Tierschutzverein München e.V.
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Deutscher Tierschutzbund
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Die Isarnixe von isarbote.de - gezeichnet vom Münchner Maler und Karrikaturist Franz Eder. Dankeschön!

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tierisch gut

SOS Projects für Mensch und Tier
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Raus aus dem Hörsaal – Rein in die Praxis
Neues Werbeplakat für den Tierpark Hellabrunn

Unter dem Motto „Raus aus dem Hörsaal – Rein in die Praxis“ fand im Sommersemester 2010 bereits das zweite Projekt der Hochschule München in Kooperation mit der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, dem deutschen Marktführer für Außenwerbung, statt. Ziel war es, innerhalb weniger Wochen ein neues Werbeplakat für den Tierpark Hellabrunn zu entwerfen, das Aufmerksamkeit erregt und die Besucherzahlen erhöht.
Wie in einer realen Agentursituation wurden die StudentInnen für ein erstes Briefing in den Tierpark Hellabrunn eingeladen. Darauf folgte eine sechswöchige Konzeptionsphase, bevor die Teams bei einem Pitch gegeneinander antraten. Das vom Tierpark Hellabrunn als Siegerplakat gewählte Konzept wurde anschließend für zehn Tage an 100 stark frequentierten Orten in München in einer Größe von neun Quadratmetern plakatiert. Um die Werbewirksamkeit des entworfenen Plakats zu evaluieren, führten die StudentInnen eine Befragung von 200 Passanten durch. Hierbei kam heraus, dass das neue Plakat des Tierparks Hellabrunn von den Befragungsteilnehmern sehr positiv angenommen wurde und eine hohe Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der kaufmännische Direktor des Tierpark Hellabrunn Walter Schmid zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit den StudentInnen: „Der Tierpark arbeitet gerne mit Hochschulen zusammen. Einerseits werden dabei junge Menschen bei ihren Bemühungen unterstützt, andererseits ist die Zusammenarbeit auch für den Tierpark nutzbringend, da immer wieder sehr interessante und frische Ideen zustande kommen.“ Dabei überzeugte ihn vor allem die Qualität der geleisteten Arbeit. „Es war eine wahre Freude, die enorme Kreativität der Studentinnen und Studenten zu erleben. Besonders bewundert haben wir auch die Professionalität, die sich mit der von etablierten Agenturen durchaus messen kann.“ Auch die Studierenden profitierten von der Kooperation: „Wann hat man als Studierender schon die Gelegenheit, seine Arbeit in einer Großstadt wie München öffentlich bestaunen zu können? Ein großartiges Projekt, das uns Studenten die Möglichkeit bot, die Facetten der realen Berufswelt kennen zu lernen, mit allem was dazu gehört – ein ‚echter’ Kunde, Wettbewerber und wenig Zeit!“

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Die Geschichte der Tierrettung München
Von Dr. Evelyne Menges

