isarbote.de - Deutsche Netzzeitung für München und Bayern
Flughafen München
Flughafen München
IDer Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

Ich backe anders
Der Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

>> mehr

Ausstellungen

Kuenstlerhaus_LAUTREC_Jane_Avril

Henri de TOULOUSE-LAUTREC, Jane Avril, 1899
© Musée d’Ixelles-Bruxelles/ Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Belle Époque im Münchner Künstlerhaus
La Bohème - Toulouse Lautrec und die Meister vom Montmartre

Belle Époque im Münchner Künstlerhaus: Bis 14. August 2022 beherbergen die historischen Räumlichkeiten das berühmte lithographische Gesamtwerk Henri de Toulouse-Lautrecs, flankiert von Werken namhafter Vorgänger und Zeitgenossen. Die Ausstellung aus dem berühmten Musée d'Ixelles in Brüssel besticht durch die Gegenüberstellung der Arbeiten Alfons Muchas, Théophile-Alexandre Steinlens, Pierre Bonnards und Felix Vallottons aus den Jahren 1885 bis 1900 mit dem einzigartigen Lebenswerk des berühmten ‚Begründers der Plakatkunst‘.

Unterteilt in die Sektionen „Rampenlicht. Plakate für das Pariser Nachtleben", „Lesefieber. Werbung für Bücher und Zeitschriften" und „Die Welt der Waren. Plakate für Konsum- und Gebrauchsgüter" vermittelt dieser künstlerische Dialog neben der besonderen Stimmung des Fin de Siècle auch die bemerkenswerten Ursprünge heutiger Massenwerbung.

Seltene Exponate
In ganz Europa ist das Plakatwerk Toulouse-Lautrecs in nur zwei Museumssammlungen vollständig vorhanden, weshalb das Münchner Künstlerhaus sehr glücklich und dankbar ist, das unvergleichliche Oeuvre wegen der freundlichen Leihgabe des Musée d’Ixelles in Brüssel in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturaustausch Tübingen lückenlos zeigen zu können.

Toulouse-Lautrec würde sich zuhause fühlen
Das historische Haus bildet die perfekte Kulisse für die großartige Ausstellung, denn es besticht durch genau jenes Ambiente, das die Kunst des französischen Malers so maßgeblich beeinflusst hat. Zu Lebzeiten Toulouse-Lautrecs (1864 - 1901) erbaut, ist der legendäre Künstlertreff Schauplatz unzähliger heiterer, kurioser und tragischer Geschichten - und bis heute die perfekte Location für leidenschaftliche, konstruktive und ausgelassene Begegnungen, Veranstaltungen und Feste von und mit namhaften und aufstrebenden Künstlern. Hautnah können Besucher jene Steindrucktechnik, die der ‚Begründer der Plakatkunst‘ verwendet hat, in der hauseigenen Lithographie-Werkstatt erleben. In limitierter Stückzahl sind dort auch Drucke mit dem Motiv der berühmten Jane Avril erhältlich.

Chronist des Pariser Fin de Siècle
Als Spross einer altehrwürdigen Adelsfamilie wurde Henri de Toulouse-Lautrec 1864 im Süden Frankreichs geboren. Nach ersten Kinderjahren in deren Schlössern lebte er – als infolge zweier Unfälle und einer Erbkrankheit erste gesundheitliche Probleme auftraten – vorwiegend in Paris. Nicht nur aufgrund der zunehmenden Einschränkungen bei körperlichen Aktivitäten wurde das Malen zu seiner großen Passion. Binnen weniger Jahre eroberte der kleinwüchsige Künstler die spannende Gesellschaft des ‚Demimonde‘ am Montmartre und avancierte zu einem begnadeten Chronisten des Pariser Fin des Siècle. Rennbahnen, Zirkuszelte, Theater- und Opernhäuser, Cabarets, Tanzlokale und Bordelle wurden zu seinen Ateliers.

