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FC Bayern München Basketball

FC Bayern Basketball

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Vladimir Lucic führte die Bayern in die Playoffs.
Foto: Valencia BC

Bayern Baskets: Es ist geschafft!

Von Arno Nahler
Es war ziemlich genau um 22.30 Uhr am Gründonnerstag, als der Audi Dome zu einem Tollhaus wurde - und das, obwohl keine Zuschauer zugelassen waren. Nach der Schlusssirene lagen sich alle in den Armen, die auch nur im Entfertesten mit den Bayern sympathisierten. Münchens Basketballer hatten mit dem knappen Sieg gegen Kaunas Geschichte geschrieben. Noch nie war es einem deutschen Team gelungen, in die Playoffs der EuroLeague vorzudringen. Ein wahrlich epochaler Erfolg
für Münchens Korbjäger!


Dabei ist es gerade einmal zehn Jahre her, dass die Bayern Baskets in die Bundesliga aufstiegen. Nur wenige Fans werden sich an die Spiele in der Säbenerhalle erinnern, wo sich das Team vor 200 Zuschauern in der zweiten Liga abmühte. Erst als der damalige Präsident Uli Hoeneß grünes Licht für die Unterstützung der Basketballer gab, ging es steil bergauf. Er wurde viel belächelt wegen seiner Vision, die Bayern Baskets könnten einmal in der europäischen Spitze mit Teams wie Barcelona oder Real Madrid mitspielen. Nun ist es
geschafft! Jetzt wird erst einmal ausgiebig gefeiert, bevor die nächsten Ziele angegangen werden. Der Weg ist noch nicht zu Ende.

Lucic behält die Nerven beim 71:70-Drama gegen Kaunas:
Die Bayern ziehen in die Playoffs der EuroLeague ein!

Die Basketballer des FC Bayern München haben es tatsächlich vollbracht: Die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchieri besiegte am Donnerstagabend in einem dramatischen Krimi Litauens Aushängeschild Zalgiris Kaunas 71:70 (37:36) und qualifizierte sich aufgrund der parallelen Niederlage von Verfolger Baskonia als erstes deutsches Team überhaupt vorzeitig für die Playoffs der EuroLeague. Für die Bayern war es der 20. Sieg, ebenfalls eine Rekordmarke.

In einem kraftraubenden Duell mit befreit aufspielenden Gästen geriet das Finish zu einer Nervenschlacht: 2,4 Sekunden vor Schluss wurde Vladimir Lucic beim Stand von 69:70 im Wurf gefoult und verwandelte eiskalt beide Versuche von der Linie zur Führung. Auch den letzten Wurf von Kaunas blockte der Serbe mit Unterstützung von Leon Radosevic - die Münchner sprangen danach vor Glück über das Parkett des Audi Dome.

Die Playoffs der Königsklasse (best-of-five) steigen nur zwei Tage nach dem Top Four um den deutschen Pokal (16./174.) im Audi Dome. Der Gegner des FCBB ab dem 18:/19. April steht erst nach dem 34. und letzten Hauptrunden-Spiel am kommenden Freitag bei Tabellenführer
FC Barcelona fest. Derzeit belegen die Bayern Platz sechs.

Coach  Andrea Trinchieri: „Ich bin sehr glücklich, zuerst natürlich für meine Spieler, die Geschichte für den deutschen Basketball geschrieben haben und auch für den FC Bayern Basketball. Mein Team war heute bereit zu kämpfen. Wir haben kein tolles Spiel gehabt. Aber das Spiel hatte seinen Ursprung vor vielleicht 15 Tagen. Wir verfolgen einen Traum seit dem ersten Spiel gegen Mailand, als wir nach Verlängerung verloren. Denn wir haben damals kapiert: Wir können etwas leisten.“

Herbert Hainer, Präsident FC Bayern: „Ich gratuliere unserer Mannschaft, unserem Trainer und einfach allen anderen, die mitgeholfen haben. Es als erstes deutsches Team in die Playoffs der EuroLeague geschafft zu haben, ist ein grandioser Erfolg. Der gesamte FC Bayern ist wahnsinnig stolz auf diese historische Leistung.“

Nach dieser grandiosen Leistung tritt die Niederlage gegen Istanbul, zwei Tage zuvor, natürlich in den Hintergrund: Die Basketballer des FC Bayern hatten am 32. Spieltag der EuroLeague eine Überraschung verpasst: Die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchieri unterlag im Audi Dome dem türkischen Mitfavoriten Fenerbahce Istanbul 68:77 (34:35). Die zuvor punktgleichen Gäste (jetzt 20:12 Siege) zogen damit an den Bayern (19:13) vorbei.


