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Kompakt oder lieber ein Van, schnell oder wirtschaftlich, zuverlässig oder extravagant? Dietmar Stanka nimmt die aktuellen Automodelle genau unter die Lupe!

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Fressnapf XXL

BMW M3 Cabriolet –
Sanftes Gleiten mit 420 PS

Sanft wie ein Lämmchen lässt sich das BMW M3 Cabriolet aus der Sportwagenschmiede M GmbH des Münchner Autobauers bewegen – behutsames Gas geben und die richtige Gangwahl des Doppelkupplungsgetriebes vorausgesetzt. Gleiten ist nämlich angesagt mit den acht Zylindern, die in V-Form angeordnet sind und denen die Haube mit einer mächtigen Hutze Tribut zollen musste.

Fast unglaublich, brüllt der 4-Liter-Motor beim Anlassen so laut los, dass die gesamte Kraft der 309 kW (420 PS) Gänsehaut erzeugt. Bereits nach wenigen paar Metern schnurrt das Triebwerk dagegen wie ein kleines Kätzchen und wird nur bei extremen Beschleunigungsvorgängen wieder zum brüllenden Löwen. Vernünftig ausgewogen also das epochale Soundsystem, das von vier Auspuffrohren gekrönt wird. Mir manchmal zu leise, aber fürs Cruisen nahezu ideal.

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Und man mag es kaum glauben, aber die angegebenen Verbrauchswerte werden im kombinierten Verkehr tatsächlich unterschritten: 12,9 Liter dürften es sein, tatsächlich flossen auf rund 2.500 km innerhalb von 15 Tagen über Autobahnen, Landstraßen und im Münchner Stadtverkehr im Schnitt 12,2 Liter durch die Düsen. Klar zu viel, aber es müssen sage und schreibe 1,9 Tonnen Leergewicht und eben 8 Zylinder in den Kolben
bewegt werden.

Neben dem extrem hohen Gewicht – zum Vergleich dagegen wiegt eine Corvette Cabrio
1.476 kg (!), muss das Treibwerk auch den hohen Rollwiderstand der vorne 245/40 und hinten 265/40 großen Reifen kompensieren. Das der V8 mit all diesen Widrigkeiten leicht fertig wird, ist der ausgeklügelten Technik zu verdanken. Die pure Kraftmaschine dreht bis 8.400 min–1 und etwa 85 Prozent des Drehmoment von 400 Nm sind über eine Drehzahlspannbreite von 6 500 min–1 hinweg abrufbar.

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Acht Einzeldrosselklappen, Variable Nockenwellensteuerung, Niederdruck-Doppel-VANOS sowie eine sichere Ölversorgung, die bis zu 1,4 g Längs- und Querbeschleunigung durch zwei Ölpumpen und dynamikoptimierte Nasssumpf-Ölschmierung verträgt, sind Stichworte für eine hervorragende Ingenieursleistung. Und auch wenn dieser neue Motor nur 202 kg wiegt und damit sogar leichter ist, als der Reihensechszylinder des Vorgängers, ist das Gesamtpaket einfach zu schwer!

Und einen Teil des Gewichts verantwortet das Stahldach, das bei allen 3er Cabrios Einzug gehalten hat. Neben den Vorzügen dieser Konstruktion muss ein erheblicher Nachteil in Betracht gezogen werden: Bei geöffnetem Dach schrumpft der Kofferraum auf ein Minimum, sodass die Fahrt in den Urlaub entweder mit geschlossenem Verdeck oder mit sehr wenig Gepäck erfolgen muss!

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Zurück zu den angenehmen Gefühlen, ein M3 Cabrio zu fahren. Ein Muss ist das Doppelkupplungsgetriebe mit 7 Gängen mit diversen Einstellungsmöglichkeiten. Mit dem kleinen Schaltknubbel in der Mittelkonsole werden der Rückwärtsgang und die beiden Optionen D und S ausgewählt. Mit einem weiteren Schalter kann die Schaltgeschwindigkeit bestimmt werden und über den Bordcomputer werden die weiteren Eigenschaft positioniert.

