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Neues Vinyl für die Band. Fotos: Agentur Angelos / Uli Wißnet / M.Baus-Artrockpics / Elisabeth Huber / Dustin Broomery

Neues Vinyl für die Band.
Fotos: Agentur Angelos / Uli Wißnet / M.Baus-Artrockpics / Elisabeth Huber / Dustin Broomery

Freuen sich über die erste Vinyl-Scheibe nach 45 Jahren: Sahara mit 'Special Guest' Herbert Süßmeier

Freuen sich über die erste Vinyl-Scheibe nach 45 Jahren:
Sahara mit 'Special Guest' Herbert Süßmeier.

München freut sich – München feiert
Die Münchner Kultband SAHARA ist zurück – und wie!

Von D.Broomery
Es war nach einjähriger Pause mal wieder soweit: München tauchte für drei Tage ins ‚Sahara-Feeling’ ein, denn die Münchner Kultband SAHARA hielt Wort und gab heuer wieder einige ihrer einmaligen – ja es gibt sie nur einmal pro Jahr - Konzerte speziell für die München Fangemeinde. Dabei zu sein war ein Muss für jeden Progrock-
Liebhaber und lohnte sich dieses Mal besonders! Denn ‚Sahara’ ist so etwas wie der Fixstern am Münchner Rock-Himmel und dafür kommen sie alle und bisweilen
von sehr weit her.


‚Sahara’, eine Band, so unverwüstlich wie der Sound der 1970er-Jahre. Virtuos, lyrisch und reich an Improvisationskunst - so die denkbar knappste Beschreibung der Musik von SAHARA, seit Jahrzehnten d a s Münchner Flaggschiff progressiver Rockklänge.

Der Sound erinnert mit teilweise 20-minütigen Songs an Gruppen wie PINK FLOYD, YES oder KING CRIMSON und bringt das Feeling der 70er zurück - stilecht und authentisch. In der Original-Besetzung von 1975 begeistern sie ihre Fans alter Altersklassen bis heute: Michael Hofmann de Boer (fl, key, git, voc), Hennes Hering (org), Stephan Wissnet (b, voc), Harry Rosenkind (dr), Nick Woodland (lead-git) und wieder dabei Alex Pittwohn (git, harp, voc).Die Fachpresse ist sich einig: Sahara - ein immer neues, spannendes, ein aufregendes Projekt.

Unglaublich und sensationell: SAHARA begeistert seit nunmehr über 50 Jahren Musik-Fans aller Couleur und das musste natürlich gebührend gefeiert werden! Natürlich im INTERIM in Laim, wo denn auch sonst. Schließlich hat in München-Laim ja 1965 alles angefangen, als ein paar beatbegeisterte Münchner Jungs beschlossen, wir wollen auf die Bühne und Musik machen wie die Beatles. Ja, wenn schon – denn schon: kein Anspruch war zu hoch.

Bald war auch der richtige Band-Namen gefunden: The Subjects. Harry Rosenkind, Michi Hofmann und Stephan Wissnet legten los. Zuerst im Dachgeschoß von Michi Hofmanns Elternhaus, dann im legendären Waldheim. „Ja, die waren echt toll“, erinnert sich Ernest Kiener und bekommt heute noch feuchte Augen, wenn er von der ‚wilden Waldheim-Zeit’ erzählt. „Hollies, Kinks, Stones und natürlich die Beatles, das waren unsere Idole und die SUBJECTS hatten alle Songs perfekt drauf“.