„Im Leben ist alles immer für etwas gut“. Ach wie oft hat man schon diesen Satz gehört, wenn Leid und Trauer über einen herein gebrochen ist. Aber manchmal, ja manchmal stimmt dieser Satz. Vor acht Jahren habe ich mir einen Herzenswunsch erfüllt und bin stolzes Frauchen eines ganz lieben Königspudel-Mädchens geworden. Die Kleine entwickelte sich prächtig und war gesund.
Doch eines Tags, als sie etwa sechs Monate alt war, brach die unerträgliche Krankheitsserie über sie herein, mit deren Spätfolgen wir bis heute noch zu kämpfen haben. Meine Morle bekam nicht nur Zwingerhusten (obwohl sie aus keinem Zwinger, sondern aus einer Hobbyzucht stammt) und bekam trotz regelmäßiger und peinlich genauer Impfungen oben drauf noch Corona (eine Art Parvovirose). Als diese Erkrankung erstmals ausbrach war es Samstag Abend. Morle spuckte blutig und ich war verzweifelt. Mit einer lieben Hundefreundin, Frau Lautner, die mich in dieser trostlosen Situation nicht allein ließ, fuhren wir in die Uni Tierklinik Innere Medizin. Morle wurde untersucht und dort behalten. Am folgenden Montag konnte ich meine Kleine wieder nach Hause nehmen. Doch dann verschlimmerte sich die Krankheit, so dass ich dann den blutig erbrechenden Junghund nachts um drei heulend und einsam in die Klinik fuhr. So ging es mir zigmal, bis endlich die Krankheit geheilt werden konnte. Damals erfuhr ich zum ersten Mal wie einsam der Tierbesitzer sein kann, wenn seinem Tier etwas fehlt. Bei der Erkrankung eines Menschen kommt schließlich der Notarzt ins Haus und es gibt einen Krankenwagen. Dies fehlte damals in München. Aus dieser Verzweiflung heraus entschloss ich mich, mit guten Freunden und gemeinsamen Kräften dies zu ändern.
Eine tiermedizinische Notfallambulanz ausschließlich von Tierärzten gefahren müsste her! Sehr schnell konnte ich das Deutsche Tierhilfswerk für diese Idee, oder besser noch, diese Idee zu finanzieren, gewinnen. Prof. Dr. Henning Wiesner als international renommierter Zoodirektor und Tierarzt war ebenso schnell für diese in Deutschland bis heute noch einmalige Initiative zu gewinnen wie auch Frau Prof. Dr. Ulrike Matis von der Chirurgischen Uni Tierklinik in München. Mit Hans Wiblishauser als Chef des VDH Landesverbands Bayern e. V. und Dr. Theodor Mantel als Präsident der Bayerischen Tierärztekammer und dem ehemaligen Polizeichef der Reiterstaffel der Bayerischen Polizei, Helmut Plückthun, konnten Experten für den Vorstand gefunden werden. Am 1. März 2001 nahm die so gegründete Tierrettung München e. V. ihre Arbeit, zunächst noch mit einem Tierarzt, auf.
Heute, vier Jahre später, hat die Tierrettung fünf Tierärzte rund um die Uhr beschäftigt und das 365 Tage im Jahr. Wir sind über 5.000 Einsätze gefahren. Manchmal landet so mancher Notrufanruf in unserer Verwaltung bei Frau Evelin Plötz, die dann auf die Notrufnummer 01805 / 84 37 73 hinweist und alle Anfragen beantwortet. Unser Verein hat heute etwa 1.500 Mitglieder und wir hoffen, dass es immer mehr werden. Denn mit einem Mitgliedsbeitrag von doch nur 30 Euro im Jahr kann den vielen Wild- und Fundtieren in und um München geholfen werden. Denn für Wildtiere sind wir uneigennützig, weil auch gemeinnützig da. Für das geliebte Haustier berechnen unsere Tierärzte für ihren Notfalleinsatz die Gebühren nach der Gebührenordnung für Tierärzte. Wer aber Mitglied beim Verein Tierrettung ist, kann dies über eine sog. Pool-Versicherung von nur 10 Euro pro Tier pro Kalenderjahr bis zur Rechnung von 125 Euro kostengünstig versichern.
Doch weder Mitgliedsbeiträge noch die Einnahmen aus unserem Zweckbetrieb könnten uns länger als drei Monate überleben lassen, würde nicht das Deutsche Tierhilfswerk uns von Anfang an nachhaltig finanziell mit 12.800 Euro und einem Ford unterstützen. Dies ist mehr als eine bloße Zuwendung, dies ist Kooperation und Partnerschaft. Aus diesem Grund wurde auf der Mitgliederversammlung des Jahres 2005 beschlossen, dass diese wesentliche, ja fast lebenserhaltende Zusammenarbeit nicht nur über den üblichen Dank zum Ausdruck kommen soll, sondern auch in Taten. Deshalb hat die Tierrettung jetzt den Namen: „DTHW-Tierrettung München e. V.“. Vielleicht gelingt es uns mit unseren Tierfreunden diese einzigartige tierärztliche Tierrettung auch in anderen Städten einzurichten. Jedenfalls hatte die Krankheit meines Hundes Morles doch was Gutes gehabt und einen tieferen Sinn ...

Dr. Evelyne Menges mit Morle. Foto: Marion Vogel

Dr. Evelyne Menges mit Morle.
Foto: Marion Vogel

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