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Herzlich willkommen in Bayern Die Münchner begrüßen ihren neuen Erzbischof Reinhard Marx
Im Zeichen jahrhundertealter Traditionen in Bayern und Westfalen, die auch heute noch lebendig sind, wurde der neue Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, nach seiner festlichen Amtseinführung vor dem Hauptportal des Münchner Liebfrauendoms geehrt. Der Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien, die für die Landesverteidigung bereits im 17. Jahrhundert gegründet wurden, war zu Ehren des Erzbischofs mit Musikkapelle und Salutzug angetreten. Auch Schützenbruderschaften aus Paderborn, dem Heimatbistum, und aus Geseke, der Heimatstadt von Marx, hatten Aufstellung genommen. Die Landeshauptmannschaft der Gebirgsschützen erwies Erzbischof Marx mit der Bundesfahne und Fahnenabordnungen sämtlicher 47 Bayerischen Gebirgsschützenkompanien die Ehre. Die Kompanie Audorf vom Bataillon Inn/Chiemgau trat mit einer Musikkapelle und einem Salutzug an. Nach einer Meldung des Landeshauptmanns Karl Steininger an den Erzbischof schoss die Kompanie einen Ehrensalut aus Vorderladern. Auch die Schützenvereine aus Westfalen machten Meldung, so Oberst Andreas Jolmes für 50 Schützen des Paderborner Bürger-Schützenvereins von 1831 und Oberst Friedel Bergmann für 170 Schützen und das Tambour-Korps der seit dem 15. Jahrhundert bezeugten St. Sebastianus Schützenbruderschaft aus Geseke, deren geistlicher Protektor Marx ist. Zum Abschluss dieser Zeremonie wurde die Bayernhymne intoniert. Anschließend formierte sich mit den Abordnungen der Gebirgsschützen und der Schützenvereine ein Festzug, in dem auch die Blaskapellen aus Pippinsried bei Dachau und der Trommlerzug aus Rottenbuch mitgingen. Der Festzug führte zum Herkulessaal der Residenz, wo ein Festakt mit anschließendem Empfang stattfand. Beim Festakt hießen der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum München und Freising, Professor Alois Baumgartner, Erzbischof Marx willkommen. Dieser dankte für die herzliche Aufnahme im Erzbistum und in Bayern. Eine vom St. Michaelsbund München konzipierte und von Ulrich Harprath moderierte Veranstaltung ließ die vielschichtige und weiträumige Erzdiözese mit zahlreichen religiösen, sozialen und kulturellen Aktivitäten und Einrichtungen Revue passieren. Beim Festakt im Herkulessaal der Münchner Residenz wies der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich auf den für 2010 in München geplanten 2. Ökumenischen Kirchentag hin. „Die Menschen schauen auf uns, ob wir ein gemeinsames Glaubenszeugnis geben oder ständig auf der Hut voreinander sind“, sagte der Landesbischof, der Marx zu regelmäßigen Begegnungen einlud. Eine zerstrittene Christenheit gebe kein glaubwürdiges Zeugnis. Vielmehr müssten die Christen deutlich machen, dass sie im Grundsätzlichen, aber auch in vielen Einzelfragen übereinstimmten und bei dem, was noch trenne, ehrlich um Überwindung bestrebt seien. Im Bereich der Erzdiözese sei die Zahl konfessionsverschiedener Ehen besonders groß, stellte Friedrich fest. Entsprechend hoch seien die Erwartungen an eine ökumenische Zusammenarbeit. Der Landesbischof sagte, auch er sei, wie der neue Erzbischof, gebürtiger Westfale. So könnten sie sich nach der erfolgreichen Fernsehserie „Zwei Münchner in Hamburg“ künftig der Öffentlichkeit als das „erfolgreiche Duo ‚zwei Westfalen in München’ präsentieren“. Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland und die griechisch-orthodoxen Gläubigen Münchens begrüßten Erzbischof Marx mit einer besonderen Geste der Verbundenheit im gemeinsamen Glauben betont herzlich zu seinem Amtsantritt. Nach dem feierlichen Gottesdienst im Liebfrauendom führte ein Festzug durch die Münchner Innenstadt mit Erzbischof Marx an der griechisch-orthodoxen Salvatorkirche vorbei. Dort empfing der griechisch-orthodoxe Vikar für Bayern, Erzpriester Apostolos Malamoussis, Erzbischof Marx mit einem Evangeliar und hieß ihn persönlich willkommen. Damit, so das Vikariat, wollten die griechisch-orthodoxen Gläubigen ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Erzdiözese München und Freising setzen und ihre Wertschätzung der Person des neuen Erzbischofs zum Ausdruck bringen. In der griechisch-orthodoxen Kirche wird ein Diözesanbischof am Eingang der Kirche von einem Erzpriester mit einem Evangeliar empfangen. Das Evangeliar wird ihm zur Verehrung gereicht. Der Bischof küsst zum Zeichen der Verehrung die auf dem Buch angebrachten Abbildungen der Kreuzigung und Auferstehung Christi. Der Erzpriester bekundet seine Verehrung gegenüber dem Bischof als Nachfolger der Apostel, indem er dessen Hand küsst. Anschließend erteilt der Bischof seinen Segen. In dieser liturgischen Form wurde auch Erzbischof Marx als Nachfolger der Apostel vor der Salvatorkirche empfangen. Erzpriester Malamoussis wurde dabei von vier Gemeindemitgliedern aus München begleitet. Sie trugen heimatliche Tracht aus vier Regionen Griechenlands, die einst der Apostel Paulus auf seinen Missionsreisen besucht hatte. Es waren Trachten aus Kreta, Mazedonien, Thessalien und Athen.
