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Magdalena Löhmann. Fotos: Hötzelsperger

Magdalena Löhmann. Fotos: Hötzelsperger

Priener Trachtlerin Deutschlands beste Hutmacherin

Prien (hö) – Deutschlands beste Hutmacherin bzw. Modistin kommt aus Prien a. Chiemsee und ist eine leidenschaftliche Chiemgauer Trachtlerin. Ihr Name ist Magdalena Löhmann vom Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Prien. Bereits mit fünf Jahren war die heute 20jährige Trachtlerin in den ersten Tanzproben und noch eher war sie auf den Beinen, wenn es um das Mitgehen bei Trachtenfesten ging. Sozusagen eine geborene Trachtlerin von Kopf bis Fuß. Aus der Hand von Elke Büdenbender, der Frau des Deutschen Bundespräsidenten bekam Magdelana Löhmann
nunmehr die Ehrenurkunde.


So selten wie der offiziell benannte Beruf einer Hutmacherin ist, so rar ist der Sieg beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks, der in Berlin gefeiert wurde. Natürlich erschien die Innungsbeste Magdalena in ihrer feschen Chiemgauer Tracht mit ihrem Priener
Hut. Gerade dieser Hut trug wesentlich zum Gewinn bei, denn die Ausbildung zur Hutmacherin erfolgte beim Priener Traditionsbetrieb Brunhuber und bei Inhaberin Monika Voggenauer. Den Weg in die Werkstatt von Monika Voggenauer fand Magdalena Löhmann nach einem Herrenschneider-Praktikum.

„Dann interessierte mich einfach der Hut und so klopfte ich beim Geschäft Brunhuber an, um ein zweites Praktikum zu machen“, so Magdalena Löhmann und Monika Voggenauer, ihre nunmehrige Chefin antwortete: „Als hätte ich darauf gewartet, heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, Laden und Werkstatt ohne zweite feste Kraft zu meistern“. Magdalena Löhmann, die nicht nur gerne handwerklich mit der Tracht um-, sondern auch ganz gerne mit der Tracht ausgeht, ist als Dirndlvertreterin bei den Priener Aktiven sozusagen die „Vorplattlerin“ oder Vortänzerin bei den rund 20 Priener Dirndl. Deren Auftritte umfassen in Prien vielerlei Feste, unter anderem unter dem Maibaum oder im Jahr 2019 auf den Schären. 2018 war der Höhepunkt bei einem Staatsempfang der Bayerischen Staatsregierung anlässlich einer Tagung des Logistik-Kompetenz-Zentrums im Schloss Herrenchiemsee.

„Jeder Hut ist ein Unikat, sobald er mit der Hand gemacht wird, ist kein Hut wie der Andere“ – diese Erkenntnis hat Magdalena von ihrer Ausbilderin und Lehrherrin Monika Voggenauer und auch schon mit ihren eigenen Erfahrungen gewonnen. Ob Zylinder, Herrenhüte, Bauernhüte für die Frauen oder Mützen für die Schäffler, die gerade 2019 wieder ihre Auftritte haben – die Spezialanfertigungen verlangen Fingerspitzengefühl und viel Zeit. Sonderwünsche sind dann eine zusätzliche Herausforderung für Können und Kreativität. Von einer seit langen Zeiten bestehenden Firma aus Augsburg bekommen Voggenauer und Löhmann ihre Rohlinge, in der Regel hand-gefärbt zur Weiterverarbeitung.

Ganz oft kommen Trachtenvereine und Röckefrauen mit einem sogenannten „Priener Hut“, dessen Ursprung eng mit der Firma Brunhuber in Prien in Verbindung gebracht wird. Die mit viel Aufwand gemachten und gold-bestickten „Priener Hüte“ werden nur noch selten ganz heu hergestellt, des öfteren kommen aber Leute, die ihre Hüte mit zwei oder vier Quasten aufgefrischt oder ausgebessert werden sollen. Der Arbeitsumfang für einen neuen oder generalüberholten Hut ist groß, Ungeduld bei der Bearbeitung oder auch beim Kunden ist deswegen kein passender Geselle. „Früher hatten wir saisonale Schwankungen bei den Aufträgen, das Tragen von Hüten und das Herrichten von alten Hut-Exemplaren ist aber immer stärker geworden, so dass wir ganzjährig gut mit Arbeit und Kundenwünschen versorgt sind“ – so Monika Voggenauer, die sichtlich stolz auf ihre erfolgreiche Gesellin ist.

„Kleider machen Leute und Hüte runden das Bild eines Menschen oder Trachtlers ab und Hut ab vor der Magdalena, die mit Geschick und Fleiß diese bundesweite Auszeichnung wahrlich verdient hat“, so Monika Voggenauer in ihrem Hut-Geschäft in der Seestraße 2 inmitten der Marktgemeinde Prien. Nach ihrer Rückkehr aus Berlin gab es natürlich viele Glückwünsche von der Familie, vom Trachtenverein und auch von der Gemeinde Prien, dessen Bürgermeister Jürgen Seifert selbst Träger eines handgefertigten Hutes vom Priener Fachgeschäft ist.

