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Münchner Siegesserie endet mit zwei Heimniederlagen
Von Arno Nahler Vor Wochenfrist war im Münchner Eishockeykosmos die Welt noch in Ordnung. Trotz vieler Ausfälle konnten die Red Bulls 11 von 12 Spielen gewinnen. Dabei hatten teilweise sieben Spieler wegen Verletzung gefehlt. Doch das Team zeigte eine unglaubliche Energieleistung wuchs teilweise über sich hinaus und kletterte bis auf Rang zwei in der Tabelle der PENNY DEL. Was folgte, war fast zu befürchten. Kaum kamen einige Verletzte wieder zurück, setzte es plötzlich zwei unnötige Niederlagen. Einerseits waren die Akkus vieler Spieler leer, andererseits glaubten manche Cracks unbewusst, dass man nicht immer hundert Prozent Leistung bringen müsse. Gerade gegen Spitzenteams wie Mannheim und Berlin erwies sich diese Einstellung als Irrtum. Und so verlor man jeweils zu Hause gegen die Adler 2:4 und gegen die Eisbären 2:3. Die Roten Bullen fielen auf den fünften Platz zurück.
Hier die letzten beiden Spielberichte: Red Bull München - Adler Mannheim 2:4 Im ersten Drittel hatte jedes Team ein Powerplay. München war erfolglos, während Mannheim durch Gilmour mit viel Glück zur Führung traf. Im zweiten Abschnitt waren die Adler das bessere Team und schossen im richtigen Moment zwei wichtige Treffer. München kam gegen Schluss nochmals zurück und hatte in den letzten beiden Minuten die Chance zum Ausgleich. Doch die Gäste schafften das Empty-Net-Goal und gewannen 4:2. „Wir verloren im zweiten Drittel zweimal die Scheibe und Mannheim nutzte diese Fehler eiskalt aus“, sagte Trainer Oliver David.
Red Bull München - Eisbären Berlin 2:3 München dominierte die schwachen Berliner im ersten Abschnitt und erspielte sich viele Chancen, traf aber nur einmal. Im zweiten Abschnitt das umgekehrte Bild: Die Eisbären wurden besser und erzielte zwei Treffer, während die Red Bulls stark nachließen. Nach dem 3:1 für Berlin, elf Minuten vor dem Ende, schien das Spiel entschieden. Doch die Gastgeber trafen noch einmal zum 2:3, allerdings erst 40 Sekunden vor dem Ende - zu spät. Jeremy McKenna, Münchner Torschütze zum 1:0: „Im 1. Abschnitt sind wir quasi geflogen. Wir haben die Geschwindigkeit diktiert. Berlin hatte eine gute Antwort, das muss man anerkennen. Sie sind nicht ohne Grund Titelverteidiger. Am Ende verlieren wir ein enges Hockey-Spiel mit einem Tor. Wir lernen daraus und machen weiter.“
Was nicht unbedingt einfach werden wird. Schließlich wartet bereits am Freitag mit Straubing ein bayerischer Rivale, der gerade in Bestform spielt. Ein brisantes Derby ist zu erwarten. Danach stehen noch sechs Begegnungen auf dem Spielplan, bevor eine vierwöchige Olympiapause ansteht. Mit Mathias Niederberger, Fabio Wagner sowie Tobias Rieder wurden drei Münchner Spieler für den Olympiakader nominiert. Neben dem Münchner Trio reisen zwei weitere Profis der Red Bulls vorerst mit ins Olympia-Camp in Bozen. Yasin Ehliz und Maximilian Kastner werden die Trainingsgruppe des DEB-Teams in Vorbereitung auf das Turnier verstärken und stünden bei kurzfristigen Ausfällen vor Turnierbeginn zudem zur Verfügung.
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