Bis auf wenige Ausnahmen – schnelle Überholvorgänge auf Landstraßen schaltete ich mit den Paddels am Lenkrad – fuhr ich im Automatikmodus und auch bei geringen Geschwindigkeiten und Drehzahlen im siebten Gang. Wohl auch ein Grund, dass der Verbrauch selbst in der Stadt nicht exorbitant in die Höhe geschnellt ist.

Fünf Optionen im automatisierten D-Modus und sechs im manuellen S-Modus stehen den Piloten eines M3 zur Verfügung und alle haben eines gemein: Sie beschleunigen diesen M3 in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und die Abregelung der Höchstgeschwindigkeit beginnt bei 250 km/h. 3.800 Euro müssen für diesen sportiven Luxus ausgegeben werden, in Anbetracht des Basispreises von 75.250 Euro prozentual gerechnet nicht viel, aber wertvoll! Und nicht nur, weil man schneller, sondern tatsächlich sparsamer unterwegs ist.

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Den saftigen Preis versüßt BMW mit einer umfangreichen Sonderausstattung, die unter anderem Ledersitze, ein ebenfalls in Leder gehülltes Multifunktions-Sport-Lenkrad,
Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie das Radio Business mit CD, 6 Lautsprechern und MP3-Decoder beinhaltet. Eine weitere empfehlenswerte Option ist die Elektronische Dämpferkontrolle (EDC) zur Einstellung unterschiedlicher Dämpfer-Kennlinien (Komfort, Normal, Sport) für 1.900 Euro. So summieren sich schnell weit über 80.000 Euro zusammen – eine Dimension, die dieses Fahrzeug auf unseren Straßen leider zu einer seltenen Erscheinung verdammen wird.

Technische Daten: BMW M3 Cabrio
Motor: 8-Zylinder-Benziner
Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Hubraum: 3.999 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 309 kW (420 PS)/4.000
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 3.900 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.615/1.804/1.322 in mm
Radstand: 2.761 in mm
Leergewicht: 1.905 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.280 kg
Kofferrauminhalt: 350 l, bei geöffnetem Dach 210 l
Bereifung: 245/40 ZR 18 vorne, 265/40 ZR 18 hinten
Felgen: 8,5 x 18″ vorne, 9,5 x 18’’ hinten
Beschleunigung: 5,1 Sekunden mit DKG
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Tankinhalt: 63 l
Kraftstoffverbrauch EU-Zyklus: 12,3 l auf 100 km mit DKG, als 6-Gang-Schalter 12,9 l
Preis: ab 75.250 Euro inkl. MwSt.

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Dietmar Stanka nimmt die aktuellen Automodelle unter die Lupe
Opel Insignia –
Maßanzug für Fortgeschrittene


Das Gefühl in einem Fahrzeug zu Hause zu sein, angekommen zu sein, in dem Wohlfühlen und ein hohes Maß an Sicherheit einfach so vorhanden ist, passiert
selten. Im Opel Insignia ist mir dies beim ersten Probesitzen im Prototypen im Frühsommer 2008 passiert und der Eindruck verstärkt sich von mal zu mal. Nachdem ich bereits verschiedene Motorisierungen in allen Karosserieformen stundenweise gefahren bin, stellte mir Opel von Ende April bis Mitte Mai einen 2,0 DCTI Edition als Testwagen zur Verfügung, der mich innerhalb von 14 Tagen rund 1.400 km weit trug.


Lackiert war mein Testwagen in einer Farbe namens „Metro“, einem kräftigen Stahlblaumetallic. Nicht nur in diesem Outfit strahlt der Insignia Gediegenheit, Luxus und gleichzeitig sportliche Dynamik aus. Es ist ein Opel, der mich an die große Zeit der Marke in den Nachkriegsjahren, als ein Opel durchaus auf der gleichen Stufe stand, wie ein Stuttgarter Hersteller mit dem Stern im Emblem. Und ein Opel, der durchaus mit den deutschen Premium-
Herstellern mithalten kann, nur nicht bei der Preispolitik.

