|
Lebensgestaltung in Christus Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund
Vor über 1100 Jahren verfasste ein Dichter den "Heliand" in Altsächsisch. Er machte die Geschichten des Neuen Testaments für seine Welt erfahrbar und begreifbar. In ein germanisches Gewand gekleidet, erzählen sie von Personen, wie sie damals tatsächlich lebten. Christus und seine Jünger treten als König und seine Mannen auf, die Städte Palästinas gleichen Burgen. Mit der gleichen Intention - Christus der eigenen Zeit zugänglich zu machen, um das Leben in Christus zu gestalten - gründeten 1926 junge katholische Mädchen an höheren Schulen eine Gemeinschaft, der sie den Namen Heliand-Bund gaben. Die ersten Gruppen des Heliand-Bundes waren geprägt von den Ideen der Jugendbewegung - Natürlichkeit und Naturverbundenheit, Leben in Gemeinschaft - und von der liturgischen Bewegung. Damals besuchten nur wenige katholische Mädchen höhere Schulen. Die Mädchen, die sich dem Heliand-Bund anschlossen, sahen in den erweiterten Bildungsmöglichkeiten eine Verpflichtung, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Bildungsniveau und intellektuelle Fähigkeiten der Frauen und die biblisch-liturgische Spiritualität prägen den Heliand-Bund bis heute. Anders als bei anderen Verbänden, deren Mitglieder sich in einer bestimmten Lebensphase zusammenfinden, sieht sich der Heliand-Bund als lebenslange Gemeinschaft. So war es folgerichtig, dass er sich nach dem Zweiten Weltkrieg in "Mädchenkreis" und "Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund" gliederte. Viele Frauen gehören dem Heliand-Bund seit ihrer Jugend an, aber auch "Neue" jeden Alters fühlen sich in der Gemeinschaft wohl und engagieren sich. Die gemeinsame religiöse Basis des Heliand-Bundes ist nach wie vor, das Leben in Christus zu gestalten. Deshalb übernehmen Heliand-Frauen, je nach ihrer persönlichen und beruflichen Situation, heute in allen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung. Zum Kreis katholischer Frauen im Heliand-Bund gehören Einzelmitglieder im gesamten Bundesgebiet. In größeren Städten bestehen Gruppen, die auch für Gäste offen sind. Örtliche Gruppen und überörtliche Treffen bieten Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, lassen Gemeinschaft erleben und geben Anstöße zu neuen Initiativen im privaten Leben, im Bereich der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft. In München treffen sich die Heliand-Frauen in der Regel am zweiten Mittwoch des Monats um 17 Uhr in den Räumen des Akademiker-Centrums München, Lämmerstraße 3 (Tel. 0 89-59 99 17-0). Dorothee Werber, Ansprechpartnerin für München (Tel. 0 89-76 26 56, E-Mail: Dorothee.Werber@gmx.de, Homepage: http://www.heliandbund.de): „Gäste sind uns jederzeit willkommen.“
|