Kunstvoll karikierend machte Toulouse-Lautrec sich über das vermeintlich elitäre Publikum lustig und erhob zugleich die Akteure der eher zweifelhaften Etablissements – laszive Sängerinnen, Tänzerinnen und Prostituierte – zu den Stars seiner Arbeiten. Die leidenschaftliche Suche nach dem ‚wahren Gesicht‘ der Menschen’ war geprägt von der leidvollen persönlichen Erfahrung körperlicher Mangelhaftigkeit. Bis heute macht seine ebenso liebevolle wie unverfrorene Darstellung des schönen Scheins und entbehrungsreichen Seins den legendären Geist der Pariser Bohème lebendig.

Pariser Café schafft Montmartre-Flair
Im Innenhof des Münchner Künstlerhauses lädt ein französisches Café des Salon Luitpold mit kleinen Köstlichkeiten und der malerischen Atmosphäre des Montmartre donnerstags bis sonntags von 12.30 Uhr bis 20 Uhr und montags von 12.30 Uhr – 21.00 Uhr zum stilvollen Verweilen ein.

Öffnungszeiten Ausstellung
Montag: 11:00 bis 20:00 Uhr Dienstag bis Sonntag: 11:00 bis 19:00 Uhr
Eintrittspreise
10€/ erm.7 €
Montag ab 18.30 Uhr (Abendkasse)7 €
Ermäßigung für Schüler, Studenten und Gäste mit Schwerbehinderung nach Vorlage des Ausweises
Kinder bis 6 Jahre frei
Führungen montags und sonntags um 11.00 Uhr (nach Voranmeldung)
10€/ pro Person.


Ausschnitt Hirn und Herz Kaninchenbau. © Martin Blumöhr

Ausschnitt Hirn und Herz Kaninchenbau. © Martin Blumöhr

Danse mon Cabaret macabre, Serie Graphiti Bleistiftzeichnung 200 cm x 150 cm. © Martin Blumöhr

Danse mon Cabaret macabre, Serie Graphiti Bleistiftzeichnung 200 cm x 150 cm.
© Martin Blumöhr

Martin Blumöhr - Kunstausstellung ‚Paxoptimarerum‘
Münchner
Künstlerhaus / Kunstloft: 19.05. – 16.07.2022

Bekannt ist der leidenschaftliche Künstler für sein ungewöhnliches ‚Public Viewing‘. Martin Blumöhrs großformatige, murale Kunstprojekte zieren inzwischen zahlreiche Mauern in Bayern, vor allem aber auch in den Münchner Stadtvierteln – ausnahmslos entstanden im lebendigen Zusammenwirken des Malers mit seinem Publikum. Die aktuellen Projekte ‚Svapinga‘ in Schwabing und der ‚Kaninchenbau‘ am Zugang zum Lerchenauer See sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Durch Aspekte Pasings kann man bereits seit 2014 im „Tunnelblick“ wandern und durch die Geschichte und Geschichten Neuhausens seit 2019 im „Niwenhaus“. Im letzten Jahr ist in Kooperation mit 60 geistig und körperlich Beeinträchtigten das Kunstprojekt „Permanus“ in Giesing entstanden. Nicht minder sehenswert sind aber auch die anderen Werke aus dem vielfältigen Schaffen des Münchner Malers.

Einblicke in die verschiedenen Serien
Nachdem die Ausstellung pandemiebedingt zweimal verschoben werden musste, präsentiert das Münchner Künstlerhaus nun in seinem Kunstloft spannende Einblicke in die Serien ‚Graphiti‘, ‚Facial Digital‘, ‚Destrukturen /Destruktionen‘ und ‚Unterwegs‘. Das ebenso tiefgründige wie widersprüchliche menschliche Innenleben verwebt der Maler in ‚Graphiti‘ kunstvoll zu surrealistisch anmutenden Konstrukten aus Erfahrungen, Erlebnissen und Gemütszuständen. Seine große und vielfarbige Kunst rund um das Phänomen der ‚Bildstörung’ verblüfft in ‚Facial Digital‘ mit zahllosen optischen Täuschungen.