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In der Basisversion ist der Insignia mit dem 1,6-Liter-Benziner bereits ab 22.700 Euro erhältlich, für soviel Auto durchaus preiswert. Mein Testwagen kostet in der empfehlenswerten Version „Edition“ 29.755 Euro. Noch genialer ist der ab sofort erhältliche ecoFLEX, der ebenfalls wie der getestete Insginia von einem 2-Liter-Diesel mit 118 kW
(160 PS) angetrieben wird.

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Wie alle Insignia erfüllt auch der ecoFLEX die strenge Euro 5-Schadstoffnorm und wird zuerst in der Stufen- und Schrägheck-Version ab 30.105 Euro angeboten. In der Serienausstattung befinden sich u.a. bereits ein DVD Navigationssystem und eine automatische Klimaanlage.

Durch eine Verkleidung unter dem Tank und eine 10 Millimeter tiefer gelegte Karosserie wurde der Cw-Wert bis auf 0,26 abgesenkt. Das macht den Insignia ecoFLEX zu einer der windschnittigsten Limousinen der Welt. Weitere Verbesserungen der Aerodynamik wurden durch eine zusätzliche flexible Frontspoiler-Lippe und die Reduzierung der oberen Lüftungsöffnungen erreicht. Außerdem wurde die Getriebeverzahnung und die Achsuntersetzung des manuellen Sechsganggetriebes optimiert und spezielle Michelin Primacy HP-Reifen montiert.

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Nur wenige Elemente des Insignia wirken störend. Überladen wirkt die Mittelkonsole mit viel zu vielen Schaltern, noch dazu, weil mit dem Bedienknopf im Bereich des Schalthebels die gleichen Funktionen ausgeübt werden können. Das in der Variante „Edition“ eingebaute Navigationssystem lässt sich intuitiv bedienen und führt schnell und einfach zum Ziel.

Fast schon ein Muss, vor allem für Vielfahrer, sind die optional erhätlichen Sportsitze, die für ihre besonderen orthopädischen Eigenschaften mit dem Gütesiegel des Vereins „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ ausgezeichnet wurden. Diese Sitze lassen sich in ihrer Länge verstellen, sodass auch Personen mit langen Beinen bequemen Halt finden. Für zusätzlichen Komfort sorgen optionale Sitzheizung und Sitzbelüftung und die serienmäßige Lordosenstütze.

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Für einen glänzenden Auftritt sorgt die Lichtarchitektur mit dem schwingenförmigen Tagfahrlicht, das aus stromsparenden LED-Leuchten gespeist wird. Ebenfalls auf der Aufpreisliste und sehr empfehlenswert sind die Bi-Xenon-Leuchten in Verbindung mit der
AFL+-Technik. Unter Verwendung komplexer Algorithmen orientiert sich die Lichtverteilung der Scheinwerfer automatisch am jeweiligen Streckenprofil und an den vorherrschenden Sichtverhältnissen. Der Insignia bietet insgesamt neun Lichtfunktionen - Stadtlicht, Spielstraßenlicht, Landstraßenlicht, Autobahnlicht, Schlechtwetterlicht, statisches Abbiegelicht, dynamisches Kurvenlicht, Fernlicht sowie Fernlicht-Assistent. So wird die Sicht verbessert und das Fahren sicherer gemacht.

Mit dem FlexRide-System wird das Fahren mit dem Insigina entweder zu einem Schwebevorgang oder zu einem durchaus sportlichen Akt. Über zwei Tasten in der Armaturentafel kann alternativ zur komfortablen Standard-Abstimmung ein strafferes (Sport) oder entspannteres Set-Up (Tour) gewählt werden. Im Sport-Modus bietet FlexRide auf Knopfdruck ein temperamentvolles Fahrerlebnis: Die Stoßdämpfung wird härter, das Gaspedal spricht schneller an. Und im Set-Up Tour werden sogar Pflastersteine zu einer ebenen Fläche.