Siegerin Magdalena Loehmann 2
kl-Schaefflermuetze

Schäfflermütze.

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Siegerin Magdalena Löhmann.

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Monika Voggenauer.


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Friedrich Pfaff und Edith Behling. Fotos: Hötzelsperger

„Ohne Uhren kein Leben“
Die Priener Hobby-Künstlern Friedrich Pfaff und Edith Behling

Prien (hö) – Ein fast unglaubliches Bastel-Genie und eine nicht minder ideenreiche Partnerin haben sich seit gut zehn Jahren in der Marktgemeinde Prien mit Friedrich Pfaff und Edith Behling niedergelassen. Und ihr Hobby-Tatendrang lässt nicht nach, im Gegenteil: das Rentner-Paar (Friedrich Pfaff ist immerhin 78 Jahre) ist im wahrsten Sinne rund um die Uhr aktiv und kreativ. Bei einem Besuch im Hause in Prien-Ernsdorf fühlt man sich in einem wahren Museum, an allen Wänden und Winkeln finden sich individuelle Unikate, insbesondere an Uhren der verschiedensten Machart.

Friedrich Pfaff, aufgewachsen im Schwarzwald, beruflich tätig als Industriemechaniker am Bodensee und noch während seiner Berufszeit vielfach bei nationalen und internationalen Bastel-Wettbewerben und Modell-Restaurierungen mit Siegerpreisen ausgezeichnet hat sich erst in diesem Jahr in seinem Haus wieder mehr Platz schaffen müssen. Vormals anderweitig genutzte Kellerräume sind inzwischen zu einer Werkstatt und zu Ausstellungs- und Empfangsräumen umgebaut worden. „Das ist mein Wohnzimmer, ja mein Paradies“, so Friedrich Pfaff in seiner Werkstatt, die eine Vielzahl an Handwerkszeug und selbst zusammengestellten Maschinen aufweist.

„Einen Feierabend brauchen wir nicht, weil wir uns nur allzu gerne beschäftigen“, so Edith Behling, die vormals Schaufenster-Dekorateurin und in großen Theatern Bühnenbildnerin war und die Ideen am laufenden Band für Friedrich Pfaff liefert. Dieser zeigt bei seinem Haus-
Rundgang einen funktionstüchtigen Lanz-Bulldog (Antrieb über Heißluft-Motor) aus dem Jahr 1921, einen maßstabsgetreuen Triebwagen VT 21 MAN, der von 1893 bis 1972 im Schwarzwald fuhr oder ein Porträt der Priener Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, das aus rund
2.000 Zündhölzern besteht.

Haupt-Erzeugnisse aber sind Uhren. Rund 60 Arbeitsstunden investiert er in ganz und gar individuelle, zuweilen von Kunden mit Sonderwünschen in Auftrag gegebene Uhren. Kuckucks-, Pyramiden-, Holzräder-, Wand- oder bayerische Landhaus-Uhren sind nur ein Teil dessen, was im Hause von Friedrich Pfaff rund um die Uhr schlägt. Neuerdings macht der Uhrmacher aus Leidenschaft Wanduhren mit und ohne LED-Beleuchtung in unterschiedlichen Größen. Eine jüngst geschaffene Leucht-Uhr mit Strom-Anschluss kann mit besonderen Motiven erstellt werden, eine dieser Uhren mit Motiven der Steubenparade von New York konnte wegen eines Todesfalls nicht mehr abgeholt werden. Neu ist auch eine sogenannte Licht-Kreis-Uhr ohne Uhrzeiger. Das LED-Licht zeigt an den beiden äußeren Kreisen in gelb die Stunden und in Weiß die Minuten an.

„Die Steuerung erfolgt sekundengenau über eine Quarz-Uhr, der Anblick und die Zeitwahrnehmung brauchen allerdings etwas gewöhnen“, erklärt Friedrich Pfaff, der in seinem Keller mit eigens erstellten Maschinenkonstruktionen die Einzelteile und Zahnräder so herstellen kann, dass sie auf tausendstel Millimeter genau passen. Die Entwürfe zu den Individual-Uhren kommen meistens von seiner Partnerin Edith Behling, sie schafft ihrerseits noch Bleistiftzeichnungen oder aus den Schnitzeln der Bastelabfälle von Herrn Pfarr ganz und gar neue Kunstwerke. „Nichts ist unnütz und alles ist gut für neue Ideen“, so die jung gebliebene Künstlerin, die zusammen mit Friedrich Pfaff gerne bereit ist, ihr museales Haus unter dem Motto „Ohne Uhren kein Leben“ interessierten Leuten zu zeigen, eine vorherige Anmeldung unter der Telefon-Nummer 08051-1821 wäre jedoch gewünscht.

kl-Kuckucksuhr. 2
kl-Lanz-Bulldog

Lanz-Bulldog.

Kuckucksuhr.

Leucht-Uhr

Leucht-Uhr.

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kl-Streichholz Kirche Prien

Kirche von Prien aus Streichhölzern.

kl-Triebwagen VT 21

Triebwagen VT 21.

kl-Licht-Uhr

Licht-Uhr.

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Steuben-Uhr.

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Flughafen München
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