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Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und Gattin Marga. Foto: Andrea Pollak
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Gisela und Minister Dr. Otmar Bernhard. Foto: Andrea Pollak
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Karin Stoiber. Foto: Andrea Pollak
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Stefan Eisenhardt, Kath. Jugendfürsorge München, mit Direktor Bartholomäus Brieller, Caritas Prälat Hans Linderberger und Erzpriester Apostolos Malmalousses. Foto: Andrea Pollak
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Lebensgestaltung in Christus Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund
Vor über 1100 Jahren verfasste ein Dichter den "Heliand" in Altsächsisch. Er machte die Geschichten des Neuen Testaments für seine Welt erfahrbar und begreifbar. In ein germanisches Gewand gekleidet, erzählen sie von Personen, wie sie damals tatsächlich lebten. Christus und seine Jünger treten als König und seine Mannen auf, die Städte Palästinas gleichen Burgen. Mit der gleichen Intention - Christus der eigenen Zeit zugänglich zu machen, um das Leben in Christus zu gestalten - gründeten 1926 junge katholische Mädchen an höheren Schulen eine Gemeinschaft, der sie den Namen Heliand-Bund gaben. Die ersten Gruppen des Heliand-Bundes waren geprägt von den Ideen der Jugendbewegung - Natürlichkeit und Naturverbundenheit, Leben in Gemeinschaft - und von der liturgischen Bewegung. Damals besuchten nur wenige katholische Mädchen höhere Schulen. Die Mädchen, die sich dem Heliand-Bund anschlossen, sahen in den erweiterten Bildungsmöglichkeiten eine Verpflichtung, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Bildungsniveau und intellektuelle Fähigkeiten der Frauen und die biblisch-liturgische Spiritualität prägen den Heliand-Bund bis heute. Anders als bei anderen Verbänden, deren Mitglieder sich in einer bestimmten Lebensphase zusammenfinden, sieht sich der Heliand-Bund als lebenslange Gemeinschaft. So war es folgerichtig, dass er sich nach dem Zweiten Weltkrieg in "Mädchenkreis" und "Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund" gliederte. Viele Frauen gehören dem Heliand-Bund seit ihrer Jugend an, aber auch "Neue" jeden Alters fühlen sich in der Gemeinschaft wohl und engagieren sich. Die gemeinsame religiöse Basis des Heliand-Bundes ist nach wie vor, das Leben in Christus zu gestalten. Deshalb übernehmen Heliand-Frauen, je nach ihrer persönlichen und beruflichen Situation, heute in allen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung. Zum Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund gehören Einzelmitglieder im gesamten Bundesgebiet. In größeren Städten bestehen Gruppen, die auch für Gäste offen sind. Örtliche Gruppen und überörtliche Treffen bieten Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, lassen Gemeinschaft erleben und geben Anstöße zu neuen Initiativen im privaten Leben, im Bereich der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft. In München treffen sich die Heliand-Frauen in der Regel am zweiten Mittwoch des Monats um 17 Uhr in den Räumen des Akademiker-Centrums München, Lämmerstraße 3 (Tel. 0 89-59 99 17-0). Dorothee Werber, Ansprechpartnerin für München (Tel. 0 89-76 26 56, E-Mail: Dorothee.Werber@gmx.de, Homepage: http://www.heliandbund.de): „Gäste sind uns jederzeit willkommen.“
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