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Selten vergingen 14 Tage so schnell, wie mit dem Opel Insignia. Es ist endlich wieder ein Opel zum Herzeigen, zum darauf stolz sein und das gepaart mit hervorragenden Fahrleistungen. Den Worten von Alain Visser, Chief Marketing Officer bei GM Europe kann ich mich daher nur anschließen: „Der neue Opel Insignia bringt neue Spannung in das Fahrzeugsegment. Er bietet eine kraftvolle Kombination aus ausdrucksstarkem Design, Fahrspaß und hohem Nutzwert bei erschwinglichen Preisen“.

Technische Daten: Opel Insignia 2,0 CDTI ECOTEC Edition
Motor: 4-Zylinder-Diesel
Getriebe: Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Hubraum: 1.965 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 118 kW (160 PS)/5.500
Max. Drehmoment: 350 Nm zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.830/1.498/2.084 in mm
Radstand: 2.737 in mm
Leergewicht: 1.503 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.020 kg
Kofferrauminhalt: 500 l, bei umgeklappten Sitzen bis zu 1.010 l
Bereifung: 245/45 R 18
Felgen: 8 x 18″ Leichtmetall
Bescheunigung: 9,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 218 km/h
Tankinhalt: 70 l
Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/gesamt: 7,9/4,9/6,0 l auf 100 km
Preis: 29.755 Euro inkl. MwSt.


BMW Z4 – heißes Blechdach
contra weichem Bezug

Zwei junge Damen namens Nadya Arnaout und Juliane Blasi zeichnen für den neuen BMW Z4 verantwortlich: einem Z4, der die Verwandtschaft zu früheren Modellen des Münchner Autobauers genauso in den Genen trägt, wie er den modernen Automobilbau verkörpert.

Im internen Wettbewerb der BMW Designer gewannen die Beiden mit ihren Entwürfen, Juliane Blasi mit der Außenhaut, Nadya Arnaout mit dem Interieur. Ist der neue Z4 deshalb sehr feminin geworden? Oder ist gar ein Frauenauto? Mitnichten, der BMW Z4 der Generation 2009 ist so Unisex wie bis dato keiner der modernen Roadster des bayerischen Unternehmens.

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Unter der spanischen Sonne durfte ich Mitte März die ersten Runden drehen, auf kurvenreichen Straßen im Hinterland von Alicante, auf denen sich das optional erhältliche adaptive Fahrwerk bestens bewährte. 1.230 Euro kostet dieser Spaß, der faktisch dringend erforderlich ist, denn die neueste Baureihe des Z4 ist gegenüber seinem Vorgänger, der noch in den USA gebaut wurde, wesentlich sanfter ausgelegt.

Drei Modi, Normal, Sport und Sport+ inklusive eines 10 mm tieferen Fahrwerks sind in diesem Dämpfersystem verbaut, die der BMW Fahrwerksspezialist Heinz Krusche mit seinen Mitarbeitern entwickelt hat. Zusammen mit dem 2.400 Euro teuren 7-Gang-
Doppelkopplungsgetriebe, wird so im Sport+-Modus aus einem sanften Kätzchen ein ungezähmter Tiger. Oder anders: Der oder die Fahrerin sollte sich sehr bewusst auf eine wunderbare und kraftvolle Entfaltung der 3-Liter-Biturbos einstellen, der in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h stürmt.

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Als begeisterter Cabrio-Fahrer und Verfechter der Stoffmütze wollte ich eigentlich den neuen Z4 ob seines Hardtops verteufeln. Fast schon ein wenig kleinlaut muss ich nun meine Meinung komplett revidieren. Auch wenn das Kofferraumvolumen bei geöffnetem Dach auf 180 Liter schmilzt, überwiegen die Vorteile des Blechdachs sehr wohl. Das Gefühl an mehr Raum im Inneren ist bei geschlossenem Dach ein großer Gewinn – der Himmel ist hell verkleidet und erzeugt damit eine lichte Höhe und mit den gewachsenen Maßen überzeugt der Z4 auch körperlich große Insassen.

