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Martin Krug mit Sky Du Mont.
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Großes Kino! Promis spielen wieder Tennis für den guten Zweck
Von Andrea Vodermayr Spiel, Satz, Sieg – und ganz viel Charity! Nach den großen Erfolgen der letzten beiden Jahre lud Filmproduzent und Medienmanager Martin Krug Anfang Juni zum bereits „3. Film Tenniscup Munich“ ein. Schauplatz des sportlichen Spektakels war erneut die Anlage des MTTC Iphitos e.V. in München, eine der schönsten Tennisanlagen Deutschlands. Das hochkarätige Doppel-Tennisturnier und die parallel stattfindende Gaudi-Challenge standen wieder ganz im Zeichen der Charity. Das große Ziel: Kindern zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und so kam der Erlös der Veranstaltung wie im Vorjahr dem Verein „Kinderlachen e.V.“ und erstmals auch der „Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München“ zugute.
Prominente Schützenhilfe für die gute Sache war auch in diesem Jahr garantiert. Unter den rund 200 Gästen war das Who's Who der deutschen Medienlandschaft, unter anderem Schauspieler Sky Du Mont, Comedian Oliver Pocher, Schauspieler Mark Keller mit seinen Söhnen Aaron und Joshua, Sängerin Joelina Drews, die Schauspielerinnen Jenny Elvers, Eva Habermann und Mariella Ahrens, Radiolegende Fritz Egner sowie die Schauspieler Antoine Monot und Sven Martinek. Auch Schauspielerin Debby Hill („Sturm der Liebe“), die Schauspieler Ben Blaskovic und Benjamin Heinrich („Unter uns“), Skisprung-Legende Sven Hannawald, Star-Tenor Tobey Wilson, Schauspielerin Nicole Belster-Böttcher, die Model-Zwillinge Ninaund Julia Meise, Schauspieler Manou Lubowski, Verena Ofarim mit Schwester Tanja, Frédéric Prinz von Anhalt sowie Mediziner Dr. Oskar Oehling (Inhaber der „Adepos“ Fachklinik bei Augsburg) mit Frau Sandra ließen sich das sportliche Highlight nicht entgehen. Für Martin Krug, der mit seiner Partnerin Martina Niciakam, war es auch ein kleines Familientreffen: Seine Tochter Annabelle reiste mit ihrem Sohn Ben (3) eigens aus Stuttgart an. „Nur meine Tochter Lilly kann leider nicht mit dabei sein, da sie an diesem Wochenende bei einem Wochenende mit ihren Freundinnen in Südfrankreich ihren 25. Geburtstag feiert“, so Martin Krug.
Ab 10 Uhr schlugen bereits 60 tennisbegeisterte Gäste im Doppel-Modus auf der Anlage auf. Wer nicht so vertraut mit dem Tennisschläger war, versuchte sich ab bei der beliebten „Charity Challenge“. Hier ging es beim Golf-Putten, Basketball-Korbwurf und Dart um Präzision für den guten Zweck. Am Abend ging es dann weiter zur großen Charity-Night (Dresscode: Black) mit Siegerehrung ins Hotel „Marriott City West“.
Oliver Pocher gab wie im Vorjahr schon auf dem Tennisplatz ordentlich Gas: „Ich bin schon zum dritten Mal hier dabei und quasi ein Urgestein. Ich bin aus langjähriger Freundschaft zu Martin Krug hier, und auch da es für den guten Zweck ist“, so der langjährige „Kinderlachen“-Botschafter. „Deswegen komme ich immer gerne, wenn ich es zeitlich einrichten kann. Es ist schön, wenn man sich für Kinder engagieren und auf unkomplizierte Art etwas zurückgeben kann.“ Sein Herz schlägt für den weißen Sport und spielt schon seit seiner frühen Kindheit, wie er erzählte: „Ich bin mit Boris Becker groß geworden, war sieben Jahre alt, als er Wimbledon gewann. Und heute Abend geht es noch weiter nach Paris zu den French Open, wo morgen Sascha Zverev spielt. Deswegen kann ich leider nicht den ganzen Abend bei der Players Night dabei sein.“ Eifern seine Kids dem Vater nach und spielen auch schon Tennis? „Durchaus. Meine Tochter spielt sehr gut, die anderen treffen den Ball. Profi wird in unserer Familie keiner mehr, aber wir haben Spaß dabei.“ Und zur großen Überraschung wurde Pocher, der am Abend dann Fußballtrikot trug, von Krug mit einem Ehren-Award ausgezeichnet.
