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MÜNCHNER WESTEN

www.isarbote.de gliedert seine Lokal-Ausgaben nach den Grenzen der Bezirksinspektionen und Bezirksausschüsse. Der Münchner Westen umfasst damit folgende Bezirke:
Neuhausen-Nymphenburg (9) / Pasing-Obermenzing (21) / Aubing-Lochhausen-Langwied (22) / Allach-Untermenzing (23) / Laim (25).

1000_Jahre_Aubing_II2. Ausstellung zur
1000-Jahr-Feier Aubings

Wie hat sich Aubing von seiner frühen Gemeindeform am Ausgang des
18. Jahrhunderts zum Teil des 22. Stadtbezirks entwickelt? Auf diese Frage versucht unter verschiedenen Blickwinkeln eine Ausstellung Antworten zu geben, die anlässlich der
1000-Jahr-Feier Aubings am 8. September um 19 Uhr mit einem Einführungsvortrag im Pfarrsaal von St. Quirin (Ubostraße 5) beginnt und um 20 Uhr im Ausstellungsgebäude an der Ubostraße 9 eröffnet wird.

Die Ausstellung knüpft inhaltlich an die
1. Ausstellung, die sich im April dieses Jahres mit der Geschichte Aubings von der Bajuwarensiedlung bis zum Dorf beschäftigte. Unter anderem werden die Besucher Wissenswertes zu folgenden Themen erfahren: Die Dorfgmain von 1796 bis 1818, die Gemeinde Aubing von 1818 bis 1942, Aubing in der NS-Zeit, die Zeit nach der Zwangseingemeindung, der Strukturwandel zum 39. bzw. 22. Stadtbezirk und die Strukturveränderungen im Dorfkern ab 1950 und künftige Siedlungsprojekte in Aubing-Ost und Freiham. Daneben wird ein Überblick gegeben zu Freiham als Edelsitz, zur Landwirtschaft in Aubing, zum Aubinger Leben anhand der Vereinsgründungen ab 1900 und zur Aubinger Schulgeschichte.
Veranstalter der Ausstellung sind der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V. und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Sie wird gefördert mit Mitteln des Bezirksausschusses des 22. Stadtbezirks. Man kann die Ausstellung bis Sonntag, 26. September besichtigen und zwar zu folgenden Zeiten: Montag bis Donnerstag jeweils von 16 Uhr bis
19 Uhr, am Freitag von 16 Uhr bis 21 Uhr und am Wochenende von 10 Uhr bis 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Im Rahmen der Ausstellung gibt es auch wieder einen Ausstellungsshop, in dem man u. a. die neu geschaffene Aubinger Jubiläumstasse, Gedenkmünzen zum Jubiläumsjahr (in Silber, Messing und Kupfer) und DVD's vom ersten Teil des Festjahrs und vom Theaterstück "Der Goldmacher Tausend" erwerben kann. Die Organisatoren der Ausstellung hoffen auf eine große Resonanz und freuen sich schon, ähnlich viele Besucher wie in der 1. Ausstellung begrüßen zu können.

Sommerferienleseclub_teaser_10

Sommerferien-Leseclub bis 14. September

Der Sommerferien-Leseclub ist ein Projekt zur Leseförderung in den Sommerferien. Unter dem Motto: „Lesen was geht“ begann am 12. Juli in den Filialen der Münchner Stadtbibliothek ein heißer Lesesommer. Und auch schon zum 2. Mal in der Stadtbibliothek Neuaubing.
Mitlesen, mitbloggen, mitfiebern, mitfeiern ist angesagt beim Sommerferien-Leseclub für für Jugendliche von 10-14 Jahren. Und so geht’s: Wir haben im Vorfeld zwei Auswahlverzeichnisse mit spannenden, lustigen, dicken und dünnen Büchern erstellt. Jeder Teilnehmer bekommt einen Clubausweis, mit dem für gelesene Bücher Stempel gesammelt werden. Die begehrten Stempel gibt es nur, wenn die dazugehörigen Fragen zum Buch richtig beantwortet werden können. Mindestens 2 Bücher aus dieser Auswahl müssen die Teilnehmer lesen um eine Eintrittskarte für das Abschlussfest in am 17. September in der Black Box zu ergattern. Wer die meisten Stempel gesammelt hat, ist unser „Lesechampion“ und bekommt zusätzlich einen tollen Preis.