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Diese können sich auch beim offenen Fahren mit mehr Komfort verwöhnen. Die neue Sitzposition und die zusätzlichen Scheiben hinter der B-Säule lassen den Fahrtwind nicht mehr so stark verwirbeln und sorgen dabei für eine ordentlich sitzende Frisur. Bei der Gestaltung des Innenraums ließ sich Nadya Arnaout vom Z8 inspirieren. Die großen Drehschalter für die Bedienung der klimatischen Bedürfnisse sind ein würdevolles Andenken an diesen vom Klassiker 507 beeinflussten, 400 PS starken Achtzylinder.

Die Unverwechselbarkeit und die starke Familienähnlichkeit setzen sich auch beim Außendesign fort. Vorne und hinten mag man aus manchen Perspektiven den 6er erkennen, die Seitenlinie zeigt klar die notwendigen Roadsterproportionen – lange Schnauze, kurzes Heck. Und auch wenn die Motorhaube unendlich lang erscheint, lässt sich der Z4 wunderbar leicht um die Ecke zirkeln. Denn obwohl die Außenmaße deutlich gewachsen sind, ist der Radstand nahezu unverändert geblieben, was der Agilität spürbar gut tut.

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Mit drei Motorisierungen und neuen Typbezeichnungen wird der neue Z4 ab dem 9. Mai 2009 bei den Händlern stehen. Beginnend mit dem Z4 sDrive23i, einem 2,5-Liter, der 150 kW (204 PS) leistet, über die beiden 3-Liter, dem sDrive30i mit 190 kW (258 PS) und dem sDrive35i mit 225 kW (306 PS) ist im Moment für alle Bedürfnisse gesorgt. Der Einstandspreis liegt bei
35.900 Euro, Xenon-Licht mit automatischer Leuchtweitenregulierung serienmäßig. Für die beiden „schwächer“ motorisierten Reihensechszylinder steht neben dem handgeschalteten
6-Gang-Getriebe ein Sport-Automatik-Getriebe für 2.340 Euro zur Auswahl. Nach obenhin sind preislich wenig Grenzen gesetzt – in der Topausstattung können so fast 70.000 Euro
erreicht werden!

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Summa summarum ist der Z4 der neuesten Ausgabe ein fantastisches Automobil geworden. Nicht zuletzt setzt BMW mit diesem Roadster eine neue Benchmark in dieser Klasse und hat endlich den adäquaten Blechdach-Vertreter auf die Reifen gestellt, um dem Erfolgsmodell aus Sindelfingen Paroli bieten zu können.

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Technische Daten: BMW Z4 sdrive35i
Motor: 6-Zylinder-Benziner Biturbo
Getriebe: Sechsgang-Schaltung
Hubraum: 2.996 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 225 kW (306 PS) /5.800
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.300 – 5.000 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.239/1.790/1.291 in mm
Radstand: 2.496 in mm
Leergewicht: 1.580 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.835 kg
Kofferrauminhalt: 310 l
Bereifung: 225/45 R17 vorne, 245/40 R 17 hinten
Felgen: 8 x 17″ vorne, 8 ½ x 17″ hinten Leichtmetall
Beschleunigung: 5,2 Sekunden (handgeschaltet)
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Tankinhalt: 45 l
Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 9,4 l auf 100 km
Preis: ab 47.450 inkl. MwSt.


JEEP Patriot – Eintrittskarte in die Welt
des Offroad-Klassikers

Mit dem Modelljahr 2009 wurde das Einstiegsmodell Patriot der Traditionsmarke JEEP gründlich überarbeitet und mit einem neuen Interieur versehen. Bei meinen ersten Testfahrten rund um Berlin Anfang März konnte mich der „kleine“ JEEP rundum überzeugen. Mit einem Einstiegspreis von 25.290 Euro beim 2,4-Liter-Benziner, der mit Autogas aufgerüstet als Sondermodell Eco+ ein echter Sparweltmeister ist, wird jedem Fan der Marke eine preisgünstige Möglichkeit eröffnet, endlich einen echten JEEP zu fahren.