Wade Baldwin (weiß) bleibt Bayerns bester Mann.
Foto:
Valencia BC

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Bayern Baskets vergeben ersten Matchball

Von Arno Nahler
Es wäre zu schön gewesen: Mit einem Sieg in Valencia hätten sich Münchens Basketballer vorzeitig den Einzug in die Playoffs der EuroLeague sichern und damit Geschichte schreiben können. Noch nie zuvor war dies einer deutschen Mannschaft gelungen. Doch es hat nicht geklappt. Die Bayern unterlagen in Valencia denkbar knapp und mussten die Feier zum Playoff-Einzug erst einmal verschieben.

Erfolglose Aufholjagd: Bayern verlieren in Valencia 76:83
Die Basketballer des FC Bayern müssen auf ihren 20. Sieg in der EuroLeague und den ersten in Spanien warten: Das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri unterlag am 31. Spieltag beim dreimaligen EuroCup-Gewinner Valencia trotz einer starken kämpferischen Leistung 76:83 (33:46). Jedoch sicherte sich der FCBB angesichts des Hinspiels (90:79) den wichtigen direkten Vergleich. Bester Werfer der Bayern, die jetzt bei 19:12 Siegen stehen, war Vladimir Lucic mit 20 Punkten.

Im ersten Viertel traf Valencia Basket sieben von zehn Dreiern und holte 21:9 Rebounds, während die Gäste viele Chancen liegenließen. Nach der Pause war die Münchner Körpersprache eine ganz andere - nur acht Minuten benötigte man, um nach einem 17:0-Run erstmals zu führen (59:54/28.). Am Ende ging dem Gast jedoch die Kraft aus, die Aufholjagd hatte diesmal einfach zu viel Energie verbraucht.

Coach Andrea Trinchieri: „Das war ein hartes Spiel. Unsere letzten vier Minuten des zweiten Viertels haben uns das Spiel gekostet. Wir spielen alle 48 Stunden seit drei Wochen und am Ende waren wir tot, aber in der Lage, ein großartiges drittes Viertel zu produzieren. Ich wusste, dass wir ein solches Viertel haben können. Ab einem gewissen Punkt im dritten Viertel haben wir nur noch als Individuen gespielt, nicht mehr als Team, so sind wir zerschmolzen. Das hat uns das Spiel gekostet.“

Wenige Tage zuvor war den Bayern Baskets noch die große Sensation gelungen.
Die Bayern-Basketballer bejubeln mit dem 80:79-Triumph
über EuroLeague-Favorit Efes Istanbul die große Sensation

Die Basketballer des FC Bayern haben die große Sensation geschafft und die Siegesserie von EuroLeague-Favorit Anadolu Efes Istanbul beendet: Das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri bezwang den zuletzt achtmal hintereinander erfolgreichen türkischen Champion mit einer beeindruckenden Willensleistung 80:79 (37:46). Es war am 30. Spieltag bereits ihr
19. Sieg und der zweite gegen Efes.

Die Münchner lagen gegen den turmhohen Favoriten kurz vor der Pause bereits mit 15 Punkten zurück (31:46/19.). Doch der FCBB nahm dem Starensemble mit cleverer Defense mehr und mehr die Sicherheit im Angriff und ging im dritten Viertel erstmals mit 56:55 in Führung (26.). Zwölf Sekunden vor dem Ende lag Efes 79:78 vorn, ehe Topscorer Vladimir Lucic (18) zwei von drei Freiwürfen traf. Im letzten Angriff von Efes – Wade Baldwin (12) war längst ausgefoult - blockte James Gist Istanbuls Superstar Shane Larkin (16) – und die Bayern drehten durch.

Geschäftsführer Marko Pesic: „Manchmal hast du keine Chance und dann ist das deine einzige Chance. Wir haben im positiven Sinne eine verrückte Mannschaft. Ich muss meinen nicht vorhandenen Hut ziehen angesichts dessen, was sie zu leisten imstande ist. Schon wieder lagen wir klar hinten, dazu hatte Wade das ganze Spiel Foulprobleme, Sisko ebenfalls, so dass wir das zweite Viertel praktisch ohne Point Guard gespielt haben. Ich bin
überwältigt und stolz.“

Auch in der Bundesliga waren die Bayern erfolgreich. Mittlerweile sind sie auf Rang zwei geklettert. Es gab Siege gegen Oldenburg, Bonn, Crailsheim und Weißenfels.

Die nächsten Spiele der Bayern
SA., 27.3., 20.30 Uhr: Hamburg Towers – FCBB (easyCredit BBL)
DI., 30.3., 21 Uhr: FCBB – Fenerbahce Istanbul (EuroLeague)
DO., 1.4., 20.30 Uhr: FCBB – Zalgiris Kaunas (EuroLeague)
SA., 3.4., 20.30 Uhr: Jobstairs Giessen 46ers – FCBB (easyCredit BBL)
DI., 6.4., 19 Uhr: FCBB – Medi Bayreuth (easyCredit BBL)
FR., 9.4., 21 Uhr: FC Barcelona – FCBB (EuroLeague)
SO., 11.4., 18 Uhr: FCBB – Basketball Löwen Braunschweig (easyCredit BBL)
DI., 13.4., 18.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – FCBB (easyCredit BBL).

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