Spaß bei der Veranstaltung hatte auch Sky du Mont – auch wenn er selbst nicht das Tennisturnier mitspielte: „Sich für Kinder in Not zu engagieren ist ein wichtiges Thema, deshalb bin ich gerne hier, Ich liebe Tennis, ich gucke es auch, spiele aber nicht mehr selbst, das habe ich früher getan, erzählte der Schauspieler, der lange Zeit in München lebte, bevor er nach Hamburg zog. Er wirkte superfit – wie macht er das? „Ich werde nächstes Jahr 80, mache aber nach wie vor regelmäßig Fitness.“
Vater-Sohn-Ausflug: Mark Keller war mit seinen Söhnen Aaron und Joshua nach München gekommen: „Beide spielen begeistert Tennis. Ich war schon vor zwei Jahren hier dabei, denn Martin Krug ist ein guter Kumpel, und das schon seit 40 Jahren. Leider konnte ich dieses Jahr noch nicht trainieren, da ich beruflich auf Tour war. Ich hoffe, es wird trotzdem ein gutes Match“, meinte der Schauspieler lachend. Und sein Sohn Aaron fügte hinzu: „Tennis war bei uns zu Hause immer schon ein großes Thema und auch ein Battle. Mein Vater und Bruder waren immer Fans von Djocovic und Federer, ich hingegen von Nadal und Zverev…“
Jenny Elvers versuchte sich beim Alternativprogramm: „Mein Sohn Paul ist Tennisspieler. Mein letztes Mal Tennis war, als ich für die Serie Tierärztin Dr. Mertens vor der Kamera stand. Dabei habe ich mir leider einen Trümmerbruch zugezogen. Seitdem spiele ich nur noch Padel.“ Aber ich bin selbst Mutter und für den guten Zweck bin ich gerne dabei.“
Denn: Bei allem Sportsgeist und Enthusiasmus für den (weißen) Sport – der gute Zweck stand klar im Mittelpunkt: „Die Einnahmen aus der Charity Challenge und der abendlichen Auktion gehen zu 100 Prozent direkt an zwei wichtige Organisationen: an unseren langjährigen Partner „Kinderlachen e.V.“ sowie erstmals an die „Stiftung Kinderhospiz München“, so Martin Krug. Als Schirmherren für das Event hatte er im zweiten Jahr in Folge den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder gewinnen können, der im Vorjahr zudem mit dem Ehrenpreis „Star Wars“ des Film Tennis Cup ausgezeichnet worden war und dieses Mal per Videobotschaft grüßte. Krug freute sich über die gelungene Fortsetzung und die zahlreichen VIP-Gäste. „Sport verbindet und was gibt es Schöneres, als damit auch noch Gutes tun zu können? Wir hoffen, dass wir mit dem gesammelten Geld viele Kinderaugen zum Leuchten bringen werden und auch schwerkranke Kinder unterstützen können.“
„Kinderlachen“-Gründer Christian Vosseler leitete mit Moderator Philipp Bächstädt, der den Abend moderierte, die Versteigerung (unter den Hammer kamen u.a. Tickets für Wimbledon) und freute sich über den Support: „Bei diesem Turnier gibt es nur Gewinner – die Kinder. Wir leben in herausfordernden Zeiten und freuen uns über jede einzelne Spende. Und besonders freuen wir uns, dass Martin Krug uns erneut so tatkräftig unterstützt. Der Verein „Kinderlachen e.V.“ unterstützt gemeinnützig mit vielen ehrenamtlichen Helfern bedürftige Kinder in Deutschland und Österreich mit dem, was sie am dringendsten benötigen, Dazu gehören Möbel, Materialien für Schule und Freizeit, medizinische Geräte, Betten und vieles weitere mehr. Darüber hinaus erfüllt „Kinderlachen“ Kinderträume im Rahmen von unvergesslichen Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten.“