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Während die kantige und doch sehr freundliche Außenhaut des Patriot praktisch unverändert geblieben ist, wurde das bis dato eher nervös wirkende Armaturenbrett einer gründlichen Renovierung unterzogen. Ein weicherer und weitaus unaufgeregterer Look beherrscht die gesamte Einheit und mit einigen Chromelementen werden punktuell Akzente gesetzt.

In der nunmehr gepolsterten Mittelkonsole finden über einen geteilten Deckel einige Dinge ihren Platz, während leider das Handschuhfach und die Ablagemöglichkeiten in den Türen eher mäßig ausgefallen sind. Die Sitze sind auch auf langen Strecken bequem und mit dem nach vorne zu einem Tisch umklappbaren Beifahrersitz wird die Transportkapazität sperriger Güter erhöht. Auch die im Fond sitzenden Passagiere finden ausreichend Komfort, der zum einen durch eine großzügige Beinfreiheit und zum anderen durch die verstellbare Lehnen-
Neigung erreicht wird.

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Das permanente Allradsystem namens Freedom Drive I verfügt über eine manuell sperrbare Drehmomentverteilung die bei schwierig befahrbaren Untergrund das Fortkommen ermöglicht. ABS mit Schlechtweg-Erkennung, ESP, Bremsassistent und der elektronische Wank- und Überrollschutz sorgen genau wie die Frontairbags zusammen mit den seitlichen Vorhang-Airbags für die vorderen und hinteren Sitze für die notwendige Sicherheit.

Mit all diesen Paketen ausgestattet fährt sich der Patriot wie ein PKW, einzig die mächtig nach vorne ragende Motorhaube weist auf einen echten Offroader hin. Dabei sind trotz der relativ kleinen Scheiben die Aussichten sehr gut. Nach vorne weist die groß wie Texas wirkende Haube den Weg, nach hinten sind die klaren und kantigen Konturen der Wegweiser in die Parklücke.

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Witzige Details wie eine herausnehmbare Taschenlampe, die sich in der Halterung selbst wieder auflädt, ein iPod-Interface, das den wertvollen iPod im Handschuhfach verbleiben lässt und ausschwenkbare Lautsprecher in der Heckklappe für die nächste Party am Baggersee oder in der Mojave Wüste, machen den Patriot noch ein Stückchen wertvoller und einmaliger in der großen Welt kompakter SUV. Aber der Patriot ist nicht irgendein SUV, sondern eben ein JEEP und damit allein schon deswegen etwas Besonderes. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Top-Version mit dem 2,4-Liter-Benziner und dem stufenlosen CVT-Automatikgetriebe gerade einmal 31.990 Euro kostet. Der einzige Posten der Aufpreisliste ist die Metallic-Lackierung für 490 Euro.

Da müssen sich selbst die Mitbewerber aus Asien vormachen lassen, wie die US-Amerikaner sparsame, kompakte und gut fahrbare SUV vermarkten. Das besondere Highlight des Limited-Pakets ist das uconnect GPS-Multimediasystem inkl. Touchscreen, Bluetooth und 30 GB großer Festplatte für alle Lieblingssongs einer Strecke, die dann von Peking nach New York führen kann.

Der Limited mit dem kräftigen 2-Liter-Diesel aus dem Regal von Volkswagen kostet 30.490 Euro und für das beim Benziner erwähnte uconnect müssen dann noch einmal 2.320 Euro lockergemacht werden. Neben der Metallic-Lackierung werden bei Bedarf weitere 830 Euro für das elektrische Glas-Schiebe-Hubdach fällig. Relativ gesehen ist der Patriot ein wahrer Hecht im Karpfenteich, denn kaum ein anderer Geländewagen wird in diesem Segment je so ein positives Image erreichen.

