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DM_Konrad Zuse mit Z3

Die wichtigsten Maschinen von Konrad Zuse stehen heute in der Abteilung Informatik des Deutschen
Museums. So auch der von Zuse durchgeführte Nachbau der 1943 im Krieg zerstörten Z3. Fotos:
Deutsches Museum

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100 Jahre Konrad Zuse -
Einblicke in den Nachlass
Neue Sonderausstellung
in der Bibliothek des Deutschen Museums

Von 19. Juni bis 22. August ist im Foyer der Bibliothek des Deutschen Museums eine Sonderausstellung anlässlich des 100. Geburtstags von Konrad Zuse zu sehen. Sie gibt anhand ausgewählter Originaldokumente erstmals einen umfassenden Einblick in den Lebensweg und das Wirken des Computerpioniers, Unternehmers und Künstlers Konrad Zuse. Neben den wichtigsten Rechenanlagen Zuses besitzt das Deutsche Museum seit einigen Jahren auch seinen umfangreichen
schriftlichen Nachlass.

„Die Sonderausstellung zeichnet anhand von Originaldokumenten aus dem Nachlass den Lebensweg und das Schaffen Zuses nach. Dokumente und Zeichnungen erläutern seine ersten Rechner und die Wirken als Unternehmer nach dem Krieg. Aber auch seine Stellung im Nationalsozialismus wird kritisch untersucht.“ sagt Dr. Wilhelm Füßl, Leiter des Archivs des Deutschen Museums. In anderen Dokumenten tritt die Person anschaulich vor Augen, so in den Zeichnungen und Zeugnissen des Schülers und durch ein Blatt, auf dem der Vater in den unmittelbaren Nachkriegsjahren den Gesundheitszustand seiner Kinder festhält. „Konrad Zuse gilt als einer der Erfinder des Computers und als Schöpfer der ersten höheren Programmiersprache. Seine wichtigsten Maschinen stehen heute bei uns in der Abteilung Informatik.“ freut sich Prof. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums.
Mit seinen Rechenautomaten Z3 und Z4 baute er noch vor 1945 die frühesten frei programmierbaren programmgesteuerten Rechner im binären Zahlensystem
mit Gleitkommarechnung.
Bereits während seines Bauingenieurstudiums hatte sich Konrad Zuse mit der Automatisierung der umfangreichen, routinemäßig auszuführenden statischen Rechnungen beschäftigt. Mit seinem „Plankalkül“ zeigte er früher als andere einen Weg zur algorithmischen und Maschinen unabhängigen Programmiersprache sowie zur Software-Entwicklung. Die Verdienste um die Einführung und Verbreitung des Computers in Deutschland, die ihm als Gründer und initiativreichem Leiter der Zuse KG zukommen, sind heute nur wenig bekannt. Trotz erheblicher Verluste im Zweiten Weltkrieg haben sich im Nachlass Zuses, der heute im Archiv des Deutschen Museums aufbewahrt wird, die zentralen Dokumente zu den vielfältigen Aktivitäten Konrad Zuses erhalten. Das Archiv des Deutschen Museums zählt zu den bedeutendsten Spezialarchiven zur Geschichte der Naturwissenschaft und der Technik.
Ein Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Sammlung historischer Dokumente zur Rechentechnik und Informatik.

DM_Zeugnis Zuse
DM_Rechenmaschine Z1

Die Z1 im Wohnzimmer der Eltern. Ein Teil des aus zahlreichen ausgeklügelt geformten Blechen zusammengesetzten mechanischen binären Speichers des ersten Versuchsmodells des Rechenautomaten. Es sollte erst später rückwirkend als Z1 bezeichnet werden.

Zuses Zensuren fielen unterschiedlich aus: Die Lehrer benoteten den Fünfzehnjährigen in den meisten Fächern mit „gut“ oder „befriedigend“, in Freihandzeichnen sogar mit „sehr gut“, während sie seine Leistungen in Turnen und Schreiben mit „mangelhaft“ bewerteten. Vom Singen war Zuse sogar befreit.

Diese Woche in Winfried Noés isarbote-Kolumne ... Foto: Andrea Pollak

Winfried Noe
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