Und Stiftungsgründerin Christine Bronner und Julia Kerner von der „Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München“ erklärten: „Wir unterstützen mit der Stiftung Kinder, die lebensverkürzend erkrankt sind – ganz nach unserem Motto ‚Nicht das Leben mit Tagen füllen, sondern die Tage mit Leben füllen‘. Wir sind unglaublich dankbar, dass Martin Krug uns hier eine solche Plattform bietet und bedanken uns herzlich für die Spende. Mit jeder Familienpatenschaft – eine kostet 6.500 Euro – können wir eine Familie ein Jahr lang begleiten.“ Der Charity-Aspekt stieß bei den Gästen auf große Begeisterung: „Was gibt es Schöneres, als einen sportlichen Tag mit netten Menschen zu verbringen und sich zudem für den guten Zweck zu engagieren?“, lobte Radiolegende Fritz Egner, der erstmals mit dabei war.
Gutes tun im Doppelpack: Sven Martinek war mit seiner Partnerin Bianca Rütter da. „Ich komme aus Hamburg, wo ich für ‚Morden im Norden‘ vor der Kamera stand, jetzt also Tennis im Süden“, meinte er lachend. „Danach geht es für uns zurück nach Mallorca, wo wir leben und leidenschaftlich gerne Padel-Tennis spielen.“ Schauspieler Antoine Monot jr. hatte sich für die Alternativsportarten entschieden. „Ich habe zwar mit zwölf Jahren ein halbes Jahr lang Tennis gespielt, insofern könnte ich das Ding heute durchaus gewinnen“, meinte er schmunzelnd. „Meine Frau Stefanie ist aber der Tennis-Profi bei uns in der Familie. Ich bin mit Martin Krug befreundet und für den guten Zweck unterstütze ich ihn gerne.“
„Ich spiele nicht so gut Tennis, dass ich mich trauen würde, heute mitzuspielen“, gestand Mariella Ahrens, die mit ihrem Partner Marco eigens aus Berlin kam. „Man trifft viele Freunde hier und es ist fast wie ein Familientreffen. Morgen geht es dann weiter in den Urlaub nach Mallorca.“ - „Tennis ist der perfekte Zwillingssport“, so Meise-Twin Julia Meise. Sie musste tagsüber allerdings auf ihre Schwester Nina verzichten: „Sie kann heute beim Tennis leider nicht dabei sein, dafür habe ich meinen Mann Felix dabei. Wir haben Tennis wieder für uns entdeckt – derzeit unser beider Lieblingssport.“
Schauspielerin Debby Hill („Sturm der Liebe“) spielte mit ihrem Mann Oliver Hill das Turnier mit: „Ich war vor zwei Jahren dabei und habe damals den Preis als schlechteste Spielerin gewonnen. Danach habe ich erstmal nur Badminton gespielt. Insofern konnte es dieses Mal nur besser werden“, meinte sie schmunzelnd. „Ich habe dieses Jahr zwar schlechter gespielt als im Vorjahr“, so Schauspieler Benjamin Heinrich („Unter uns“). „Aber der gute Zweck zählt. Ich war schon oft bei den Kinderlachen-Events mit dabei. Als dreifacher Vater ist es mir ein Herzensprojekt, mich zu engagieren. Meine beiden Söhne spielen auch schon, meine Tochter ist erst zwei Jahre alt und noch etwas zu klein.“
