab und arbeitet seither als freischaffender Künstler in der Maxvorstadt. Michels Bilder, figurativ und expressiv, sind formal wie inhaltlich großformatig. In meist grellen, „freundlichen“ Farben befasst er sich mit der düsteren, abgründigen Seite des menschlichen Daseins. Der innere Konflikt, die Wut über das Unvermögen des Menschen, nicht Herr im eigenen Hause zu sein, kommt in gewundenen bis hin zu entstellten Körpern zum Ausdruck, die sich geradezu hilflos im freien oder unlogisch konzipierten Raum bewegen. Michels vermeidet konsequent, seine Figuren durch korrekten Umgang mit Licht und Schatten oder definierte Konstruktionen zu verorten, das Bild zu schließen und damit Distanz zu schaffen. Seine Malerei ist konfrontativ – angezogen von heller Farbigkeit und üppiger Komposition, wirkt sie auf den Betrachter auf den zweiten Blick befremdlich, teilweise sogar beängstigend. Angst jedoch will Michels nicht auslösen, vielmehr Auseinandersetzung, auch wenn es keine, zumindest keine diesseitige Lösung aus der menschlichen Misere gibt. Und wer will, erkennt auch Ironie und, weniger zynisch: Hoffnung. Die gewollte Verundeutlichung ermöglicht freie Vielfalt der Interpretation. Und gerade diese Rätselhaftigkeit, dieser Konflikt ist es, der Michels inspiriert, ihm Motivation und Motive liefert. Es handelt sich um einen Kampf, eine Suche nach der formalen, technisch präzisen Sprache, dieses Mysterium zu bebildern, ohne sich hinter einer Ästhetik zu verschanzen oder politisch-plakativ Moralstandpunkte zu beziehen. Michels Bilder sind u.a. unter www.moritzmichels.wordpress.com zu sehen oder im Ausstellungsraum der GÖRRES 10 unter www.goerres10.de. Hier hat Moritz Michels 2005 zusammen mit anderen Künstlern, Grafik- und Webdesignern eine Arbeitsgemeinschaft und einen Projektraum gegründet, in dem sowohl eigene als auch fremde Arbeiten ausgestellt werden.
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Johanna Maria Pfeiffer Belcanto in Pastell
Pfeiffer, Jahrgang 1950, fand erst spät zu ihrer Berufung als Künstlerin. Bis Ende der 80er Jahre arbeitete die graduierte Politologin im Verlagswesen u.a. als Lektorin und Redakteurin und absolvierte eine Weiterbildung zur Kulturmanagerin. Mit der Gründung der MENZINGER ATELIERTAGE im Jahr 1998 gelang ihr ein Coup, der stadtweit Nachahmung fand: Von Westen aus trat die Idee der „Offenen Ateliers im Stadtbezirk“ ihren Siegeszug durch München an und ist seitdem bei der Künstlerschaft wie bei Kunstinteressierten gleichermaßen bliebt. Bestätigt durch den Erfolg der Offenen Ateliers gibt Pfeiffer seit 2004 den Münchner Atelierführer DER KLEINE CICERONE heraus, der ganzjährig und stadtweit in ausgewählte Ateliers und Werkstätten von BerufskünstlerInnen führt. Als Malerin arbeitet Pfeiffer bevorzugt mit Pastellkreide auf kleinem und mittlerem Format. Motivgebend in vielen ihrer Arbeiten ist der Mensch, der in kühnen Farbkontrasten „ ins Bild gesetzt“ wird: Pink steht neben Orange, Violett tritt gegen Kobaltblau an. Die scheinbaren Disharmonien führt die Malerin in mehreren Schichten und durch akkurate Linienführung zu einem samtigen Belcanto zusammen. Johanna Maria Pfeiffer (Kontakt: 089-149 42 71) gilt als Vertreterin des symbolischen Realismus mit gelegentlichem Grenzübertritt ins Surreale. „Wie Traumbilder öffnen sich aus Versatzstücken der Realität phantasievolle Räume“, beschreibt der Münchner Kunsthistoriker Dr. Hans Jakob Pfeiffers Bilderwelt.
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John Langer Meisterliche Technik, Originalität und Phantasie
Von Johanna Maria Pfeiffer John Langer, Jahrgang 1946, fasziniert durch die Vielseitigkeit seines künstlerischen Schaffens. Ob Malerei, Bildhauerei, Grafik oder Installation – der gebürtige Allgäuer brilliert in jeder bildnerischen Disziplin durch meisterliche Technik, Originalität und Phantasie. Langer, der schon als Kind zeichnete und malte, schloß an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste sein fünfjähriges Studium der Malerei, Grafik und Bildhauerei mit Diplom ab. Seine Ausstellungstätigkeit führte ihn über den Raum Bayern hinaus nach Baden-Württemberg bis nach Berlin. Arbeiten von John Langer befinden sich bereits in öffentlichem Besitz, u.a. beim Kunstamt Berlin, bei der Deutschen Bundesbahn und bei der Staatsoper München. Seit 1988 führt der Künstler eine eigene kleine Galerie, die GALERIE HUBER. Einen Steinwurf von seinem Atelier entfernt in der Schmellerstraße 19 haben Langers Kolleginnen und Kollegen seitdem regelmäßig Gelegenheit, sich dem Münchner Kunstpublikum stilvoll zu präsentieren. Übrigens: John Langer, Tel. 76 72 90 93.