Aber auch eigene Stücke hatten die Laimer Jungs im Repertoire. Aber nicht nur an den Arrangements wurde lange gefeilt, berichtet Michi Hofmann, vor allem der Songs-Titel war wichtig und musste gut klingen, ergänzt Harry Rosenkind. Wie wahr: Man stelle sich nur vor, Paul McCartney hätte es „Yesterday“ beim ursprünglichen „Scrambled Eggs“ - also „Rührei“ - belassen, nein, lieber nicht. Ähnliche Gedanken mögen der Band wohl auch durch den Kopf gegangen sein und so wurde die Option „Suppenjects“ als Bandname schnell wieder verworfen. Zu Zeiten der neuen Deutschen Welle hätte der Name sicher funktioniert, aber in den 60er Jahren nicht, da musste alles UK-affin klingen. Dementsprechend fügte man sich „Esquire“ dran und nannte sich „SUBJECT ESQ.“

1966 gegründet, nahm die Gruppe noch unter dem Namen „Subject Esq.“ das gleichnamige erste Album (1972) auf. Danach benannte sich die Gruppe in „SAHARA“ um und es erschienen die Alben „Sahara Sunrise“ (1974) und „For All the Clowns“ (1975). Ende der 1970er Jahre löste sich die Band auf.

Nach langer Pause ist die Gruppe seit 2005 in Originalbesetzung wieder aktiv und ist seitdem auch wieder für seine Fans da: Just 40 Jahre nach der Bandgründung gab’s das langersehnte Reunion-Konzert beim Theatron-Festival und seitdem fiebert die Progrock-Fangemeinde den jährlichen SAHARA-Gigs auf der "Back On Stage"–Tour entgegen. Nach den Reisestopps zu den wichtigen Bühnen in der Musikgeschichte von Sahara: der Open-Air-Gig beim Burg-Herzberg-
Festival im Juli 2007, der Auftritt im ehemaligen Blow Up, heute Schauburg München im April 2008, der Event in der Akademie der bildenden Künste im Februar 2009, die legendäre Prog-
Nacht in der Kultfabrik (2010), die Felsenkeller-Gigs (2011) oder der ‚Kino-Gig’ im Rio-Filmpalast (2014), sollte es 2016 zu den Bellinzona Beat Days in die Schweiz gehen, was aber krankheitsbedingt leider unterbleiben mußte.

Aber jetzt ist „The Best Bass-Player in Town“ (O-Ton HC-Magazine) wieder fit und wohlauf und so durften man sich auf die ‚Back-to-the-Roots’-Auftritte im INTERIM in Laim freuen. Schließlich kehrt man doch gerne dahin zurück, wo man als ‚Münchner Band aus Laim’ einmal angefangen hat. Kaum verwunderlich, dass bei allen Gigs dort immer der „Sold Out’-Button am Eingang prangt. So auch jetzt: Dreimal ausverkauftes Haus und über 600 Sahara-Fans
waren begeistert!

Der Sound, höchst abwechslungsreicher Progrock mit Hammondorgel und tollem mehrstimmigen Gesang, brachte das Feeling der 70er sofort zurück - stilecht und authentisch. Gleich der über 12 Minuten lange Opener „Mammon“ haute richtig rein und zeigt, wo es lang geht. Von „Sunrise“, über den „Mountain King“ bis hin „For All The Clowns“ gab’s alle Sahara-Klassiker und dazu noch Perlen – frisch aufpoliert – aus neu aufgetauchten, alten Tapes! Da staunten die Progrock-Fans nicht schlecht, als sie dabei sein durften, wie „Take me to the fireside“ oder „Rainbow Rider“ als Live-Take erstmals das Licht der Interim-Bühne erblicken durften. Ersteres eine Verbeugung vor rockigen Subjects-Zeiten und bei letzterem – noch rockiger und
schneller – ließen es sich die Hardcore-Sahara-Fans nicht nehmen, sogar richtig abzurocken.

