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Jubiläum: Verleihung des 50. Schwabinger Kunstpreises OB Ude zeichnet Dominik Graf, Zé do Rock und Konstantin Wecker aus
Vor rund 500 Gästen, darunter viele ehemalige Preisträger, überreichte Oberbürgermeister Christian Ude die Schwabinger Kunstpreise 2010 im Verwaltungszentrum der Stadtsparkasse München in der Ungererstraße. Die beiden mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preise gingen an den Regisseur Dominik Graf und den Buchautor Zé do Rock. Den Ehrenpreis erhielt der Liedermacher Konstantin Wecker. Das Preisgeld wird gemeinsam von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, der Münchner Freiheit Eisenrieder GmbH, der Oswald-Malura-Kunststiftung und der Landeshauptstadt München gestiftet. Die Preise wurden in diesem Jahr zum 50. Mal verliehen. Das Jubiläum sei eine "Goldene Hochzeit zwischen Münchens immer noch kunstvollstem Viertel und den in der Stadt lebenden Kunstschaffenden", so Ude in seiner Rede. Mit den Schwabinger Kunstpreisen werden Persönlichkeiten oder Schwabinger Institutionen ausgezeichnet, die in besonderer Weise kulturelle und/oder künstlerische Leistungen für ein Schwabing im Sinne seiner Tradition erbracht haben. Gastgeber für die Preisverleihung war die Stadtsparkasse München. Der Jury zur Auswahl der Preisträger gehören an: Johanna Brechtken (Seidlvilla), der Filmregisseur Jens Börner und die Journalisten Gabriella Lorenz (AZ), Armin Kratzert (BR-Fernsehen) sowie Martina Scherf (SZ). Der Schwabinger Dominik Graf ist laut Jury einer der vielseitigsten deutschen Filmregisseure – und einer der produktivsten. Er arbeitet gleichermaßen für die Leinwand wie fürs Fernsehen. Eine seiner größten Qualitäten sei, dass es für Graf keinen Unterschied zwischen "großem Kino" und "kleinem Fernsehen" gebe. Fürs Fernsehen drehte er Filme wie "Der Skorpion", "Deine besten Jahre" oder "Der scharlachrote Engel". Der Sprachspieler und "Sprachzertrümmerer" Zé do Rock habe sich vor allem als so lustvoller Zuhörer wie kluger Analytiker des uns alltäglich umschwirrenden Wortgeklingels erwiesen, hieß es in der Begründung der Jury über den Buchautor. Do Rock habe ganz nebenbei das Deutsch neu erfunden und dies in hinreißend komischen kabarettistischen Abenden eindringlich demonstriert. Sein neuestes Buch "jede sekunde stirbt ein nichtraucher" ist gerade im Münchner A1 Verlag erschienen. Der Ehrenpreisträger Konstantin Wecker ist nicht nur ein Ur-Münchner Gewächs, er ist auch seit früher Jugend mit der Schwabinger Kleinkunstszene verbunden. Die Juroren dazu: "Sein ganzes, schier unüberschaubares Werk verströmt den (Frei)-Geist, für den die Schwabinger Künstlergemeinde einst stand: Standhalten gegen Mehrheiten und Mainstream, sich als Mensch und Künstler nicht verbiegen lassen – und das seit 40 Jahren." Das erste, über die Grenzen Bayerns hinaus berühmt gewordene Album "Genug ist nicht genug – schon Schweigen ist Betrug“ erschien 1977. Das "Willy"-Lied wurde damals zum Kultsong einer ganzen Generation. Die Schwabinger Kunstpreise hat 1961 eine bürgerschaftliche Initiative des Schriftstellers Florian Seidl und des damaligen SZ-Mitgesellschafters Hans Dürrmeier ins Leben gerufen. Seit 1991 werden zwei Preise in Höhe von 5.000 Euro sowie ein undotierter Ehrenpreis vergeben. Zum 50. Geburtstag ist das Buch "Aus der Traumstadt: 50 Jahre Schwabinger Kunstpreis" erschienen. Dort steht zu allen bisherigen Preisträgern ein kleiner Essay.
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