Für musikalische Highlights sorgte der 12-jährige Bjarne, bekannt aus „The Voice Kids“ und dem „ESC Kids“, der extra mit seinen Eltern aus Bremen anreiste, um live für die gute Sache zu singen, ebenso wie Tenor Tobey Wilson und Schauspieler Mark Keller, der mit Sohn Aaron performte. Viel Applaus gab es auch für Deutschlands Top-Saniererin Britta Hübner („Hübner Management“), die auf der Bühne mit einer Charity-Aktion überraschte: „Kinder sind unsere Zukunft, deshalb verdienen sie unsere besondere Unterstützung. Für mich bedeutet Erfolg auch Verantwortung. Wer die Möglichkeit hat, etwas zu bewegen, sollte dort helfen, wo Unterstützung einen echten Unterschied machen kann.“
Frédéric Prinz von Anhalt spielte Roulette für den guten Zweck: „Tennis habe ich heute nicht mitgespielt, das habe ich nicht geschafft. Aber ich bin dann nächste Woche beim Charity Fußballspiel von Kinderlachen in Dortmund mit von der Partie.“ Bis zum Ende der Veranstaltung kamen rund 64.500 zusammen Martin Krug bedankte sich bei allen Teilnehmern sowie Unterstützern, wie der Modefirma „Falke“, die alle Spieler mit Outfits ausgestattet hatte: „Ein großartiger Tag für die gute Sache. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.“
Außerdem dabei: Politiker Clemens Baumgärtner, Ex-Hochsprung-Ass Carlo Thränhardt, Moderatorin Carolin Henseler, die Botschafterin der „Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München“ ist, Filmproduzent Jochen Köstler, Influencerin Jeannette Graf, TV-Produzentin Caroline Rußwurm, Mark Rasmus (Senderchef SAT.1), Axel Munz („Trachten Angermaier“), Designerin Natascha Grün, Influencerin Julia Pohl („Gluecksmuetter“), Gabi Strassburger(Ingolstadt Village), Bärbel Bagusat, Hockey-Legende Stefan Blöcher mit Anna Posch, Moderator Gregor Teicher mit Frau Stephanie, uvm.
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Menschlichkeit im Fokus „HISTORY-AWARD“ 2026 in München
Von Andrea Vodermayr Für diese Veranstaltung gab es eine „1 mit Stern“. In München wurde zum bereits 14. Mal der „History-Award“ vergeben. Ein Event, bei dem es nicht um Blitzlicht, Champagner und Bussi-Bussi geht. Hier steht der schlaue Nachwuchs im Vordergrund, denn mit diesem Preis zeichnet der TV-Sender „The History Channel“ die Gewinner seines großen Schülerwettbewerbs aus. Am Dienstag war es wieder so weit und der Award wurden in einer von Nina Eichinger moderierten Preisverleihung im Rahmen des „DOK.fest München“ in der „Hochschule für Fernsehen und Film“ (HFF) vergeben.
Das diesjährige Motto „Sei ein Mensch!“ knüpft an die bewegende Botschaft von Moderator und Kommentator Marcel Reif an, die er am 31. Januar 2024 im Deutschen Bundestag verkündete. Gemeinsam mit der Influencerin Melina Hoischen („Miss History“; war Schirmherrin des Awards) und Moderatorin und Jury-Mitglied Nina Eichinger sowie den Schülerinnen und Schülern zählte er als Schirmherr zu den Protagonisten des diesjährigen Awards. Anwesend waren auch Jury-Mitglied Helmut Markwort sowie als weitere Gäste Schauspielerin Michaela May und Rainer Langhans (war in der Vergangenheit Schirmherr des Awards).