Damit das bei Lust und Laune auch zuhause gelingt, hat Harry Rosenkind, mit tatkräftiger Unterstützung von Tonmeister Uli Eisner und der gesamten Rosenkind-Family (Danke Mela & Benjamin), über zwei Jahre daran gefeilt, die längst vergriffene Sahara-Sunrise-CD im
Original-Vinyl-Look zu remastern und neu aufzulegen. Echt Klasse auch, was Tongenie Uli Eisner da aus den alten Bändern herausgeholt hat. Wenn es so etwas wie den „Goldenen Mischpult-Schieber“ gäbe, spätestens seit dem perfekten Sound der beiden Sahara-RIO-
Konzerte im April 2014 würde Uli diesen Award zuhause stehen haben. Und weil guter Sound alleine noch nicht reicht, sind auf die neue CD auch noch zwei Bonus-Tracks gepackt!

So galt denn am Ende: Was will das Sahara-Fanherz mehr ? Drei mega-tolle Konzerte, über neun Stunden Progrock vom Feinsten, Super-Stimmung und eine neue CD für zuhause! Das sollte doch reichen? Nein, es war noch nicht genug – denn 'Special Guest' Herbert Süßmeier, der Anfang der 70er Jahre mit seinem HuMuSu-Management auch SUBJECT ESQ. und OUT-
OF-FOCUS gebucht hatte, brachte zur Überraschung aller eine Subjects - Subject Esq. - Sahara – Vinyl-Schallplatte mit auf die Bühne. Eine 10-Inch-Scheibe mit unveröffentlichten Songs aus fünf Jahrzehnten Bandgeschichte, die er als Lim. Edition in Einzelauflage für die Band hatte pressen lassen. Wow, da staunten alle und betrachteten neugierig das Objekt der Begierde: Nach über 45 Jahren erstmals wieder eine SAHARA-Vinyl-Scheibe in Händen zu halten, das brachte sogar für Mr. Sahara-Pokerface Nick Woodland zum Schmunzeln.

„Es war mir eine Freude und Anliegen zugleich“, so Herbert Süßmeier, „mich mit einem kleinen Dankeschön für über fünfzig Jahre tolle Musik bei der Band zu bedanken“. Und das musste dann natürlich stilecht und passend zu den 'Back-to-the-Roots'-Konzerten eine Schallplatte mit Songs der Band sein, denen die 'Subjects' zu Beginn ihrer Karriere nacheiferten und die sie sogar mit ihrer 'Lost-Tapes'-CD auf Platz 2 der Reissue-Charts verwiesen:
Eben Songs der BEATLES!

„Natürlich ist auch ein kleiner Hintergedanke dabei“, gab Süßmeier zu, „es gibt ja nur diese eine Scheibe, aber sechs Bandmitglieder. Und damit's keinen Streit gibt, wer die Scheibe bekommt, soll sie – wie bei der ersten Beatles-Scheibe (war auch eine 10-inch-Einzelstück, die Red.) - jedes Bandmitglied ein Jahr lang behalten dürfen und dann weitergeben“. Idealer Ort für die Übergabe des 'Vinyl-Staffelstabes', so die Hoffnung der Fans, wäre natürlich das INTERIM, sind doch so zur großen Freude der Fans die nächsten SAHARA-Konzert für weitere sechs Jahre gesichert! „Wir werden's versuchen“ - versprach Harry Rosenkind und Michael Hofmann reckte 'Daumen hoch'. Was will man mehr – das sind doch tolle SAHARA-Aussichten. Zum Abschluss gab's noch 'Alone' von 1972 in der 12-minütigen Langversion als Zugabe, aber dann hieß es endgültig ‚Guad Nacht & kemmt’s goud hoam – See You next Year!“

Band-mit-Vinyl

Herbert Süßmeier mit dem Objekt der Begierde.

Herbert Süßmeier mit dem Objekt der Begierde
Neue-Sahara_Sunrise_Frontcover_4

Das “neue” Scheibe von Sahara..

Starke Frauen braucht die Progrock-Welt: Das Sahara-Management mit Herbert Süßmeier

Starke Frauen braucht die Progrock-Welt: Das Sahara-Management mit Herbert Süßmeier.

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