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Greta Merdan Fotos als Inszenierungen einer Welt aus dem Archiv
Von Johanna Maria Pfeiffer Die gebürtige Rheinländerin Greta Merdan lebt seit 1976 in der Isar-Metropole mit dem Schauspieler und Autor Erdal Merdan zusammen, mit dem sie eine Reihe von Hörspielen und Theaterstücken veröffentlicht hat. Daneben stellte Merdan Objekte her, die sie fotografisch weiter bearbeitete. Bis sie den Computer entdeckte. Merdan: „Die Fotos dienen mir jetzt als Ausgangsmaterial, die Bilder entstehen am Computer als Inszenierung einer Welt aus dem Archiv: aus montierten Figuren, Räumen, Landschaften, Gegenständen etc. Zufälle – Pannen oder Fehler – nehme ich bewusst auf und arbeite sie ein, dem Gedanken folgend, dass Zufälle das Leben mehr bestimmen, als wir es gerne hätten. Die Bilder werden als Unikate und Fine-Art-Prints gedruckt.“ Übrigens: Greta Merdan, Tel. 27 20 923 oder mobil 01 60-79 89 364, Internet: www.gretamerdan.de.
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Seine Bilder verströmen eine ungeheure Kraft und Energie Maximilian Matthes
Von Johanna Maria Pfeiffer Der gelernte Schriftenmaler Maximilian Matthes, 1953 in München geboren, ist dem kunstinteressierten Publikum in München und Oberbayern durch seine rege Ausstellungstätigkeit seit Anfang der 90er Jahre als Maler von packender Intensität bekannt. Vom Figurativen ausgehend, entwickelte sich Matthes hin zur gegenstandslosen Malerei, die informelle Symbolik beinhaltet. „Verzerrte Raumverhältnisse oder auch ineinander fließende Bewegungsmuster lassen symbolische Themen erkennen, die ihren Ursprung in der Welt der Phantasie und innerlichen Tiefen haben können. Rot und Blau dominieren Matthes Bilder – aktive mystische Farben, die zur Auseinandersetzung mit dem Inhalt zwingen.“ (SZ) Um spontan-gestisch arbeiten zu können, verwendet Matthes Acrylfarben, die er lasierend wie pastos einsetzt. Seine zum Teil riesigen Gemälde, in intensiven Farben auf die Leinwand geworfen, verströmen eine ungeheure Kraft und Energie. „Durch ihre Fluchtpunktperspektive evozieren Matthes Bilder eine Erweiterung des Raums ins Unendliche ... in die Regionen der Phantasie, in ein Reich jenseits starrer Begrenzungen, in ein Meer aus Farben.“ (Münchner Journal) Maximilian Matthes, Tel. 089-88 90 30 92, Email webmaster@max-matthes.de, Internet www.max-matthes.de
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Paul Torsten Hahn Durch Teilhabe am künstlerischen Prozess zur Wahrheit des Selbst
Von Johanna Maria Pfeiffer Paul Torsten Hahn, 1962 in Berlin (Ost) geboren, studierte an der renommierten Hochschule für Bildende Kunst Berlin Weißensee Malerei und Grafik mit Diplomabschluss und lebt seit 2001 als freischaffender Künstler in München. Nahezu zeitgleich mit seinem Wechsel von der Spree an die Isar gründete Hahn seine Schule für Zeichnen, Malen und traditionelle Druckgrafik OFFENE GRAFIKWERKSTATT, die er gleichzeitig als Atelier nutzt. Der frühere Meisterschüler und passionierte Dozent versteht die OFFENE GRAFIKWERKSTATT in der Augsburgerstraße als Angebot, durch Teilhabe am künstlerischen Prozess zur Wahrheit des Selbst zu kommen. „Wenn ich gefragt werde: Wie soll ich zeichnen? antworte ich: Wie es Dein Inneres vorgibt, alles andere passiert von alleine. Ich versuche, Menschen einen Raum zu geben, wo genau das geschehen kann.“ In Hahns eigenem Schaffen nimmt das Zeichnen einen zentralen Platz ein. „Wer mich kennen- lernen möchte, sollte zunächst meine Zeichnungen betrachten. Die Zeichnung spiegelt etwas von dem wider, was ich in der Kunst als das Wesentliche bezeichne. Der erbarmungslose Strich, im besten Fall nicht widerrufbar, läßt den Menschen dahinter - mich - am klarsten erscheinen, mit all seinen Facetten.“ Hahns Arbeiten - Kohle- und Tuschearbeiten, Holzschnitte, Radierungen und Gemälde - wurden seit Anfang der Achtziger Jahre in mehr als vierzig Galerien deutschlandweit gezeigt. „Hahns Arbeiten ... stehen in der Tradition des Expressionismus und der Klassischen Moderne, dies jedoch mit klarer eigener Handschrift“ (SZ 12.10.2004). Sein Verzicht auf vordergründige Effekte, die Verwendung klassischer Materialien und Techniken, das Aufgreifen zeitloser Bildmotive bindet sein Werk an die Tradition und schlägt damit die Brücke zum Betrachter, der sich einläßt auf scheinbar Vertrautes, dem - bei näherem Hinsehen - Fremdes entsteigt: das Fremde des Du – Polaroidaufnahmen einer Seele, die nicht die eigene ist. Paul Torsten Hahn, Fon/Fax (o89) 36037917, mobil 01739306676, Internet www.offenegrafikwerkstatt.de.