In den Filmbeiträgen waren die jungen Menschen eingeladen zu zeigen, was Menschlichkeit für sie bedeutet – im Alltag, in der Gemeinschaft und im Blick in die Geschichte sowie auf die Zukunft. In diesem Jahr war die Beteiligung mit 313 Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen und aus Deutschland und Österreich sowie insgesamt 34 eingereichten Filmprojekten besonders beeindruckend, wie Nina Eichinger bei der Verleihung betonte. „Das Thema heute rückt Menschlichkeit, Menschsein und Zusammenhalt in den Fokus“. Sie gratulierte dann den strahlenden Gewinnern des „History-Award 2026“: Der 1. Platz (dotiert mit 2.000 Euro und gestiftet von „Vodafone“) ging an die Realschule Himmelsthür Hildesheim für den Beitrag „Unsere Entscheidung: Mensch sein“. Der 2. Platz ging an die Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal für den Film „Häftling 1407 – Ein Stolperstein für Moritz Zahnwetzer“. Und Platz 3 holte die Mittelschule Kettenbrücke in Innsbruck für das Projekt „WIR“.
Für Nina Eichinger war es Ehrensache, erneut durch die Verleihung zu führen. Die Mutter eines Sohnes ist seit Anbeginn dabei und für sie ist es eine Herzensangelegenheit, den History-Award zu unterstützen. „Ich fühle mich dem Projekt sehr verbunden und bin mit großer Begeisterung dabei, denn es ist relevanter denn je. In einer Demokratie ist es unerlässlich, über Themen zu sprechen und sich Gedanken zu machen. Der History-Award regt Schüler dazu an, sich selbst einen Kopf zu machen. Die Themen sind breit gefächert, sodass man aus unterschiedlichen Blickwinkeln herangehen kann. Das macht es für uns als Juroren zwar schwerer, aber es ist schön zu sehen, dass sich die Schüler so viele Gedanken machen. Sie haben Spaß daran, einen eigenen Film zu drehen. Es ist Lernen, ohne dass man merkt, dass man lernt. Und das ist großartig.“ Gerade in Zeiten von Handy und KI sei die die Beschäftigung sehr wichtig: „Ich verstehe gar nicht, warum Handys in Deutschland nicht komplett aus dem Unterricht verbannt werden. Ich finde, die haben da nichts zu suchen. Es ist etwas komplett anderes, einen Film zu drehen und eben etwas so Kreatives zu machen.“
Das Motto „Sei ein Mensch!“ liegt ihr auch persönlich am Herzen: „Gerade in der jetzigen Zeit, wo so viel schiefgeht auf so vielen Ebenen… Wir sind alles Menschen und jeder hat wohl dieselben Herzensthemen. Diese Verantwortung und dieses Miteinander sind wichtiger denn je. Daher ist das Thema sehr bedeutend und vor allem auch sehr zeitgemäß.“ Für sie ist die Sichtung der Beiträge jedes Mal ein Gewinn: „Mein absolutes Highlight ist es, im Vorfeld zu sehen, was die Kinder an Beiträgen, ja: raushauen. Das ist unglaublich interessant und ich nehme jedes Mal auch etwas für mich persönlich mit. Ich lerne selbst dazu. Es ist ein bisschen wie ‚Sendung mit der Maus‘ für Erwachsene.“ Auch als Mutter schätzt sie die Wirkung der Projekte: „Ich habe meinen Sohn bei den Beiträgen mitschauen lassen. Wir hatten danach interessante Gespräche über Rassismus, deutsche Geschichte und über eine generelle Verantwortung. Ich fand es schön zu sehen, dass es etwas bei ihm anstößt und er Dinge in Frage gestellt hat. Mein Tipp: Die Top 10 der Filme kann man auf der Website des History-Awards unter www.history-award.de nachschauen. Für jeden Unterricht oder jede Krankheitsvertretung ist das eine wunderbare Schulstunde. Es gibt viel Anregung zum Nachdenken.“