Herausragend sind die Verbrauchswerte, die mit dem bivalent angetriebenen Eco+ erreicht werden können. Im Mittel verbraucht dieses Sondermodell, das mit Autogas und Benzin betrieben wird, nur 4,4 Liter. In diesem Segment nahezu unerreicht und somit wird die Freude an einem Geländewagen inklusive höherer Sitzposition und reichlich Platz für Passagiere und Zuladung mit ökonomischen Werten belohnt.

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Technische Daten: JEEP Patriot Limited 2,0 CRD
Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel
Getriebe: Sechsgang-Schaltung
Hubraum: 1.968 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 103 kW (140 PS) /4.000
Max. Drehmoment: 310 Nm bei 1.750 – 2.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.408/1.785/1.658 in mm
Radstand: 2.635 in mm
Leergewicht: 1.645 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.010 kg
Kofferrauminhalt: 536 l, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.357 l
Bereifung: 215/60 R 17
Felgen: 8,5 x 17″ Leichtmetall
Beschleunigung: 11,0 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h
Tankinhalt: 51 l
Kraftstoffverbrauch EU-Zyklus: 6,6 l auf 100 km
Preis: 30.490 Euro inkl. MwSt.


Dietmar Stanka nimmt die aktuellen Automodelle unter die Lupe
Kia Soul –
Suburbanes Mobil für den urbanen Gebrauch


Es gibt Menschen, die ihren Autos Namen geben, meist sind es Frauen, die ihren vierrädrigen Gefährten gerne auf diese Art eine Seele einhauchen wollen. Da kommt der Soul gerade recht, denn das Auto symbolisiert auf der einen Seite den tollen Sound des Souls und auf der anderen eine besondere Seele mit seinem peppigen und gewollt auffälligen Aussehen.

So ist auch der Marketing Leiter von Kia Motors Europa, Panu Vainamo überzeugt, dass der Soul neues Terrain auf dem Automarkt und im Lifestyle-Bereich erobern wird: „Der Soul hat eine klare Botschaft: ein Kia, der durch sein Design auffällt, sich gut anfühlt und Spaß macht zu fahren.“ Auf den ersten Testfahrten Anfang Februar wurde eines sofort klar: Der Kia Soul sprengt die Konventionen dieser Fahrzeugklasse und bietet tatsächlich Spaß, Vernunft und Mobilität für alle Altersklassen.

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Frisch und frech, gleichzeitig voluminös präsentiert sich der Soul von vorne. Das freundliche Gesicht mit seinem Grinsegesicht und den großen Scheinwerfern zeigt Präsenz und der Blick von innen auf die nach vorne gestreckte Motorhaube wird von Übersichtlichkeit geprägt. Nachteilig, bedingt durch die breite C-Säule, dagegen die Aussicht nach hinten. Dieser kann mit einer in dieser Klasse eher seltenen, wenn nicht einmaligen Option Abhilfe geschaffen werden: Im Sichtpaket steckt eine Rückfahrkamera mit Display im Innenrückspiegel.

Großzügig ist der Innenraum geschnitten, die Kopffreiheit wird auch Sitzriesen mit Hut begeistern und die Fondpassagiere dürfen sich über einen Fußraum freuen, der den Namen auch redlich verdient hat. Das Interieur ist gut verarbeitet und wegen verschiedener Kunststoffstrukturen angenehm anzusehen und auch anzufassen. Außen (mit diversen Aufklebern wie z.B. einem Drachen, der sich ums Auto schlingt) wie auch innen wird Individualität groß geschrieben. Neben den vier Ausstattungsvarianten (Soul, Attract, Vision und Spirit stehen vier Optionspakete (Styling, Sound, Sicht und Sicherheit) zur Auswahl.

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Enttäuschend sind die 5-Gang-Getriebe mit denen der Soul mit den verfügbaren 1,6-Liter-
Motoren (ein Diesel und ein Benziner) ausgestattet ist. Während ich den sechsten Gang beim Diesel spätestens ab 130 k/h vermisst habe, fing das Suchen beim Benziner bereits bei 100 km/h auf der Essener Stadtautobahn an. Brummig und immer nach dem höheren Gang fordernd, mindert das leider die Fahrfreude, die das Auto mit dem angenehm straffen Fahrwerk ansonsten vermittelt. Die Basis ist im Übrigen neu entwickelt und soll auch künftigen Kias dieselbe bieten.