Blumöhrs ‚Destrukturen und Destruktionen‘ signalisieren in graphischen Lackzeichnungen wie auch aquarellartigen Gemälden die bewusste Abkehr von formaler Perfektion zugunsten der Darstellung der schicksalhaften Nähe kreativen Schaffens zu drohender Vernichtung. Von frühester Kindheit an zeichnet der Maler überall dort, wo er gerade mit Menschen beieinander ist und/oder warten muss. Die auf der Schulbank, im KVR, an der Bushaltestelle, im Club oder Zug entstandenen Zeichnungen sind der ‚Urstoff‘ vieler späterer Bildideen, die in der Serie: ‚Unterwegs’ realisiert worden sind. Dokumentiert werden im Rahmen der Ausstellung aber auch Blumöhrs Wandbilder und ihre spannenden Entstehungsprozesse.

Murale Kunst mit menschlicher Note
Blumöhrs bekannte murale Projekte im öffentlichen Raum bestechen allesamt nicht nur wegen der aufwändigen Recherche des Künstlers zu Historie und Architektur der gewählten Location. Ganz entscheidend wird deren besonderer Charakter stets geprägt durch den konstruktiven, offenen Austausch des nahbaren 41-jährigen mit Anwohnern, Passanten und allen, die sich einbringen möchten. Mit dieser besonderen Herangehensweise gelingt es dem Künstler auf ganz eigene Weise, geschichtliche Aspekte, architektonische, politische und kulturelle Besonderheiten mit den persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen der Menschen vor Ort zu verbinden. Assoziativ sampelt der Maler Informationen und Eindrücke auf der Wand und gibt sie spontan in Bild-in-Bild-Situationen, oftmals mit comic-grotesken Einflüssen, wieder.

Live-Events im Innenhof
Parallel zur Ausstellung lädt der Künstler auch im überdachten Innenhof des Münchner Künstlerhauses zu einer seiner ungewöhnlichen Malaktionen. Während dieser Live-Events können die Besucher Blumöhr nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch ihre eigenen Gedanken, Gefühle, Ideen und Fragen aktiv in die Entstehung des großflächigen Kunstwerks ‚Wildwuchs Erde‘ einbringen.

Martin Blumöhr wurde in München geboren und studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Markus Oehlen. 2007 erhielt er ein Stipendium von Prof. Ernst Fuchs und war als dessen Schüler und persönlicher Assistent tätig. 2011 schloss Blumöhr sein Studium mit Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München ab und lebt und arbeitet seither als freier Künstler in seiner Heimatstadt. Seit mehr als fünf Jahren ist der Maler aktives Mitglied des Seerosen-Kunstkreises. Mit dem Künstler Tobias Krug, der dort die ‚Bildenden Künstler‘ vertritt, realisiert und kuratiert Blumöhr das ‚neue Kunstforum‘ mit Wanderausstellungen und Kunstaktionen sowie den Künstlerinterviews bei Seerosen-Literaturabenden. Weitere Informationen zum Künstler unter www.martin-blumoehr.de.

Vernissage 18.05.2022 um 19.00 Uhr mit einem Grußwort von Münchens dritter Bürgermeisterin Verena Dietl, Musik von Elsie Marley (Chansons / Cabaret) und einem Künstlergespräch mit
Alt-OB Christian Ude.

Ausstellung ‚Paxoptimarerum‘ / Kunstloft
Dauer: 19.05.2022 – 16.07.2022
Eintritt frei. Um telefonische Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: 089 / 5991 840
Live-Events an drei Wochenenden jeweils von 11.00 Uhr – 17.30 Uhr.
Sa, So-21. & 22. Mai / Sa, So–4. & 5. Juni / Sa, So-18. & 19. Juni
Eintritt frei. Bei anhaltendem Starkregen können die Malaktionen im überdachten Innenhof leider nicht stattfinden.

Martin Blumöhr bei der Arbeit. © Martin Blumöhr

Martin Blumöhr bei der Arbeit. © Martin Blumöhr

... zurück

 

www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

>> mehr

Tierschutzverein München