An ihre eigene Schulzeit erinnert sich Nina Eichinger gerne zurück: „Ich hatte großes Glück. In der ersten Klasse habe ich meine besten Freundinnen kennengelernt, wir waren bis zum Abitur zusammen. Es waren unaufgeregte Freundschaften mit wenig Stress und ich habe die Schule als tolle Zeit im Kopf. Im Großen und Ganzen habe ich die Schule geliebt.“ Der Satz „Sei ein Mensch!“ stammt ursprünglich von Marcel Reifs Vater Leon Reif. Gibt es ein Motto, das sie von ihrem Vater Bernd Eichinger übernommen hat? „Bei meinem Vater gab es zwei Sprüche, die mir immer wieder einfallen. Zum einen: ‚Keep your head in the stars and your feet on the ground‘. Also: Behalte deinen Kopf in den Sternen und deine Füße auf dem Boden. Das ist etwas, wonach man leben sollte. Und das zweite war: ‚Angst ist ein schlechter Ratgeber‘. Da hadere ich immer ein bisschen, da ich denke, dass Angst für manches auch gut ist. Aber bei Sachen, wo man mutig sein darf, habe ich das gerne im Kopf.“
Marcel Reif konnte aus Termingründen nicht anwesend sein, grüßte aber per Videobotschaft. Für ihn war es Ehre und Freude zugleich, dass die von ihm vermittelte Botschaft „Sei ein Mensch!“, mit der er bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus an Mitgefühl, Haltung und Verantwortungsbewusstsein appellierte, nun zum zentralen Thema für den Award wurde. Und so hatte er gerne erstmals die Schirmherrschaft übernommen. „Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler machen deutlich: ‚Sei ein Mensch!‘ ist kein Satz aus der Vergangenheit, sondern ein Auftrag für heute – und sie geben darauf mutige, eigene Antworten. Mich hat tief beeindruckt, wie die Schülerinnen und Schüler das Thema ‚Sei ein Mensch!‘ aufgegriffen haben – persönlich, kreativ und mit einer Klarheit, die zeigt: Menschlichkeit beginnt im eigenen Handeln. In den Videos wird ‚Sei ein Mensch!‘ lebendig – sie zeigen, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern füreinander einzustehen.“
Zu prominenten Schirmherrinnen und Schirmherren des Awards der vergangenen Jahre gehörten bereits Ralph Caspers, Hans-Dietrich Genscher, Charlotte Knobloch, Dr. Auma Obama, Wladimir Kaminer, Cosma Shiva und Eva-Maria Hagen, Wigald Boning und Collien Fernandes. „Der Videowettbewerb, der bereits seit 2005 eine feste Tradition ist und der unter wechselndem Motto ausgeschrieben wird, verfolgt seit Anbeginn das gleiche Ziel, die aktive und kreative Auseinandersetzung mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Themen in Form eines Videobeitrags zu fördern – egal ob mit der Profi-Kamera oder dem Smartphone gefilmt wurde“, so Gastgeberin Kathrin Palesch (Managing Director von „Hearst Networks Germany“). „‚Sei ein Mensch!‘ ist ein einfacher Satz, der gerade heute eine große Kraft entfaltet. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen eindrucksvoll, wie wichtig dieses Thema ist – und sie machen Mut, weil sie mit ihren Arbeiten Verantwortung übernehmen und unsere Zukunft aktiv mitgestalten. Der „History-Award“ zeigt immer wieder, wie relevant Geschichte für unser heutiges Zusammenleben ist. Gerade junge Menschen setzen sich intensiv damit auseinander und tragen so dazu bei, den Blick auf unser Miteinander zu schärfen.“
„Ein besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Schulen, die mit ihren kreativen und analytischen Ansätzen gezeigt haben, wie lebendig Geschichte sein kann“, so Nina Eichinger. Sie führte nicht nur charmant durchs Programm, sondern verstärkte auch die hochkarätig besetzte Experten-Jury. Dieser gehörten zudem Maya Reichert (DOK.fest und DOK.education), Prof. Dr. Eva Stadler („Hochschule der Medien Stuttgart“), Kathrin Palesch und Sanna Stibitz (beide „Hearst Networks Germany“), Journalist und Medienunternehmer Helmut Markwort sowie der Historiker und Autor Dr. Sascha Priester an. Auch Florian Kraus (Leiter des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München), Prof. Dr. Johannes Moser (LMU München) und Niko Lamprecht vom „Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.“ unterstützten die Sichtung der kreativen Beiträge.
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