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Die beiden Motoren sind alte Bekannte aus dem Ceed: Der Diesel wird im EU-Zyklus mit 5,2 Litern angegeben, der Benziner mit 6,5 Litern. Für 2010 ist die Einführung eines Mild Hybrid geplant, der für den Soul wie gemacht scheint. Ist doch das neue Lifestyle-Fahrzeug aus Südkorea das angesagte Fahrzeug für die Stadt und die nähere Umgebung, mit dem dort gewohnten Stop-and-Go-Verkehr. Die Alternative Autogas, bei anderen Kia Modellen bereits verfügbar, befindet sich für den Soul momentan in der technischen Abnahmephase.

Noch ein kleiner negativer Punkt, bevor die positiven Seiten des Soul wieder in den Vordergrund gerückt werden. Es fehlt, wie bei anderen Modellen des Hauses, die Komfortblinker-Funktion. In einem Land mit einer anerkannt hohen Blinkermuffelfraktion ein Muss, das noch dazu nicht viel kostet.

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Sicherheit wird dagegen groß geschrieben. Serienmäßig befinden sich 6 Airbags an Bord, ABS zu erwähnen, hieße Eulen nach Athen zu tragen, wobei ESP, eine Traktionskontrolle und der Bremsassistent in diesem Segment nicht immer selbstverständlich sind. Für die hochwertigste Ausstattung Spirit werden gegen Aufpreis drei Parksensoren (wegen der massiven C-Säule fast schon Pflichtprogramm) und eine Reifendruckkontrolle feilgeboten.
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Mutig ist neben der außergewöhnlichen Optik, die der deutsche Design-Chef Peter Schreyer verantwortet, die Preispolitik von Kia. Gerade mal 20 Euro fehlen, damit der Händler für knapp 15.000 den Schlüssel für das Einstiegsmodell des Soul übergibt. Sage und schreibe 20.725 Euro verlangt Kia für das Spitzenmodell Spirit und mit dem Sicherheitspaket, das sämtliche anderen Optionen enthält, einer Metallic-Lackierung und der mittlerweile antiquierten Vier-
Gang-Automatik summieren sich weitere 3.200 Euro dazu. Das schiebt den Kia fast schon in die Regionen des MINI, der ebenfalls den Lifestyle urbaner Menschen befördert. Bleibt ein großer Vorteil des Soul: Er hat mehr Platz als die anderen In-Automobile, die Sitzposition ist höher und es zieren ihn zwei Türen mehr.

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Technische Daten: Kia Soul
Motor: 4-Zylinder-Diesel oder Benziner
Getriebe: Fünfgang-Schaltung oder Vier-Gang-Automatik (nur Diesel)
Hubraum: 1.591 (Benziner) bzw. 1.582 ccm (Diesel)
Leistung in kW/PS: 93 kW (126 PS) bzw. 94 kW (128 PS)
Max. Drehmoment: 156 Nm bei 4.200 bzw. 260 bei 1.900 – 2.750 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.105/1.785/1.660 in mm
Radstand: 2.550 in mm
Leergewicht: 1.245 bzw. 1.345 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.680 bzw. 1.780 kg
Kofferrauminhalt: 222 l, bei umgeklappten Sitzen bis zu 700 l (Fensterhöhe!)
Bereifung: 205/55 R 16
Felgen: 6,0 x 16″ Leichtmetall
Bescheunigung: 11 bzw. 11,3 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 177 bzw. 182 km/h
Tankinhalt: 48 l
Kraftstoffverbrauch EU-Zyklus: 6,5 bzw. 5,2 Liter
Preis: ab 14.980 Euro inkl. MWSt.

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Feldmochinger Hof
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Tierschutzverein München
DESIREE NOSBUSCH und MICHAEL RAHE