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Landkreis München

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Der Ehestreik im Jahr 1949.

Eines der ältesten und erfolgreichsten Volkstheater Bayerns
Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn
feiert 70-jähriges Jubiläum


Mit Beginn der Spielzeit 2018/2019 feiert die Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn ihr siebzigjähriges Jubiläum. Sie wurde im Oktober 1948 gegründet, auch um den Bewohnern von Waldperlach-Neubiberg-Ottobrunn und Umgebung die Möglichkeit zu einem regelmäßigen kostengünstigen Theaterbesuch zu bieten, ohne dafür in die Landeshauptstadt fahren zu müssen.

Nimmt man die Vorläufer-Bühnen dazu, kann die Volksbühne auf eine fast 100jährige Tradition zurückblicken: Die Laienspielgruppe „Keastöck“ spielte schon im Jahr 1919 im Waldperlacher „Leiberheim“. Ab 1923 nannte sich die Gruppe „Bühnenfreunde Neubiberg“, von 1946 bis 1948 „Laienspielgruppe Neubiberg“.

Seit Anfang an legt man bei der Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn den Schwerpunkt auf traditionelles bayerisches Volksschauspiel und konnte sich damit nicht nur im Münchner Osten ein treues Stammpublikum erobern. Heute zählen neben bayerischen „Klassikern“ auch Boulevard-Stücke oder Krimis zum Repertoire. Allen gemeinsam ist aber die bayerische Sprache – man versteht sich nämlich durchaus als Verein zur Erhaltung bayerischen Kulturgutes.

Mit derzeit vier verschiedenen Inszenierungen in der von November bis April dauernden Saison und jeweils bis zu zehn Aufführungen gehört der Verein zu den fleißigsten und erfolgreichsten Amateurbühnen in Bayern. Als Besonderheit gibt es ein Theater-ABO für Stammkunden und seit der letzten Spielsaison kann man Theaterkarten auch direkt über’s Internet kaufen. Auch diese Angebote dürften bis heute im Amateurbühnenbereich im Freistaat einmalig sein.

Den 70. Geburtstag feiert die Volksbühne zusammen mit ihren Zuschauern an drei Wochenenden im November mit der Komödie „A Flascherl vom Glück“ von Christian Lex und unter der Regie der langjährigen Spielleiterin Gabriele Popp – natürlich im Theatersaal des Wirtshauses Leiberheim in München-Waldperlach. Die Mitglieder selbst begehen das Jubiläum mit einigen Ehrengästen im Rahmen einer Sondervorstellung.

Die drei Gspusi der Zenta im Jahr 1954.

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Die Postkarte von 1913 zeigt Oberschleißheim zur damaligen Zeit. Im Vordergrund die Schlossanlage Schleißheim, im Hintergrund der "Flieger-Platz", den es bis heute gibt.
Fotos: Archiv Bürger/Treffer

Wie aus „Klain-Schleißhaim“ ein Touristenmagnet wurde

Man muss schon sehr genau hinschauen, wenn man das kleine Kirchlein auf der historischen Landkarte von Philipp Apian aus dem Jahr 1568 entdecken will, gleich neben ein paar Bäumen. „Klain-Schleißhaim“ steht da. Heute, genau 450 Jahre
später, ist Schleißheim bei weitem nicht mehr klein – und statt ganz viel Wald besitzt der Ort bedeutende touristische Anziehungspunkte wie die Schlösser und die Flugwerft. Vom Weg Oberschleißheims in den vergangenen Jahrhunderten erzählt die Ausstellung „Oberschleißheim im Wandel der Zeit“, die vom 28. September bis zum
20. Januar 2019 in der Flugwerft Schleißheim zu sehen ist.

„Es gibt architektonische Spuren, die sind auch nach 450 Jahren noch sichtbar“, sagt Otto Bürger, der das Material für die Ausstellung zusammengestellt hat. Die Ausstellung lebt vor allem von ihren rund 300 Fotografien und vielen weiteren Dokumenten. Fotografien, die das Einst und das Jetzt direkt gegenüberstellen, die zeigen, wie sich der Ort entwickelt und verändert hat. Teils sind die Häuser und architektonischen Strukturen aus vergangenen Jahrhunderten auch auf aktuellen Fotos noch gut wiederzuerkennen. An anderer Stelle steht aber dort, wo früher ein beliebter Ausflugsgasthof war, heute eine schnöde Tankstelle. Und die neue Parksiedlung hat den Ort in den 1960er Jahren erheblich verändert.

„Auch die Flugwerft selbst spielt in der Ausstellung eine große Rolle“, sagt Bürger – denn ohne die Flugwerft wäre der Ort nicht das, was er heute ist. Die Geschichte des mehr als 100 Jahre alten, immer noch genutzten Flugplatzes wird ebenso gezeigt wie die Entwicklung der Flugwerft zum Museum.

Die historischen Fotografien, Landkarten und Dokumente stammen aus dem riesigen Fundus von Otto Bürger. „Ich bin seit 50 Jahren Ortschronist“, sagt Bürger, „da kommt so einiges zusammen.“ Bei ihm zu Hause gibt es ein riesiges Privatarchiv über die Geschichte des Ortes: Rund 150 Quadratmeter vom Keller bis zum Dachgeschoss sind für die Fotografien und Dokumente reserviert. Der Vorsitzende des Kulturvereins „Freunde von Schleißheim e. V.“ bietet auch regelmäßige ortsgeschichtliche Führungen an – zu denen öfters bis zu
100 Interessenten kommen.

Gerhard Filchner, Leiter der Flugwerft Schleißheim, lobt Bürgers außergewöhnliche Kenntnisse der Ortsgeschichte – und seine ebenso außergewöhnliche Sammlung: „Es war schwierig, aus der Fülle des Materials die richtige Auswahl zu treffen.“ Aber Filchner verspricht: „Nach einem Besuch der Ausstellung werden selbst alteingesessene Schleißheimer Dinge über ihren Wohnort wissen, von denen sie noch nie zuvor gehört haben.“

Die Ausstellung ist zu den normalen Öffnungszeiten der Flugwerft Schleißheim zu sehen – täglich von 9 bis 17 Uhr. Der Besuch der Sonderausstellung ist im normalen Museumseintritt
(7 Euro für Erwachsene) bereits enthalten. In der Ausstellung kann man sehen, wie sehr sich der Ort im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

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Der Oberschleißheimer Ortsteil Mittenheim 1950 und heute.

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