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Renée Rauchalles.
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Affetuoso.
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Werke wie Magnete isarbote.de stellt vor: Renée Rauchalles und ihre Bilder
Renée Rauchalles studierte in ihrer Geburtsstadt München an der Meisterschule für Grafik mit Diplom-Abschluss. Außerdem absolvierte sie eine Gesangs- und Schauspielausbildung. Die Liebe zu Musik, Schauspiel und Literatur führte sie für einige Jahre ans Theater (u. a. Residenztheater München), bevor sie sich endgültig für die freie Malerei entschied. Durch zahlreiche, von ihr erarbeitete Literaturlesungen, die hauptsächlich in ihrer ZEITfürKUNST-Galerie stattfinden, hält die Künstlerin gewissermaßen noch immer Verbindung zu ihrer schauspielerischen Tätigkeit. Geblieben ist auch die intensive Erforschung der Grenzen des menschlichen Körpers und Geistes, wie es für einen guten Sänger und Darsteller unerlässlich ist. Diese Erforschung findet Eingang in die Bilder der Künstlerin, deren "Werke wie ein Magnet wirken" (Münchner Merkur 2004). Ihre abstrakte Malerei symbolisiert die Befreiung des Körpers, die Feinstofflichkeit und die Energie, die durch die Auflösung von Blockaden entsteht. Befreiung bedeutet Bewegung, was zu einem ständigen Veränderungsprozess führt und vielfach zu einem körperlichen und geistigen Heilungsprozess beiträgt, den Renée Rauchalles selbst nach einem Unfall in jahrelanger Auseinandersetzung mit ihrem Körper erleben durfte. Diese Erkenntnisse gibt sie heute in ihrer Arbeit mit Gesangs-, Schauspiel- und Kunststudenten weiter. Die großformatigen Bilder von Renée Rauchalles, auf denen sie in intensiven, leuchtvollen Farben Schwingung und Bewegung sichtbar macht, laden ein zum bewegten Sehen und Fühlen. Wie die Musik, die sich in den Raum verströmt, soll sich die freigewordene innere Bewegung nach außen verströmen und fortsetzen, was die Künstlerin vor allem in ihren oft mehrteiligen Bildern ausdrücken will.

Ganz im Gegensatz dazu steht ihr Bilderzyklus "Der blutende Planet". Er versinnbildlicht auch in seiner realistischen Malweise den Gegenpol, die Dunkelheit, die Realität, mit der wir im Weltgeschehen konfrontiert sind und die wir oft selbst herbeiführen. Und er symbolisiert die Stirb- und Werdeprozesse allen Lebens. Weitere Infos unter www.renee-rauchalles.com
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Robert Scherkl, Birnen, 2005, Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm
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Reduktion und Konzentration Robert Scherkl
Robert Scherkl, 1965 in Landau a.d. Isar geboren, lebt seit 2004 in München. Vorangegangene Stationen waren Berlin, wo er Kunstgeschichte und Philosophie studierte, Paris, wo er im Rahmen eines Stipendiums am Centre allemand d’histoire de l’art über das Bauhaus und dessen Beziehung zu Frankreich forschte und schließlich Düsseldorf, wo er sich endgültig für die Freie Kunst entschied. Robert Scherkl promovierte in Kunstgeschichte über das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis im Purismus. Sicherlich hat diese Arbeit ihre Spuren in seiner Malerei hinterlassen. Scherkls Bilder charakterisiert eine eigentümliche Strenge, die aus dem Misstrauen gegenüber dem eigenen Einfall resultiert und in einen Prozess der Reduktion und Konzentration führt. Die oft vom Wechselspiel aus gegenständlichen und nichtgegenständlichen Elementen gekennzeichnete Komposition fragt nach der Wirklichkeit in der Malerei und nach den Möglichkeiten des Bildes. An dieser Stelle sollen nur zwei Beispiele herausgegriffen werden. Das Gemälde Gipfeltreffen stammt aus der Serie Helden der Arbeit, in der Robert Scherkl mit Pressefotos arbeitet, wobei die dargestellten Figuren typisiert werden. Im aktuellen Werkzyklus Obst und Gemüse steht der Blick auf das Alltägliche im Mittelpunkt; die Alltagserfahrung wird jedoch durch die Inszenierung der Früchte vor einem schwarzen Hintergrund und deren Einbettung in einen imaginären Raum verfremdet. Übrigens: Robert Scherkl, Tel. 12 111 639, www.scherkl.com.
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Robert Scherkl, Gipfeltreffen, 2003, Öl auf Leinwand, 120 x 150 cm
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