stadtteilcheck_pasing_25.3.2010

Kinder testen ihren Stadtteil auf Barrierefreiheit
Pasing auf Herz und Rampen geprüft

Pasing war das Ziel des ersten Stadtteilchecks im zweiten Projektjahr von „Auf Herz
und Rampen prüfen“. Bei den Stadtteilchecks in Münchner Stadtvierteln, die das von der LH München geförderte Projekt des Kreisjugendring München-Stadt organisiert,
erfahren Kinder von 6 bis 13 Jahren ihre gewohnte Umgebung aus einer ganz
anderen Perspektive.

Dank des schönen Wetters waren es für die acht Jugendlichen aus dem Jugendtreff aqu@rium optimale Bedingungen, Pasing auf seine Barrierefreiheit zu testen. Ausgestattet mit Rollstühlen, Augenbinden, Simulationsbrillen und Blindenlangstöcken versetzten sich die Teilnehmenden in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung und erlebten, wie es ist, sich im Alltag zurechtzufinden. Begleitet wurden sie dabei von zwei Expertinnen, die als Sehbeeinträchtigte und als Rollstuhlfahrerin wertvolle Tipps geben konnten. So z.B. beim Kippen des Rollstuhls über kleine Schwellen oder bei der Orientierung mit dem Blindenlangstock. Stadtrat Christian Müller, Vorsitzender des BA 21, sah sich als Vertreter des Bezirksausschusses den Stadtteilcheck aus nächster Nähe an und betrachtete seinen Stadtteil auch mal aus Sicht eines Sehbeeinträchtigten.
Gleich zu Beginn erlebten die Jugendlichen, dass auch alltägliche Handlungen mit einem Rollstuhl oder blind schwierig zu meistern sind. Die Glascontainer am Schererplatz sind für Rollstuhlfahrer/innen nur mit großem Umweg zu erreichen, denn der Bordstein vor den Containern ist nicht abgesenkt und selbständig nicht passierbar. Blinde Menschen können nicht erkennen, welcher Container welchen Wertstoff erhält, denn eine Markierung in Punktschrift ist nicht vorhanden. Auf der weiteren Route erlebten die Jugendlichen beim Bäcker, wie hohe Theken für Rollstuhlfahrer/innen zum Hindernis werden, aber auch mit welchen Hilfsmitteln Blinde den Wert der Geldscheine erkennen können. Bauliche Hindernisse sind zum Teil auch die Ampeln an der Landsberger Straße, auf der Höhe Bäckerstraße und Pasinger Marienplatz. Diese sind nicht mit akustisch-taktilen Signalen für Blinde ausgestattet. Erfreulicherweise wird dieser Bereich in absehbarer Zukunft jedoch in eine verkehrsberuhigte Zone umgewandelt. Wichtig wäre jedoch bis dahin, die Grünphase der Ampeln zu verlängern, so dass Passant/innen die Landsberger Straße, während einer Ampelschaltung bis zur Verkehrsinsel überqueren können.
Zum Abschluss des erlebnisreichen Stadtteilchecks stießen die Teilnehmenden dann noch auf eine Ampel (Bäckerstraße/Bodenstedtstraße), die kein akustisch-taktiles Signal für Blinde besitzt und deren Bordsteinabsenkung außerhalb des Überquerungsbereichs liegt. Rollstuhlfahrer/innen sind so beim Überqueren der Straße einem höheren Risiko ausgesetzt. Alle getesteten Stellen, die aus Sicht der Barrierefreiheit einen Umbau benötigen, haben wir zusammengefasst. Die Aufstellung ist demnächst auf der Homepage www.herzundrampen.de einsehbar und wird dem
BA 21 übergeben, damit dieser die festgestellten Mängel überprüfen und beheben kann. „Ziel unseres Projekts ist es, die Teilnehmer/innen eines Stadtteilchecks für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung(en) nachhaltig zu sensibilisieren.“, sagt Projektleiterin Marie-Luise Hess. „Wie wichtig dies ist, erleben wir bei jedem Stadtteilcheck.“

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